Montag, 21. Mai 2012

Bananenfrauen

Durch einen Input, den ich beim Fairtradebreakfast vom Cevi-Frauenfeld zu halten habe, habe ich (endlich) näher mit den Bananenfrauen Kontakt bekommen. Unglaublich, diese Geschichte - wie aus der Motivation von ganz wenigen, eine so grosse Bewegung entstanden ist.

Aus wikipedia


Ursula Brunner (* 1925 im Kanton Thurgau) ist eine Schweizer Aktivistin für Fairen Handel und Begründerin der „Bananenfrauen“-Bewegung, Pfarrfrau und ehemalige Thurgauer Kantonsrätin.
Aufgerüttelt durch einen Film, in dem die sozialen und ökologischen Missstände im Bananenanbau in Zentralamerika thematisiert wurden, begann sich Ursula Brunner ab 1973 für einen „gerechten Handel“ mit Bananen und anderen Produkten aus Entwicklungsländern einzusetzen. Sie und ihre Mitstreiterinnen organisierten sich als „Bananenfrauen von Frauenfeld“ und sensibilisierten die Öffentlichkeit für die Probleme des Welthandels und des Bananenanbaus.
Ursula Brunner und die „Bananenfrauen“ gelten als Wegbereiterinnen des Fairen Handels in der Schweiz.

Die Bananenfrauen (später gebana bzw. terrafair), organisiert durch die Pfarrfrau Ursula Brunner, waren eine Gruppe von Frauen in Frauenfeld (Schweiz), die unter der Prämisse derGerechtigkeit einen Mehrpreis für Bananen zugunsten der Bananenproduzenten in Entwicklungsländern (besonders in Nicaragua) durchsetzen wollten.

Unter dem Motto der Frage Warum ist eine Banane billiger als ein Apfel? sensibilisierten die Bananenfrauen ab den 1970er Jahren die Öffentlichkeit für die Problematik desWelthandels und die sozialen und ökologischen Missstände im Bananenanbau. Sie forderten von den Schweizer Detailhandelsketten, v.a. der Migros, einen Aufpreis auf Bananen, welcher den Produzenten zugute kommen sollte.

Die Bananenfrauen verkauften zunächst „konventionelle“ Chiquita-Bananen mit einem Aufpreis, der sozialen Projekten in den Herkunftsländern zufloss. Später importierten sie selbst Bananen aus Nicaragua („Nicas“) und führten eine Kampagne „Nicas statt Chiquitas“.

Die Bananenfrauen gelten als Wegbereiterinnen des „Fairen Handels“ in der Schweiz.

Mit der Gründung der Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) und der Einführung zertifizierter fair gehandelter Bananen in den großen Detailhandelsketten 1997 empfanden sie sich als „überflüssig“. Ihr Wirken lebt in der Nachfolgeorganisation Arbeitsgemeinschaft gerechter Bananenhandel (gebana) und dem ihr angeschlossenen Verein gebana/terrafair fort.


Artikel in DRS 1

Ursula Brunner: Die mutige Bananenfrau

Ursula Brunner (zVg)
Die 85-jährige Ursula Brunner aus Frauenfeld im Kanton Thurgau ist die Schweizer Aktivistin für Fairen Handel. Sie ist aber auch die Begründerin der «Bananenfrauen-Bewegung», Pfarr- und Familienfrau und ehemalige Thurgauer Kantonsrätin.
Aufgerüttelt durch einen Film, in dem die sozialen und ökologischen Missstände im Bananenanbau in Zentralamerika thematisiert wurden, begann sich Ursula Brunner ab 1973 für einen gerechten Handel mit Bananen und anderen Produkten aus Entwicklungsländern einzusetzen.
Sie und ihre Mitstreiterinnen organisierten sich als «Bananenfrauen von Frauenfeld» und sensibilisierten die Öffentlichkeit für die Probleme des Welthandels und des Bananenanbaus. Sie gelten noch heute als Wegbereiterinnen des Fairen Handels in der Schweiz.
Ursula Brunner blickt zurück auf ein bewegtes Leben, auf viele Hindernisse, Kämpfe und Lichtblicke. Und sie zieht Bilanz. Eine bewegende Geschichte von Mut, Wut und Tränen.





Ursula Brunner hat dazu ein Buch geschrieben, bzw. mit anderen herausgegeben:
Bananenfrauen
Kostet rund 26 Fr.






Zum Film, der den Anstoss gab:


Peter von Gunten: Bananera libertad / Bananenfreiheit
Funktion: Drehbuch/Scénario/Script; Regie/Mise en scène/Director; Kamera/Image/ Director of Photography; Schnitt/Montage/Editing; Produktion/Production 1971; Länge: 55 min.; Format: 16 mm Film (und DigiBeta Master)
Bananera Libertad deckt Ursachen der so genannten Unterentwicklung in Paraguay, Peru und Guatemala auf und stellt den Zusammenhang zum Wohlstand in der Schweiz her. Er zeigt die Realität in der ein Grossteil der Bevölkerung Lateinamerikas leben muss.
Der Film ist leider meines Wissens nirgends verfügbar...
Weitere Hintergründe:



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