Freitag, 30. April 2010

Mac Programme

Die neuesten Programme
  • CD Brennen: SimplyBurns hält was der Name sagt, einfach CD, z.B. Audio CD brennen, z.B. für das hören im Auto. Gratis, deutsch. (Gefunden bei Softonic)
  • PosteRazor - druckt beliebig grosse Poster zum Zusammenkleben, freeware, deutsch. Geht nicht mit PDF, nur mit Bilddateien. Andere Programme wäre hier dokumentiert.
  • Posterino: Druckt verschiedene Fotos auf ein Blatt. Echt cooles Tool für Weihnachtskarten usw. Englisch, 25$
  • DVD Remaster: Geniales Programm zum Kopieren von Film DVD. Setzt zum Rippen von DVD auf die Festplatte Mac the Ripper voraus. Filme können auch für iPhone komprimiert werden. Cool.

Sonntag, 25. April 2010

Balloon Bass

Vadrum - Hochzeit des Figaro

Samstag, 24. April 2010

Rhetorische Tipps

Ich war an einem genialen Kurzvortrag von Thomas Skipwith und seither bekomme ich ab und zu einige Tipps für die Rede:

Begrüssung
Der Redner begrüsst mit: „Sehr geehrte Frau Regierungsrätin, sehr geehrter Herr Stadtrat, sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrter Herr Professor Meier, sehr geehrte Frau Doktor Müller, sehr geehrte Frau …“ Viele Redner langweilen ihr Publikum bereits bei der Begrüssung. Leider. Unnötig.

Wenn Ihnen die althergebrachte Variante der Begrüssung auch zu langweilig ist, können Sie Folgendes ausprobieren:

1) Streichen Sie die Begrüssung.
2) Fangen Sie gleich an mit einem Satz aus Ihrer einleitenden Geschichte.
3) Dann nennen Sie Ihr Thema, z.B. so: „Ich spreche heute über die Einführung der Software SAP.“
4) Dann nennen Sie Ihre These, z.B. so: „Am 31.12.2010 können wir die neue Software einsetzen.“
5) Machen Sie eine kurze Begrüssung, z.B. so: „Sehr geehrte Teammitglieder …“
6) Fahren Sie fort mit Ihrem Vortrag.

Abschluss einer Rede:

Viele Redner sagen zum Schluss „Danke schön!“. Ich halte dies zwar für höflich, aber meines Erachtens hinterlässt das keinen starken Eindruck. Weshalb?
  1. Weil die letzten Worte die Hauptbotschaft sein sollten. Ein „Danke schön!“ löscht den letzten Gedanken aus dem Gedächtnis des Zuhörers.
  2. Weil ich der Meinung bin, dass sich das Publikum beim Redner bedanken sollte. Er hat sich vorbereitet – nicht das Publikum.
Nachdem der Applaus des Publikums eingesetzt hat, kann sich der Redner bedanken (für den Applaus).

Alternative, als Übung

1) Sprechen Sie den letzten Satz Ihrer nächsten Präsentation.
2) Machen Sie einen Schritt zurück.
3) Nachdem der (imaginäre) Applaus eingesetzt hat, bedanken Sie sich für den Applaus.

Störungen

Eine Person funkte öfter dazwischen. Damit mich die Situation nicht aus der Fassung gebracht hat, habe ich mir die 2-2-96-Regel vor Augen gehalten. Sie stammt von einem Trainerkollegen aus den USA – Paul B. Evans.

Die 2-2-96-Regel lautet:
2% der Teilnehmer sind der Meinung, sie hätten noch nie etwas Besseres gehört und gesehen.
2% der Zuhörenden sind der Meinung, das Gesagte wäre eine totale Katastrophe.
96% der Zuschauer sind zufrieden, haben etwas gelernt, würden wiederkommen.
Konzentriere Dich auf die 96%.

Hier nun die Übung:

1) Bereiten Sie sich inhaltlich gründlich auf Ihre nächste Präsentation vor.
2) Bereiten Sie sich auch mental vor. Diesmal mit der 2-2-96-Regel.
3) Stellen Sie sich vor, wie Sie 2 Personen aus 100 über alles loben. Sie lassen sich nicht blenden.
4) Stellen Sie sich vor, wie Sie 2 Personen aus 100 kritisieren. Sie lassen sich nicht entmutigen.
5) Stellen Sie sich vor, wie Sie den anderen 96 Personen etwas Nützliches mitgeben. Sie bleiben ruhig.

Fragen nach der Rede:

Die Präsentation ist zu Ende und die Zuschauer dürfen Fragen stellen. Nur – keiner stellt eine Frage. Was tun?

In der Vorbereitung zur Präsentation:
1) Überlege Sie sich eine gute Frage und eine passende Antwort darauf.
2) Schreiben Sie die Frage auf ein Blatt Papier.
3) Geben Sie die Frage einem Adjutanten, der im Publikum sein wird.

Am Ende der Präsentation:
4) Ruhig blut bewahren.
5) Zählen Sie innerlich auf zehn. (Damit geben Sie dem Publikum die Zeit, die es braucht vom Empfangs- auf den Sendemodus umzuschalten.)
6) Falls immer noch keiner eine Frage stellt: Der Adjutant stellt seine Frage. (Bitte ohne abzulesen.)
7) Sie beantworten sie souverän.

Vorbereitung auf Fragen:

1) Nehmen Sie ein leeres Blatt Papier.
2) Machen Sie zwei Spalten.
3) Über die linke Spalte schreiben Sie „Fragen“, über die rechte „Antworten“.
4) Schreiben Sie mindestens 10 Fragen, die Sie erwarten, in die linke Spalte.
5) Schreiben Sie gute Antworten in die rechte Spalte.
6) Üben Sie die Antworten laut. Mehrmals. (Bis die Antwort sicher und flüssig über die Lippen kommt.)

Abschluss nach den Fragen:

Der Referent weiss nicht, was er nach der Beantwortung der letzten Frage sagen soll. Es fehlt der zweite Abschluss!

Wenn Ihnen nach der Beantwortung der letzten Frage aus dem Publikum auch nicht klar ist, was Sie sagen sollen, können Sie folgendes tun:

1) Schreiben Sie auf einen Spick, was Ihre Hauptbotschaft ist.
2) Nachdem Sie die letzte Frage beantwortet haben, wiederholen Sie die Hauptbotschaft
(= 2. Abschluss) – und entlassen dann das Publikum aus dem Saal.
3) Üben Sie die Hauptbotschaft laut. Mehrmals. (Bis die Antwort sicher und flüssig über die Lippen kommt.)

GPS Mieten

Für eine Geocache Veranstaltung, z.B. Vaki Wochenende, suche ich die Möglichkeit, 3-6 GPS zu mieten. Hier meine Nachforschungen (Preise inkl Versand hin und her):
  • Man kann sicher einmal probieren, die Teilnehmende zu motivieren in ihrem Umfeld ein GPS auszuleihen
  • Allenfall wollen einige gar ein gebrauchtes GPS bei ricardo zu kaufen. Vor allem dann, wenn diese Veranstaltung eine Einführung in Geocache ist und die Wahrscheinlichkeit besteht, später weitere Geocache zu suchen
  • www.gps-track.com: Weekend für 53 Fr. hit neuen Geräten
  • www.gps-rent.ch: Weekend für 81 Fr.
  • www.miet.ch: Weekend für 27 Fr., jedoch nur 1 Stück
  • www.rent-a-navi.ch: 5 Tage (Min-Dauer) für 10 GPS 340 Fr.
  • Bei ricardo gehen Garmin eTrex für rund 60 Fr. das Stück. Dieser Preis ist also mit 1 Weekend schon amortisiert...

Dienstag, 20. April 2010

Authentizität

Je besser es mir gelingt,
meine Worte mit meiner Persönlichkeit in Einklang zu bringen,
desto mehr wird mein Selbstvertrauen
sowie der Respekt meiner Umgebung wachsen,
desto weniger Einsamkeit,
Konflikte und Frustration werde ich erleben.
Jesper Juul

Sultan von Spreitenbach

Nach dem Besuch von Gaudi's Werken in Barcelona, kommt mir unweigerlich Bruno Weber aus Spreitenbach in den Sinn, auch Sultan von Spreitenbach genannt.
Einen Besuch lohnt sich und ist wesentlich einfacher als in Barcelona, die Gaudi Werke zu bestaunen (vgl. langes Anstehen...)

Wenn man schon mal beim Sultan ist lohnt sich noch ein kleiner Spaziergang zu meinem Namensvetter - der NICHT mit mir verwandt ist - Vetsch und dessen Erdhäuser in Dietikon. Diese lassen sich jedoch, weil privat bewohnt, nur von aussen ansehen.

iPhone 4G News

Naja, für was das Bier alles herhalten muss:


Die Ironie des Support von Apple: Da ruft jemand dauernd an um das gefundene iPhone 4G abzugeben und niemand nimmt ab oder glaubt ihm. Wer will es dem Finder verübeln, wenn er es für 5000 $ Gizmodo Newsportal verkauft?

Sonntag, 18. April 2010

iMovie 06 HD

Wer schnell seine Filme aus der Fotocam zusammenkleben und noch dies oder das wegschneiden will, dem sind grosse Programme zu umfangreich. Ich will für 15-20 Minuten Film nicht 1-2 Stunden Film bearbeiten, nur damit die Familie das 1x ansehen kann...
  • iMovie ist super, aber muss sich einarbeiten
  • Final Cut Express ist noch umfangreicher, aber geradliniger
So bietet sich als Alternative einige Programme (für Mac) an. Eines ist nicht mehr erhältlich
  • iMovie HD oder mit anderen Namen iMovie 06
Ich habe es dank einem MUS User noch erhalten und bin begeistert.
  • Einfach die kleinen Filmli in das Programm ziehen (ok dann etwas warten)
  • und diese zusammenfügen.
  • Dann die hässlichen Stellen rausschneiden,
  • wenn nötig noch Übergänge machen
  • und (wichtig erst zum Schluss) noch etwas Sound darunter legen.
  • Fertig ist das Filmli.
  • Das zusammenrechnen dauert dann aber eine gute Weile, wobei der Film schon so angeschaut werden kann.
Nochmals besten Dank an Linus von MUS! Wer das Programm haben will, schaut mal bei alten Mac CD's (iLife 06) oder kann sich bei mir melden.

Kaffee Bibel - günstig

Information aus dem Haus der Bibel:

Geschätzte Mitchristen

Wie Sie vielleicht schon gehört haben, gibt es in französischer und italienischer Sprache eine Vollbibel (Altes und Neues Testament, 66 Bücher) zu einem Verkaufspreis von 2.50 SFR/ 1.50 EURO. Davon sind schon weit mehr als 1,5 Mio. Exemplare verkauft und verteilt worden.

Nun ist es endlich soweit und es erscheint auch auf Deutsch eine solche „Kaffee-Bibel“. Wir nennen sie so, weil der Preis der Bibel ähnlich ist wie derjenige einer Tasse Kaffee im Restaurant.

Wir erhoffen uns von dieser Bibel, dass viele Christen und Gemeinde dies zum Anlass nehmen, Gottes Wort zu verbreiten.

Was ist die „Kaffee-Bibel“?

Übersetzung: AT – Gute Nachricht NT – Neue Genfer Übersetzung (NGÜ)

-Am Anfang der Bibel hilft eine Einführung, den Einstieg in das „Buch der Bücher“ zu finden, siehe Anhang. –Eine Kurze Sacherklärung im Anhang erklärte die wichtigsten Begriffe, siehe Anhang. -Kurze Einführungen stehen am Anfang zu jedem Bibelbuch, siehe Anhang

Format: Gewicht: Preise:

B 12,8 x H 21,0 x 2,3 cm;

Ausführung Paperback ca. 400 gr.

Einzel(Ver-)Kauf- Preis

2.50 SFR/Expl. 1.25 SFR/Expl.

1.25 SFR/Expl.Ab 5000 Expl.

Eigenes Logo ab 6250 Expl. Möglich:


Sie können, anstelle des Logos der Deutschen Bibelgesellschaft und der Genfer Bibelgesellschaft, Ihr Logo auf der Rückseite der Bibel drucken lassen. Extrakosten dafür 825.—SFR pro Auflage die Sie bestellen, mind. Diese 6250 Exemplare. Bestelltermin für diese Variante bis 17. April `10!


Display zur Präsentation: Gemeinden erhalten gratis (Wert 45.— SFR) ab einer Bestellmenge von 100 Bibeln einmalig gratis ein Display zur Präsentation der Bibeln. Masse ca. B 28,0 x T 24,0 x H 150,0cm mit Platz für 50 Bibeln


Lieferbar: Ab ca. Mitte, spätestens Ende Mai `10 Bestellnummer der Bibel: NGU23301


Sie können diese Bibel direkt bei uns, oder über Ihre bevorzugte Buchhandlung vorbestellen. Für Mengen ab 5000 Expl. oder mit der Variante Logo, melden Sie sich bitte direkt bei uns im Verlag in Romanel.

Kurt Zellweger

Das Haus der Bibel, Praz Roussy 4 bis, 1032 Romanel 021 867 10 30, (Fax 25) kzellweger@bible.ch, www.hausderbibel.ch

Samstag, 17. April 2010

MacBook zu MacBook Pro clonen

Wenn man einen neuen MacBook Pro kauft und alle Programm und Daten vom alten MacBook haben will, dann geht man wie folgt vor (funktioniert nur bei MacBook / Pro mit Intel Prozessoren):
  • Altes MacBook mit Carbon Copy Cloner auf eine externe Festplatte kopieren - darauf achten, dass Carbon Copy Cloner die Festplatte bootbar machen kann. (dauert ca 1-2 Std)
  • Externe Festplatte an neuem MacBook Pro anschliessen
  • Neues Macbook Pro mit ALT/OPTION Taste gedrückt starten
  • Es erscheinen 2 Festplatten zum booten, die externe Festplatte durch den Pfeil unten anwählen
  • Festplatte auf neuem MacBook Pro sicherheitshalber mit Festplatten Dienstprogramm neu formatieren (Achtung auf Option GUID Tabelle)
  • Carbon Copy Cloner auf neuem MacBook Pro (der ja jetzt von der externen Festplatte aus gestartet ist) aufrufen
  • Quelle = Externe Festplatte - Ziel = Festplatte von MacBook Pro -> starten (Dauert 1-2 Std)
  • Wer will kann nun Carbon Copy Cloner mit einer Spende unterstützen
  • Neuer MacBook Pro heisst nun gleich wie der alte, wenn dies geändert werden soll, dann Systemeinstellung -> Freigabe

Office 2008 merkt, wenn die Anzahl Installationen überschritten wurde - bei Home / Student sind es deren 3.
Um in Microsoft Office 2008 (Macintosh) den Produkt-Key zu ändern muss man:
1. Alle Office Programme schließen
2. Die folgenden beiden Dateien löschen
a. /Applications/Microsoft Office 2008/Office/OfficePID.plist
b. /Users/dein kurzname/Library/Preferences/Microsoft/Office 2008/Microsoft Office 2008 Settings.plist
3. Eines der Office-Programme starten
4. Neuen Produkt-Key eingeben
Da muss also ein neuer Key her. Ob das auch mit dem günstigeren englischen Version Key geht, weiss ich nicht.

Barcelona

Ein Kurzurlaub der besonderen Art, empfehlenswert sind:

Reise
  • mit Easyjet von Basel nach Barcelona - je nach Verfügbarkeit retour 200 Fr., zzgl. ca 50 Fr. SBB nach Basel Airport (Pro Person)
  • Kein Gepäck, nur Handgepäck hat sich bewährt - wie jetzt üblich: Keine gefährlichen Gegenstände mitnehmen und auch keine Flüssigkeiten über je 1 dl.
  • Onlinebuchung und auch Online Boardingcard erstellen hat sich sehr gelohnt. Damit muss man nirgends mehr einchecken und kann direkt durch den Zoll gehen.
  • In Barcelona den Aeroport Bus für 5 Euro ins Zentrum - Placa Cataluna
  • Achtung auf der Rückreise: Barcelona Terminal 2 und noch Sektor C sind sehr weit weg vom Terminal 1, bei dem der Aeroport Bus hält (ev. kann ein Aeroport Bus genommen werden, der direkt ins Terminal 2 fährt?) - Zeit einrechnen
Übernachtung
  • Barcelona 4 Fun Hostal - bcn4fun: Einfach, sauber und günstig (26 € pro Person)
  • Interessantes Konzept: Mitten in der Altstadt gibt es im 2. Stock zwei grosse Wohnungen darin werden die Zimmer (meist mit 2-3 Betten) vermietet.
  • Frühstück steht in der Küche zum Self-service bereit
  • Es ist alles sehr sauber und unkompliziert
  • Die Küche kann auch für eigene Mahlzeiten benützt werden
  • Internet vorhanden, nötig für Abende, siehe unten
Abend
  • unter www.atrapalo.com finden sich für jeden Abend verschiedene Anlässe, die sonst nirgends aufgeführt werden, zu Preisen von ca. 7-14 €
  • Diese können direkt (unverbindlich und ohne Anzahlung) reserviert werden
  • Sie haben alle einen Rabatt, z.T. bis zu 50%
  • So haben wir gefunden:
  • Komödie: El Sindrom Chukolsky (Youtube)
  • Flamenco Tanz
  • Junges Theater: Apocatómbesis - schräg
City Tour
  • Segway Tour - nicht ganz billig aber dafür genial. Es gibt 2 Anbieter. Wir waren bei Segway Fun für eine 2h Stunden Tour und sehr zufrieden. Der Führer gab uns reichhaltige Tipps, die man sonst nicht findet. Daneben gibt es auch noch Firma Glides
  • Es gibt auch 2 Tourbus die für 22€ 1 Tag und 29 € 2 Tage rund herumfahren. Folgendes ist zu beachten: Die Rundfahrt dauert ewig - ca 2 Stunden; die Tonqualität und der Inhalt der Erklärungen ist oft schlecht, aber die Rundfahrt im Oberdeck recht erholsam.

Kinder...


Unglaublich aber scheinbar wahr und es macht mich sprachlos...

Freitag, 16. April 2010

Bruder Benno


Wir hatten einen eindrücklichen Abend mit Bruder Benno und alle KonfirmandInnen aus Frauenfeld im September 2007. Noch stark in Erinnerung die Berichte von Bruder Benno, vor allem auch über sein Leben, seinen Dienst und für KonfirmandInnen nicht zuletzt sein Rückzug aus der Freundschaft mit Petra.

vgl Zitat aus seiner Website:

Eine 50 Meter lange schmale Brücke führt auf die kleine Insel Werd in der Nähe der schweizerischen Stadt Stein am Rhein. Hier wohnt Bruder Benno Kehl (39). Sein Zuhause: das kleine Kloster St. Otmar. „Dieser Ort ist einfach sensationell“, schwärmt er. „Hier sind sich Himmel und Erde ganz nah.“ Bruder Benno liebt die Gemeinschaft seiner vier Mitbrüder, findet hier Stille und Besinnung. Die hat er selten genug: Der Franziskaner-Mönch ist einer der gefragtesten Botschafter Gottes geworden! Er wird in Talkshows eingeladen, er soll vor Managern Vorträge halten. Wo er auftritt, nimmt er die Menschen für sich ein. Er lacht viel, sagt unverblümt, was er meint, ist ehrlich – auch was seine Zweifel angeht. „Glaube ist die Kraft der Liebe“ „Warum denn nicht?“ fragt Bruder Benno. „Über meinen Glauben mit anderen zu sprechen, gehört für mich zu einer gesunden Spiritualität genauso dazu, wie den Glauben mit Gebeten und Liedern zu feiern.“ Er liebt die Treffen mit Menschen, er steht auch gern in der Öffentlichkeit: „Ich will möglichst vielen Menschen von Gott erzählen! Der Glaube ist für mich die geschenkte innere Kraft der Hoffnung und der Liebe.“ Mönch zu werden, das war für Bruder Benno kein Plan aus Kindheitstagen, Jahrelang hat er mit sich gerungen. Zwar besucht er schon als Junge die Messe, darauf achten seine Eltern (Vater Schmied, Mutter Hausfrau). „Aber in der Pubertät ist mein Glaube brüchig geworden“, erzählt Bruder Benno. Er tobt sich aus wie jeder Halbstarke: wilde Fahrten mit dem Motorrad, nächtelange Partys mit reichlich Bier – und natürlich eine Freundin. Mit 17 verliebt er sich in Petra, und sie soll noch eine besondere Rolle für Benno spielen. Nach der Schule macht er eine Schreiner-Lehre. Er reist viel. „Und doch hat mir diese Zeit nicht das gegeben, wonach ich im Tiefsten gesucht habe. Irgendwie fehlte etwas. Ich wußte aber nicht, was.“ Sein Schlüsselerlebnis hat er mit 18, auf einem Ostertreffen. Als die Teilnehmer das Angebot bekommen, sich segnen zu lassen, denkt Benno: „Kann eigentlich nicht schaden!“ Er erzählt: „Als ich in der Kirche auf das Kreuz blickte, stand es mir urplötzlich vor Augen: Du spielst eine gute Rolle in einem falschen Film! Ich sah, wer ich wirklich bin in Christus. Diese Berufung, das war schon eine Art Anruf von Jesus.“ Aber bevor Benno Mönch wird, vergehen noch Jahre. Zwar liest er jetzt die Bibel, trifft sich mit anderen Christen. Irgendwann kriegt er ein Buch über die Franziskaner geschenkt. „Dieser besondere Weg zu Gott faszinierte mich, und mir wurde klar, daß das der absolut beste für mich wäre.“ Er schmunzelt. „Nur daß ich keine Frau mehr haben konnte – das schien mir schwer vorstellbar…“ Aber der Gedanke an die Franziskaner läßt Benno nicht mehr los. Eines Tages erzählt er seiner Freundin davon. Viereinhalb Jahre sind sie da zusammen. Es wird ein langes Gespräch. Beide weinen. Und dann ermuntert Petra ihn: „Benno, geh probeweise ins Kloster. Guck es dir an, entscheide dann!“ Benno sucht Gewißheit. Er fastet, fährt ins italienische Assisi, dem Geburtsort des Ordensgründers. Danach hat er keine Zweifel mehr, sein Leben nach den Grundregeln des Ordens auszurichten: Armut, Keuschheit, Gehorsam. „Ich bin nicht immer fromm“ Die ersten Jahre sind hart. Er lebt fast nur im Kloster, betet und meditiert. „Immer wieder wird mein Glaube auf die Probe gestellt.“ Durch Mitbrüder zum Beispiel, die nicht seinem Ideal an Frömmigkeit entsprechen. Und doch wächst seine Sicherheit: „Dies ist mein Platz!“ Er studiert Theologie. Und er läßt sich zum Sozialtherapeuten ausbilden, nachdem ihn ein Bruder zur Mission in die Drogenszene nach Zürich mitnimmt. Es ist ein langer Weg, den Bruder Benno zurückgelegt hat, um zu Gott und zu sich selbst zu finden. Und er ist noch nicht zu Ende. „Ich bemühe mich, ein frommer Mann zu sein - was mir nicht immer gelingt. Wer erwartet, daß ich in gebückter Haltung umhergehe, wird seine Mühe mit mir haben.“ Was er ganz sicher weiß: „In schwierigen Momenten hilft mir der innige Glaube an Jesus Christus.“ Es ist diese Überzeugung, an denen er die Menschen teilhaben lassen will. Als Klostermönch auf der Insel Werd, der seine Glaubenserfahrung als Buch („Das Lied des Lichts“) weitergibt, und als „Gassenarbeiter“ in Zürich, wo er sich um Süchtige sorgt. Als Talkshow-Gast, der Millionen Zuschauer „ansteckt“, und als Entwicklungshelfer, der in Afrika Missionsarbeit leistet.

Nun lese ich auf seiner Website und in den Medien, dass sein Leben einen Wende genommen hat - wie das Leben immer mal wieder eine Wende nimmt. Dass er nun aber nach all die Jahren Einsatz in und für die katholische Kirche, von dieser auf Distanz gehalten wird, ist ein anderes, ganz leidiges Thema.

Bruder Benno möchte ich von Herzen alles Gute und viel Liebe wünschen. Als er bei uns den Abend mit den KonfirmandInnen beendet hatte, bot er an, allen Jugendlichen, die das wünschten, mit einem Kreuz auf die Stirne zu segnen. Eindrücklich und bewegend, wie sich plötzlich eine lange Schlange gebildet hat und fast alle - auch die harten Jungs - das Liebesangebot annahmen.

Nachtrag 25. September 2011:



Nachtrag Februar 2014 aus der Thurgauerzeitung:

Einstiger Franziskanermönch wird Seelsorger

Zoom
Ursi Ruckstuhl übergab Beno Kehl während des Sonntagsgottesdienstes symbolisch ihren Wirkungsbereich. (Bild: Ursi Vetter)

Der ehemalige Franziskanermönch Beno Kehl wird neuer Seelsorgemitarbeiter in der Pfarrei Lommis. Er wolle eher im Hintergrund wirken, sagt Kehl. Dass er über Mittag mit dem Velo nach Hause kann, freut ihn besonders. Im Sommer erwartet seine Frau das zweite gemeinsame Kind.


LOMMIS. Die neue Stelle als Seelsorgemitarbeiter in der Kirchgemeinde Lommis sei ihm quasi von Gott gegeben worden: «Ich sagte zu ihm, falls er mich doch noch in einer Pfarrei brauche, solle er mir ein Zeichen geben – wenig später kam die Anfrage aus Lommis», sagt Bruno Kehl. Am vergangenen Sonntag übergab ihm seine Vorgängerin Ursi Ruckstuhl während eines Gottesdienstes die Aufgabe.

Zu Lommis habe er zuvor keinen Bezug gehabt, sagt Kehl. Aber ihm gefalle die offene Art, wie in der Gemeinde der Glaube gelebt werde. Er ist zu 30 Prozent angestellt und wird in erster Linie unterstützend im Hintergrund mitarbeiten. Nur im Notfall wolle er einzelne Aufgaben des Pfarrers übernehmen. Dies aus dem Grund, weil sein Status nach dem Ausstieg aus dem Klosterorden innerhalb der Kirche immer noch nicht geklärt ist.

Mit dem Velo nach Hause

Dass die Kirchgemeinde Lommis nicht weit von seinem Wohnort Eschlikon entfernt liegt, kommt ihm entgegen. «Im Sommer erwarten wir unser zweites Kind. Da ist es natürlich schön, wenn ich am Mittag mit dem Velo nach Hause kann», sagt Kehl.
Der gelernte Schreiner trat mit 23 Jahren in den Franziskanerorden, dem er zwanzig Jahre lang angehörte. In einem Ferienlager für Kinder verliebte er sich in eine Primarlehrerin. «Alle Schutzmechanismen, die man als Ordensmann gegen das Verliebtsein lernt, wandte ich an», sagte er.

Eine unerwartete Heirat

Doch vor mehr als drei Jahren hängte Bruder Benno die Mönchskutte an den Nagel und verliess das Franziskanerkloster auf der Insel Werd. Er nennt sich seither wieder Beno Kehl und teilt schliesslich mit der Liebe seines Lebens Tisch und Bett.
Im Jahr 2011 heiratete der ehemalige Mönch seine Seraina, im November 2012 kam Sohn Can auf die Welt. Ob das zweite Kind ein Junge oder ein Mädchen wird, wissen sie noch nicht. «Wir nehmen, was Gott uns schenkt.» (nil/sme)

Freitag, 9. April 2010

Glaubens-Themen von jungen Erwachsene

  • Was hat Gott mit meinem Leben vor? Wo führt mich Gott hin? Was will er von mir?
  • Wieso ist es für uns Christen teils schwierig vor andern zu unserem Glauben stehen zu können?
  • Haben die Monotheistischen Religionen den gleichen Gott?
  • Gott, Jesus, Heiliger Geist - wer ist wer? wer sind sie? wie darf ich die Dreieinigkeit verstehen?
  • Wie weiss ich was ich glauben kann? (Heilungen vor laufender Kamera, Engelserscheinungen...)
Interessante Themen, die ich für einen Input mit Twenties bekommen habe.

PPP Power Point Präsentation

Einfach genial und vom Aufwand nicht zu unterschätzen:


Nicht so genial, aber auch gut:

Donnerstag, 8. April 2010

IPad

Parodie auf iPad Keynote:


Teilweise aus einem Blog....

Argumente FÜR einen Kauf:

  • eBook Reader
  • Internet Browser
  • Akkulaufzeit
  • Schönes Design

Argumente GEGEN einen Kauf:

  • Kein USB
  • Kein GPS
  • Kein Flash
  • Kein Cardslot
  • Keine Kamera
  • Kein Multitasking
  • Nur 1GHz Prozessor
  • Kein HDMI Anschluss
  • Maximum Speicher 64 GB
  • Kein Mac OS X (Nur iPhone OS )

Fragen:

  • Kann man Word Dokumente editieren?
  • Irgendwie DVD Filme anschauen?

Hinweise:

Mittwoch, 7. April 2010

Chile Erdbeben

Ein Riss und ein Ruck - NZZ 25. März 2010
Chile gilt als Erfolgsmodell für Lateinamerika: Das Land hat sich seiner diktatorischen Vergangenheit gestellt und ist dank stabilen politischen Verhältnissen und einer liberalisierten Wirtschaft zu Wohlstand gelangt. Stellt das Erdbeben das Erreichte in Frage? – Ein Gespräch mit der Schriftstellerin Carla Guelfenbein.

Interview: Brigitte Kramer

Seit dem starken Beben ist rund ein Monat vergangen. Wie sieht die Lage in Chile heute aus?

Es sind mehrere Dinge zu spüren. Zunächst gibt es einen Riss, der durch die Gesellschaft geht, besser gesagt, der Riss, den es bereits gab, ist grösser geworden. Wir Chilenen hatten vergessen, dass wir noch immer in einer Gesellschaft der Ungleichen leben, in der Armut und Reichtum in extremer Form nebeneinander existieren. In diesem Sinn sind wir immer noch ein unterentwickeltes Land.

Hat das Beben die Chilenen grundlegend in ihrem Selbstbewusstsein getroffen?

So würde ich das nicht sagen. Es ist ja nicht unsere Schuld, dass unter uns alle zwanzig Jahre die Erde bebt. Wir wachsen alle mit Erdstössen auf, das ist für uns normal. Die Ausländer in Chile sterben jedes Mal fast vor Angst, wir behalten die Ruhe und stellen uns unter die Eingangstür, wie uns dies die Eltern beigebracht haben. Bei diesem Beben war es sogar so, dass die meisten Chilenen zwei Minuten lang nichts gemacht haben. Erst zehn Sekunden später bemerkten sie, dass es diesmal stärker war. Erdbeben sind Teil unserer Kultur, und wir sorgen vor. Nicht nur beim Strassen- und Häuserbau, auch bei den Rettungsdiensten. Erdbeben haben uns als Individuen geprägt.

Aber ein Einschnitt war es schon?

Ja, so kann man das sagen. Was uns vor allem erschütterte, war – nach der Tragödie der Zerstörung – die Art, wie sich viele Menschen in den betroffenen Provinzen verhalten haben. Die Bilder von gutgekleideten Leuten, welche zerstörte Elektronikgeschäfte oder Supermärkte plünderten, machen uns zu schaffen. Wir fragen uns: In welchem Land leben wir eigentlich? Wenn eine mittellose Mutter einen Karton Milch aus einem Laden stiehlt, dann ist das zwar nicht richtig, aber verständlich. Sie tut das aus reiner Bedürftigkeit, wie dies auch unsere ehemalige Präsidentin, Michelle Bachelet, gesagt hat. Aber warum klaut ein Bürger der Mittelschicht, dem es an nichts fehlt und der noch nie gegen das Gesetz verstossen hat, plötzlich einen Plasmafernseher? Das Erdbeben setzte eine Spirale der Enthemmung und Sinnlosigkeit in Gang. Es setzte teilweise eine destruktive Gruppendynamik in Gang, deren Euphorie man richtiggehend spüren konnte! Die Bilder plündernder Horden haben uns geschockt.

War damit nicht zu rechnen?

Nein, so etwas kannten wir nicht. Chile hat keine hohe Kriminalitätsrate, es gibt kein organisiertes Verbrechen, die Menschen fühlen sich sicher hier. Und Chile war sehr stolz auf das, was es in den vergangenen zwanzig Jahren geleistet und geschaffen hatte: eine gefestigte Demokratie, ein stabiles, progressives Wertesystem, Fortschritte im Verkehrsbereich, in der Technologie, in der Kommunikation. Die globale Finanzkrise hat Chiles Wirtschaft verhältnismässig schwach getroffen. Doch dann fiel vor ein paar Tagen, während eines Nachbebens, im ganzen Land der Strom aus. Für Stunden. Stellen Sie sich das vor: das ganze Land in absoluter Dunkelheit! Da haben wir bemerkt, wie verletzlich wir immer noch sind.

Welche Folgerungen sind daraus zu ziehen?

Sagen wir: Das Erdbeben hat uns zu denken gegeben. Es hat uns aus dem Gleichgewicht gebracht. Es hat an unseren Werten gerüttelt, ohne diese freilich umstossen zu können. Es hat uns darüber hinaus die Einsicht geschenkt, dass der Staat nicht alles regeln kann. Seit dem Ende der Diktatur hatten wir uns in eine Gesellschaft von Individualisten verwandelt. Jeder war ein Einzelkämpfer. Wir sassen alleine zu Hause und sparten auf den nächsten Fernseher oder das neue iPod-Modell. Doch dann hat das Rumoren der Erde eine Welle der Solidarität ausgelöst, wie wir sie lange nicht gekannt haben. Ich spreche nicht von anonymer, institutionalisierter Spenden-Solidarität. Nein, ich meine die tatkräftige Hilfe von Menschen für Menschen. Tausende von Chilenen sind in die zerstörten Regionen gefahren, mit vollgeladenen Autos, um zu helfen, mit eigenen Händen.

Das ist die gute Seite eines Unglücks.

So ist es. Wir haben wieder unsere Wurzeln gespürt, wir haben uns wieder als Menschen gefühlt, als Teil der Menschheit. Wir haben verstanden, dass wir einander brauchen.

Wird das Beben als Zäsur in die Geschichte Chiles eingehen?

Gewiss als grosse Tragödie. Doch wir haben keinen historischen Moment erlebt, die Paradigmen haben sich nicht verschoben. Das Beben hat keine politischen Folgen, wie sie 1973 der Staatsstreich von Pinochet hatte. Dieser war ohne Zweifel das wichtigste Ereignis für Chile im 20. Jahrhundert.

Der neue Staatspräsident, Sebastián Piñera, wurde während eines Nachbebens, am 11. März, vereidigt. Sehen Sie darin etwas Symbolhaftes?

Das war ein Paradox, ein Zufall. Ich hege Piñera gegenüber viele Vorurteile, aber ich habe beschlossen, ihm einen Vertrauensvorschuss zu gewähren. Obwohl er es uns Kritikern schwermacht, denn der erste Skandal ist schon da. Piñera ist ja einer der reichsten Männer des Landes, er besitzt in vielen wichtigen Unternehmen Aktien. Nun hat er, trotz seinen Wahlversprechen und entgegen seinem Programm, noch keine einzige seiner Aktien verkauft. Seit dem Amtsantritt sind deren Werte natürlich im Kurs gestiegen, um 300 Prozent und mehr. Stellen Sie sich das vor: Piñera hat nicht nur die Wahlen gewonnen, für ihn war der Sieg auch ein Riesengeschäft, und er wird stündlich reicher, auf unsere Kosten! Das ist absolut unmoralisch.

Löst seine Präsidentschaft Ängste bei Ihnen aus? Sebastián Piñera gehört dem rechten Lager an, viele seiner Mitarbeiter haben Verbindungen zum ehemaligen Kreis um Pinochet.

Piñeras demokratische Überzeugungen stelle ich nicht in Frage. Die grösste Sorge aller Chilenen besteht darin, dass das Militär die Macht wieder übernehmen könnte. Diese Gefahr besteht aber nicht, da bin ich sicher. Piñera ist Unternehmer wie die meisten seiner Regierungsmitglieder, und sie sind zudem Absolventen katholischer Universitäten. Viele haben sehr konservative Ansichten, aber nicht alle. Ich mache mir Sorgen um unsere Moral, um Werte wie Toleranz, Offenheit, Gleichberechtigung, die wir in zwanzig Jahren Mitte-Links-Allianz, der «Concertación», etabliert haben. Chile hat sich in diesen zwei Jahrzehnten enorm verändert. Nun befürchte ich einen Rückschritt, keinen wirtschaftlichen Rückschritt, sondern einen der Werte. Auch um die Kultur mache ich mir Sorgen. Chile hat ein dichtes Netz von Basiskultur entwickelt, es gibt in allen Provinzen und Dörfern Stipendien, Kurse, Bibliotheken und Kulturzentren. Ich hoffe, Piñera wird das nicht antasten. Es ist nötig, dass er versteht, dass man den Erfolg von Kultur nicht mit Münzen aufwiegen kann.

Gibt es konkrete Punkte in Sebastián Piñeras Regierungsprogramm, die Ihnen Sorge machen?

Wissen Sie, Piñera wird in den kommenden vier Jahren nicht viel Neues anstossen können. Er wird mit dem Wiederaufbau des Landes beschäftigt sein. Das wird er, als Unternehmer, der er ist, hoffentlich gut machen.

Wie sähe denn ein erfolgreicher Wiederaufbau aus?

Es soll am besten alles wieder so hergestellt werden, wie es vorher gewesen ist.

B. Kr. ⋅ Carla Guelfenbein (geb. 1959) ist eine der erfolgreichsten chilenischen Gegenwartsschriftstellerinnen. Bisher hat sie drei Romane veröffentlicht, die alle in den Bestsellerlisten ihres Landes auftauchten und in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Zentrale Themen der Autorin sind Familie, Beziehungsgeflechte und Identitätsfindung vor politischem Hintergrund. So verarbeitete Guelfenbein in ihrem Erstling «Die Frau unseres Lebens» (dt. 2008) autobiografische Erfahrungen während ihres zehnjährigen Exils in London. Dort hat Guelfenbein Biologie und Design studiert. Mitte der achtziger Jahre, gegen Ende der Pinochet-Diktatur, kehrte sie in ihre Heimatstadt Santiago zurück und arbeitete dort als Designerin und Drehbuchautorin. Auf Deutsch erscheint im Mai bei S. Fischer der Roman «Der Rest ist Schweigen».