Montag, 21. Dezember 2009

Idee für Weihnachtsgottesdienst und Relistunde

Eine schöne Idee für die Relistunde und Weihnachtsgottesdienst haben dieses Jahr die katholische Kirchgemeinde Frauenfeld realisiert. Sie haben die aus dem Internet hier. übernommen.

Einige Gedanken dazu:
  • Interessant: Das Paket erreicht ja nicht nur Katholiken, auch wir haben eines bekommen. Das wäre eine Anregung für einen ökumenischen Gottesdienst am Heilig Abend...
  • Ich würde ein Fyler für den Weihnachtsgottesdienst beilegen
  • Schöne wäre, wenn es verschieden farbige Pakete gäbe - die Geschichte müsste man etwas anpassen - aber dann kann man am Weihnachtsgottesdienst vorne sehen, welches Paket man selber einmal hatte. Aber, wenn das eigene Paket nicht da ist? Dann wäre das eine Herausforderung für den Pfarrer: Es gibt Menschen die diese Botschaft noch etwas länger bei sich haben. Oder das Paket wurde in eine andere Kirchgemeinde geschickt und ist dort im Gottesdienst (auch das eine kleine Anpassung des Textes)
  • Auch schön wäre, wenn man sich im Paket mit Namen eintragen könnte, dann sieht man, wer schon das Paket hatte. (ev. Probleme mit Datenschutz, aber man kann ja den Eintrag freistellen, für die, die wollen)
Das einfach nur so einige Gedanken. Hier aber das ganze Konzept:

Religiöser Impuls für eine Gruppenstunde im Dezember:

Das rote Paket Weihnachtsaktion für eine Gruppenstunde im Advent


Darüber nachdenken, was es braucht, damit wir glücklich und zufrieden sind.


Dauer: Anzahl Teilnehmer: Material:


60 Minuten und dann 1 Monat beliebig

1 Die Geschichte „Das rote Paket“ 2 Gläser 3 Papierstreifen 4 Filzstifte, Scheren, Leim

5 Evtl. Glasmalfarben / WindowColors 6 Teelichte 7 Geschenkpapier 8 Schachteln

1. Schritt Die Geschichte „Das rote Paket“ frei nacherzählen oder original vorlesen.

2. Schritt In Gruppen von 3 -7 Teilnehmern diskutieren, was das rote Paket bewirkt hat und sich fragen, ob es im eigenen Leben auch schon einmal ein solches „rotes Paket“ gab.

3. Schritt Drei Untergruppen bilden. (1) Die eine verwandelt ein Gurken- oder Konfitüre-Glas in ein wunderbares Windlicht. Dazu Glasmalfarbe/Window-Colors verwenden oder bemalte Papierstreifen aufkleben. Dieses Adventslicht geht dann, ähnlich wie das rote Paket, in einer dekorierten Schachtel (2), welche die andere Gruppe gestaltet hat, auf die Reise. In die Schachtel hinein kommt ein Brief (3), den eine dritte Gruppe gestaltet hat (nach der Geschichte findet sich ein Vorschlag). Die Kopie der nacherzählten Geschichte wird der Schachtel beigelegt.

4. Schritt

Die selbst gebastelte Schachtel geht dann auf Reise zu einer ersten Person, der sie Freude bereiten soll. Diese reicht sie wiederum an eine Person weiter. An Weihnachten (oder bis zur ersten Gruppenstunde) soll das Paket zurück bei der Gruppe sein.

5. Schritt

Vor dem Weihnachtsgottesdienst trifft sich die Gruppe wieder, entzündet das Windlicht und nimmt es mit in den Gottesdienst.

Falls das nicht möglich sein sollte, dann kann sich die Gruppe auch einfach im neuen Jahr in der ersten. Gruppenstunde wieder um das Windlicht versammeln.


Das rote Paket

Der Wind weht kalt. An der Hand der Großmutter stapft Anna durch den Schnee. Anna freut sich. In den Ferien ist es bei Großmutter am schönsten. Sie weiß so viele Geschichten zu erzählen. Manchmal gehen Anna und die Großmutter zusammen ins Dorf. Die Großmutter ist mit dem Einkaufen schnell fertig. Im Laden war niemand zum Plaudern, niemand hat Zeit für ein freundliches Wort. Auf dem Heimweg schweigt die Großmutter. Anna weiß, dass sie nachdenkt.

„Das Paket ist fertigt, Anna.“, sagt die Großmutter plötzlich am Abend. Anna schaut von ihrem Malbuch auf. Sie will gleich mit Fragen losplatzen. Doch die Augen der Großmutter verraten - das rote Paket ist ein Geheimnis.

Am Morgen gehen Anna und die Großmutter mit dem Paket aus dem Haus. Der Förster kommt ihnen entgegen. Er wohnt erst seit kurzem im Dorf und ist allein. Großmutter reicht ihm das rote Paket.

„Was soll das?“, fragt der Förster. „Was soll ich damit?“. „Es ist für Sie“, sagt Anna. „Aber machen Sie es nicht auf, sonst geht verloren, was drinnen ist.“ Der Förster staunt. „Was ist denn drin?“, fragt er. „Glück und Zufriedenheit“, sagt Großmutter und drückt dem Förster die Hand.

Anna stapft heimwärts. „Hast du seine strahlenden Augen gesehen, Großmutter?“, fragt Anna. „Verschenken wir noch mehr solche Pakete?“ Aber die Großmutter will nicht. „Nein, Anna“, sagt sie, „eines ist genug.“

So etwas ist dem Förster noch nie passiert. Dem Nächstbesten will er davon erzählen. Der Ka- minfeger glaubt es kaum als ihm der Förster das rote Paket hinstreckt und sagt: „Dieses Mal bringe ich das Glück!“

Der Kaminfeger schaut durchs Fenster in Antonias Zimmer. „Bist du krank?“, fragt er. Antonia hat Grippe. Der Kaminfeger gibt ihr das rote Paket. „Damit du bald wieder gesund bist“, sagt er.

Anna hat das rote Paket in ihrem Zimmer versteckt. „Wer es findet, der darf es behalten. Aber nicht öffnen!“, sagt Antonia zu ihren Freunden. „Das ist ja wie vor Weihnachten“, sagt Juro. Er dreht das Paket in den Händen und schüttelt es. Vor dem Fenster hört man plötzlich eine laute Stimme.

„Das ist der Bäcker“, sagt Juro. „Riecht ihr den Rauch? Das Brot ist verbrannt.“ Der Bäcker bekommt das rote Paket. Aber er behält es nicht lange. Auf der Brotschaufel reicht er es Frau Salai über den Ladentisch. „Morgen gibt es wieder frisches Brot“, lacht er.

In der Nacht geht Frau Salai mit dem roten Paket über den Balkon. Beim Nachbarn brennt im- mer noch Licht. „Können Sie nicht schlafen?“, flüstert Frau Salai. „Nehmen Sie das Paket. Es bringt Glück und Zufriedenheit.“

Die Ferien sind vorbei. Anna fährt wieder heim. Traurig trottet sie neben der Großmutter zum Bahnhof. Die Großmutter ist noch trauriger. Jetzt wird sie wieder allein sein. „Ich komme

bald wieder“, will Anna sie trösten. Großmutter hat Tränen in den Augen. Der Zug fährt schon ein.

„Möchten Sie das Paket haben?“ Boris und Stefan strecken der Großmutter das rote Paket entgegen. „Man darf es aber nicht aufmachen“, sagt Stefan. „Es bringt Glück und Zufriedenheit“, sagt Boris.

Anna lacht und klatscht in die Hände. „Es ist wieder da, Großmutter“, sagt sie. „Du hattest Recht, eines ist genug.“

Nacherzählt nach dem Bilderbuch „Das rote Paket“, Bohem Press, Zürich.


Als Brief gestalten ...


Im Advent 2002 Liebe Empfänger und Empfängerinnen dieses Pakets. Ich bin ein Licht, das die Gruppe ... in der KSJ- Gruppenstunde geschmückt hat.

Wir wollen in der Zeit vor Weihnachten Licht und Freude in unser Dorf/ in unsere Stadt bringen. Zünden Sie das Licht an, damit es Ihr Heim erhellen und Ihnen Wärme spenden kann.

Bitte schenken Sie das Licht in einigen Tagen weiter, damit es in dieser Adventszeit weiteren Menschen Licht und Wärme bringen kann.

Spätestens am 24. Dezember soll das Licht zu uns zurückkommen. Schicken oder bringen Sie es dann an: ...

Dieses Licht darf am Heiligen Abend im Gottesdienst leuchten! / Wird im neuen Jahr wieder in unserer Gruppenstunde leuchten.

Wir freuen uns, dass unser Licht zu Ihnen kommen darf. Danke, dass Sie es bald weitertragen. Sie dürfen gerne auf diesem Blatt (zum Beispiel auf der Rückseite) einen Gruß, einen Wunsch oder eine Fürbitte festhalten. Wir freuen uns, wenn Sie ihren Namen und den Zeitraum, in dem das Paket bei Ihnen war, ebenfalls auf die Rückseite schreiben. So können wir zum Schluss die „Reise“ unserer Adventsüberraschung nachvollziehen.

Vielen Dank!! Absender...

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