Sonntag, 3. Juni 2012

Leitung

Wie der Prior leitet

Ein hörendes Herz,
keine Angst haben und keine Angst machen,
die Wahrheit lieben und die Lieben wahren.

Christus im Bruder und in der Schwester sehen,
Klarheit und Barmherzigkeit zusammenhalten,
bereit, die zweite Meile mitzugehen.

Keine Macht brauchen,
mutig Entscheidungen treffen,
ganz Gefährte sein,
doch die Einsamkeit nicht scheuen.

Rat suchen und Rat geben,
Fehler eingestehen und Fehler zugestehen,
in Rufweite zu Christus bleiben.

Sich selbst vergeben,
unnachgiebig in wirksamer Konsequenz,
immer darauf bedacht, Vertrauen zu stiften,
und Wachstum zu fördern.

Über das Erbe wachen
und mutig neue Wege beschreiten.
Die Grammatik inwendig, die Vision auswendig,
Menschen zugewandt.

Andern Verantwortung übertragen,
sie aber nicht sich selbst überlassen.
Der nächsten Generation den Weg bereiten,

entbehrlich werden.

aus: Wie Gefährten leben. Eine Grammatik der Gemeinschaft, OJC, erscheint 2013

Leiten, Führen, Chef, Vorgesetzter, Christus, Christ

Aus Weiterbildung 


Führen und Leiten
Grundsätze von Führung und Management
Grundsätze regeln die Qualität von Aufgabenerfüllung und Einsatz der dazu notwendigen Werkzeuge.
1. ResultatorientierungMeint, die Aufmerksamkeit auf das Erreichen von Zielen und die Erfüllung von Aufgaben zu richten, bei sich selbst und bei den Mitarbeitern.
Ergebnis bezieht sich auf:

  Ergebnisse, die mit Menschen zu tun haben: Auswahl Förderung, Entwicklung
 
Ergebnisse, die mit Geld zu tun haben: Einsatz, Beschaffung finanzieller Mittel sowie Erreichung von Geschäftszielen2. Fokus auf den Beitrag zu GanzenBedeutet, das Ganze sehen können (die ganze Organisation), den eigenen Beitrag dazu definieren und diesen den Mitarbeitern vor Augen führen. (Chef als Orchesterdirigent)
3. Konzentration auf Weniges
Eine kleine Zahl sorgfältig ausgesuchter Schwerpunkte setzen, denn es mangelt in Organisationen nicht an Ideen, sondern an realisierten Ideen.
Unterstützende Werkzeuge sind:

  Persönliches Zeitmanagement
 Führen mit Zielen4. Stärken nutzenStärken und Aufgaben zur Deckung bringen. Stärken sind daran zu erkennen, ob eine Aufgabe/Tätigkeit leicht fällt und gut ausgeführt wird.
Energie in die Verbesserung stecken, lohnt sich nur in folgenden Punkten:
  Lücken in Kenntnissen, Wissen
  
Fehlende Fertigkeiten, skills
  
Fehlendes Verständnis für oder Einsicht in andere Aufgaben
 
"schlechte Gewohnheiten" z.B. Unpünktlichkeit, Schlamperei etc.Aber nicht versuchen, aus Eigenbrötlern Teamplayer zu machen oder aus leidenschaftlichen Denkern Macher u.ä.
5. Gegenseitiges VertrauenVertrauen ist wichtiger als Führungsstile. Führungsfehler passieren! Das Vertrauen in den Chef bestimmt, wie schwer sie wiegen
Wie schafft man Vertrauen?
 Umgang mit Erfolgen und Misserfolgen
Niemals das "Verliererspiel" spielen, d.h. eigene Fehler zugeben und nicht den Mitarbeitern in die Schuhe schieben. Hinter den Mitarbeiten stehen!
Regeln:
  1. Fehler der Mitarbeiter sind Fehler der Chefs
    Zumindest nach aussen und nach oben, nicht nach innen!
    Nach aussen muss sich der Mitarbeiter auf die Loyalität und Unterstützung des Chefs verlassen können
      
  2. Fehler des Chefs sind Fehler des Chefs
      
  3. Erfolge der Mitarbeiter sind Erfolge der Mitarbeiter
    Chefs schmücken sich nicht mit fremden Federn
      
  4. Erfolge der Chefs (falls im Alleingang erzielt), kann er für sich beanspruchen, wobei gute Manager häufig sagen: "Wir haben das erreicht!"
 Vertrauen schaffen durch Zuhören "Echt" sein, zu den eigenen Ecken und Kanten stehen
 Gutes Benehmen, Anstand, Manieren:
Launen nicht an der Umwelt auslassen, ausreden lassen, sich bedanken etc.

 Integrität, Geradlinigkeit, Offenheit:
Man muss meinen, was man sagt und auch so handeln!
Wenn Meinungen geändert werden, erklären und begründen

 Keine Intriganten dulden, sich von ihnen trennen

Abgrenzung von Vertrauen und "blindem Vertrauen"Leitsatz: Vertraue jedem, soweit du nur kannst –
und gehe dabei sehr weit bis an die
Grenzen! Und stelle sicher:

  1. dass du jederzeit erfahren wirst, ab wann dann Vertrauen missbraucht wird
  2. dass deine Mitarbeiter und Kollegen wissen, dass du es erfahren wirst
  3. dass jeder Vertrauensmissbrauch gravierende, unausweichliche Folgen hat
  4. dass deine Mitarbeiter auch das unmissverständlich zur Kenntnis nehmen
6. Positives Denken – konstruktives DenkenEine Führungskraft sollte nicht in erster Linie Problemlöser sein, sondern die Hauptaufmerksamkeit auf das Erkennen von Chancen und Nutzen auch in schwierigen Situationen legen. Das erfordert:
Selbstmotivation:Aus 10% Erfolgen eines Tages die Kraft schöpfen, mit den 90% "Mist" umzugehen
Selbstverantwortung:Was kann ich jetzt tun, damit es sich ändert?
Einstellung zu Schwierigkeiten:Das Beste daraus machen, Handeln statt Jammern.
Leitsatz: Tu, was du tun kannst, mit dem was du hast und dort wo du bist

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