Freitag, 20. Januar 2012

Rick and Dick Hoyt - Team Hoyt

Einfach grossartig....  http://www.teamhoyt.com/




Das Team Hoyt aus Massachusetts, USA, besteht aus Vater (Dick Hoyt, geboren 1940) und Sohn (Rick Hoyt, geboren am 10. Januar 1962), die zusammen an MarathonsTriathlons und anderen athletischen Herausforderungen teilnehmen. Rick leidet seit seiner Geburt an Infantiler Zerebralparese – weil seine Nabelschnur um seinen Hals gewickelt war, wurde sein Gehirn nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Bei den sportlichen Wettbewerben trägt, zieht oder schiebt Dick seinen gelähmten Sohn in speziellen RädernRollstühlen oder Schlauchbooten mit sich.
Ricks Ärzte prognostizierten anfangs, er würde nie fähig zur Kognition sein, was von seinen Eltern ignoriert wurde. Im Alter von 12 erkannten Ingenieure der Tufts UniversityMedford (Massachusetts), seinen Sinn für Humor und belegten damit seine Intelligenz. Man lehrte Rick, einen speziellen Computer zur Kommunikation zu benutzen, den er durch Bewegungen seines Kopfes bediente. Seine ersten geschriebenen Worte waren „Go Bruins!“ (bezogen auf das Boston Bruins Eishockeyteam); erst jetzt erfuhren Ricks Eltern von seiner Sportbegeisterung.
Dick Hoyt ist pensionierter Oberstleutnant der Air National Guard. Rick Hoyt erwarb einen College-Abschluss an der Boston University und arbeitet heute am Boston College. Beide nehmen bis heute (November 2009) an sportlichen Wettbewerben teil und treten als sog. motivational speaker auf. Bis zum Juni 2009 hatte das Team Hoyt an über 1000 Sportveranstaltungen teilgenommen, u. a. an 229 Triathlons (davon 6 Ironman), 20 Duathlons und 66 Marathons. Die 1000. Teilnahme war der Boston Marathon 2009. Auf einer Radtour durch die USA 1992 legten sie in 45 Tagen 6010 km zurück.
Auf die Frage, was Rick sich wünschte, für seinen Vater tun zu können, antwortete er „Das, was ich am liebsten täte, ist meinen Vater in den Stuhl setzen und ich würde ihn einmal schieben.“





Seit 34 Jahren leiht Dick Hoyt seinem Sohn Rick Arme und Beine

30jul 
2011


Foto: Rick and Dick Hoyt
Der lange Lauf des Lebens  …  Seit 34 Jahren zieht, schiebt und trägt Dick Hoyt seinen gelähmten Sohn bei Marathons und Triathlons. Selbst den Ironman auf Hawaii hat das ungewöhnliche Duo gemeistert. Über eine Geschichte von grenzenloser Liebe und großen Opfern berichtet die Frankfurter Neue Presse:
“Es ist längst dunkel, als Dick Hoyt auf die Zielgerade einbiegt. Die meisten Zuschauer beim Ironman auf Hawaii sind nach Hause gegangen, doch einige haben gewartet. Stundenlang. Als Hoyt um die Ecke kommt, stehen sie auf, sie jubeln, einige haben Tränen in den Augen. Denn Dick Hoyt ist nicht allein. Vor ihm im Rollstuhl sitzt sein Sohn Rick, der seit der Geburt gelähmt ist. 16 Stunden lang hat sein Dad ihn gezogen, getragen, geschoben. Bis ins Ziel.
Dick und Rick Hoyt sind Inspiration und Motivation für behinderte Menschen weltweit. Seit 1977 hat das “Team Hoyt” aus Massachusetts mehr als 1000 Wettkämpfe bestritten, darunter 240 Triathlons, viermal waren sie beim Ironman auf Hawaii am Start. Dabei kann Rick weder laufen noch schwimmen. “Ich leihe ihm meine Beine und Arme”,sagt Vater Dick, der für seinen Sohn an die körperlichen Grenzen geht. Im Juni ist er 71 geworden, einen Ironman schafft er nicht mehr. Ab und zu ein Marathon, das muss reichen.
Es gibt ergreifende Videos der beiden aus Hawaii. Dick Hoyt, wie er seinen Sohn vier Kilometer in einem Schlauchboot hinter sich her zieht. Wie er ihn an Land trägt, auf einem Tandem festschnallt und 180 Kilometer durch die endlose Landschaft fährt. Und wie er seinen strahlenden Sohn schließlich nach 42,195 Kilometern in einem Spezial-Rollstuhl über die Ziellinie fährt.“Ich habe bei diesen Bildern hemmungslos geweint, aber ich schäme mich nicht”, lautet nur einer der unzähligen Kommentare.
Die unglaubliche Geschichte der Hoyts beginnt 1962. Als Rick zur Welt kommt, schnürt die Nabelschnur seine Sauerstoffzufuhr ab. Diagnose: Frühkindliche Hirnschädigung. “Die Ärzte sagten uns: Bringen Sie ihn ins Heim. Er wird sein Leben lang dahinvegetieren”, erzählt sein Vater. Doch der Oberstleutnant der US-Nationalgarde will seinem ersten Sohn ein normales Leben ermöglichen.
Mit elf Jahren erhält Rick einen Computer, endlich kann er kommunizieren. “Wir haben Wetten über seine ersten Worte abgeschlossen. Ich habe auf ’Hi, Dad’ getippt. Seine Mutter auf ’Hi, Mum’. Aber er schrieb ’Go, Bruins’”, erzählt Hoyt mit einem Lachen – das Eishockey-Team aus Boston war im Januar 1973 amtierender Stanley-Cup-Champion: “Von da an wussten wir, dass Rick ein Sportfan ist.”
Wenig später bittet er seinen Vater, mit dem Rollstuhl bei einem Wohltätigkeitslauf zu starten. Dick zögert, sagt aber zu: “Jeder dachte, wir würden nur um die Ecke laufen und dann umdrehen. Aber wir haben die fünf Meilen bis ins Ziel geschafft. Und wir sind nicht Letzter geworden.” Wieder zu Hause schreibt Rick: “Während des Rennens fühlte ich mich, als sei meine Behinderung verschwunden.” Ein Satz, der ihr Leben verändert. …
Der Ehrgeiz wächst, der Ironman auf Hawaii wird zum Höhepunkt. Doch der Einsatz fordert seinen Tribut. Die Ehe der Hoyts zerbricht, und auch die Gesundheit spielt irgendwann nicht mehr mit. Heute muss Dick auf der Strecke häufig pausieren, die Ärzte warnen immer wieder. …
Doch noch läuft und rollt es, das Team Hoyt. Am 14. August in Falmouth, am 21. August in Sturbridge, es geht immer weiter. “Mein Vater ist der Dad des Jahrhunderts. Ich mag behindert sein, aber ich habe ein ausgefülltes Leben”,schrieb Rick einmal in seinen Computer. Dann wurde er gefragt, was er machen würde, wenn er gesund wäre. “Vielleicht Baseball oder Basketball spielen“, antwortete Rick Hoyt: “Aber wenn ich es mir genau überlege: Als erstes würde ich meinen Vater in den Rollstuhl setzen. Und dann würde ich ihn einmal schieben.” -   Quelle:  fnp/sid/-gw


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