Dienstag, 3. April 2012

Fresh Expression

Neue und sehr informative Website: http://freshexpressions.de





Ein neues Modewort der Kirche - ebenso Grenz-Nahe Kirche: Die Kirche tut sich auf für ungewohnte Formen und lässt diese als solche ohne missionarischen Hintergedanken auch stehen.

Was ist eine Fresh Expression?
Eine fresh expression of Church ist eine Gestalt von Kirche für unsere sich wandelnde Gesellschaft. Im Zentrum stehen Menschen, welche keinen Bezug zur Kirche haben.
Grundwerte wie das Hören auf Gott und die Menschen, diakonisches Handeln, kontextuelle Mission und gelebte Spiritualität bilden das Fundament.
Fresh expressions haben das Potenzial zu reifen Ausdrucksformen von Kirche zu werden, welche dauerhaft in ihrem kulturellen Kontext bestehen können.
Für eine fresh expression sind folgende vier Merkmale charakteristisch:
  • missional – Ausrichtung auf Menschen, welche keinen Bezug zu Gott und Kirche haben
  • kontextuell – geprägt vom Lebensgefühl, den Fragen und dem Suchen der Zielgruppe
  • transformierend – Menschen erleben die transformierende Kraft Gottes, werden darin begleitet und verändern wiederum ihren Kontext
  • ekklesial – sie bilden Kirche
Quelle: Sabrina Müller, www.freshexpressions.ch

Aus Wikipedia

Fresh expressions (dt. Frische Ausdrucksformen) ist die Bezeichnung für eine Reihe von neuen kirchlichen Gruppen, die sich innerhalb der Church of England seit 1990 entwickelt haben.
Diese glauben, dass die britische Gesellschaft des 21. Jahrhunderts sich sehr von den Gesellschaftsformen unterscheidet, die bei der Gründung der meisten klassischen Kirchengemeinden vorherrschten. Sie gehen darum davon aus, dass die traditionellen Ausdrucksformen der Kirche für einen Großteil der britischen Bevölkerung unbedeutend geworden sind. Fresh expressions sind gekennzeichnet durch fehlendes formales Festhalten an traditionellen Mustern des kirchlichen Lebens, der Sprache und an Orten der Begegnung.
Diese neue Bewegung versucht, das Evangelium für die Menschen bedeutsam zu machen, die bisher keiner Kirche angehören. Während 70% der britischen Bevölkerung anlässlich einer Volkszählung im Jahr 2001 erklärten, sie seien Christen, gaben weniger als 15% der Bevölkerung an, dass sie regelmäßig Gottesdienste besuchen[1]. Mitglieder solcher Gruppen versuchen neu zu definieren, was Kirche ist. Die statistische Erfassung der Church of England aus dem Jahre 2007 ergab, dass mittlerweile mehrere zehntausend Menschen in England solchen Gruppen angehören.
Es gibt mittlerweile für die unterschiedlichsten Zielgruppen Fresh expressions. Dazu zählen u.a. die Skateboard- und BMX-Kultur in EssexKaffeehaus-Kultur in Kidsgrove, Künstler und Kreative in London[2], Studenten in Southampton, Surfer in Cornwall, Asiaten in Birmingham, Manchester Innenstadtbewohner [3] und Kinder in Portsmouth.
Im September 2005 wurde die Bewegung von der Church of England und der Methodist Church of Great Britain als Organisation offiziell anerkannt und gefördert. Fresh Expressions hat ein Kernteam von 15 Personen und wird geleitet von dem Kommissar des Erzbischofs Graham Cray, ehemals Bischof von Maidstone.
Die Entwicklung der ökumenischen Fresh Expressions-Initiative basiert auf dem Bericht der Generalsynode der Kirche von England im Jahr 2004 [4]. Die methodistische Seite der Bewegung ist in dem Artikel "Wandel der Kirche in einer sich wandelnden Welt" dokumentiert [5]. Die "United Reformed Church", die "Congregational Federation" und "Ground Level-Network" sind ebenso formale Partner.
In Deutschland setzt sich Michael Herbst, Professor für Praktische Theologie in Greifswald, für die Aufnahme der Idee der fresh expressions in den evangelischen Landeskirchen ein. Er war neben den anglikanischen Bischöfen Steven Croft und Graham Cray einer der Hauptredner auf der Konferenz für Gemeindeinnovation "Gemeinde 2.0" im März 2011 in Filderstadt-Bernhausen bei Stuttgart.[6]


In der Vergangenheit wares es die Projekte der Kirche bei denen sich mehrere Bereiche der Kirche nach aussen gerichtet haben. Z.B.

  • Bahnhofkirche = Kirche und Strassendiakonie
  • Ausgedienter SBB Wartesaal in Flawil als Treffpunkt durch die Kirche geführt = Diakonische Begegnung und kirchliche Mitarbeit
  • Sihl City Kirche = Kirche am Puls des Konsums
  • Kletterpark in der Kirche in St. Gallen = Kirche und Jugendarbeit. Auswertung hier


Vgl.
Aus Dienstagsmail:

Raus aus der Kirche


Auf der Suche nach Erfolgsrezepten

Ein Pfarrer in einer Halfpipe: Passen Skateboard und Kirche zusammen? Thomas Schaufelberger hat einen Weg gefunden, diese verschiedenen Orte zu vereinen. Er nennt es „radikale Hinwendung zu den Bedürfnissen der Kirchenmitglieder“. Thomas Schaufelberger (44), Ausbildungsleiter der Deutschschweizer Pfarrer der Reformierten Landeskirche, hat dieses Konzept in England kennengelernt. Wie der „Sonntag“ (Mittellandzeitung) berichtet, will er mit der Kirche zu den Menschen. Thomas Schaufelberger möchte Gottesdienste nicht nur für die Gläubigen machen, wie das heute oft der Fall ist, sondern auch für die bisher Distanzierten. Dafür will er die Gottesdienste dem Zielpublikum anpassen. Die Lösung dazu: Raus aus der Kirche, hin zu den Leuten!
Wie kann man auf sich aufmerksam machen und Kirchendistanzierte erreichen? Man muss von den alltäglichen Bildern Abschied nehmen, bei denen der Pfarrer auf der Kanzel steht. Und genau hier taucht das Bild des Pfarrers in der Halfpipe auf. Oder des Pfarrers, der drei Monate im Steineggwald bei St. Gallen lebt. Mit dieser Aktion hat Jungpfarrer Patrick Schwarzenbach (28) diesen Sommer auf sich aufmerksam gemacht. In seiner Waldhütte hatte er viel Besuch, von Freunden, Bekannten, Unbekannten und der Presse. Mit seiner unkonventionellen Art löste er ein grosses Medienecho aus.
Viele Kirchen beklagen sich über Mitgliederschwund. Immer mehr Leute schlafen am Sonntagmorgen aus. Und dagegen ist man machtlos. Oder doch nicht? Die Kirchenbänke füllen sich nicht durch Warten und Nichtstun. Wenn die Leute nicht mehr in die Kirche kommen, ist der Augenblick da, wo man die Kirche zu den Leuten bringen muss. Dazu gibt es verschiedene lohnenswerte Varianten wie Stände an der Chilbi, Hilfsaktionen, Quartierjungschar, Brunches oder Teenieparties. Schlussendlich spielt es keine Rolle, ob die Leute die Gute Nachricht in der Kirche hören, wichtig ist, dass sie sie hören.
Herzlich, Nadine Zuber/Markus Baumgartner








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