Freitag, 10. August 2012

Dennoch ist die Welt wunderbar

Zur Geschäftsaufgabe des über 90 jährigen Papeteristen Brand erhielt ich von ihm folgendes Gedicht:

Dennoch ist die Welt wunderbar

Gehe behutsam Deinen Weg inmitten des Lärms und
der Hast dieser Welt und vergiss nie,
welcher Frieden im Schweigen liegen kann.

Lebe,
soweit als möglich und ohne Dich selbst aufzugeben,
in guten Beziehungen zu anderen Menschen.

Verkünde Deine Wahrheit ruhig und klar.

Höre auch anderen zu.
Sogar Törichten und Unwissenden:
Auch sie haben ihre Geschichte.

Meide laute und aggressive Menschen,
sie bringen nur geistigen Verdruss.

Es ist möglich,
dass Du entweder stolz oder verbittert bist,
wenn Du Dich mit anderen vergleichst.
Denn immer wird es bedeutendere und
unbedeutendere Menschen geben, als Dich selbst.

Freu Dich des Erreichten genauso wie Deiner Pläne,
doch sei auf jeden Fall demütig.

Übe Vorsicht in Deinen Geschäften,
denn die Welt ist voller Betrügereien.

Verschließe Dich jedoch nicht
dem Wert der Tugend;
viele Menschen streben nach hohen Idealen,
und das Leben ist voll von stillem Heldentum.

Sei Du selbst!

Heuchle vor allem keine Liebe und
spotte nicht über Zuneigung.

Trage freundlich die Bürde der Jahre und
gib mit Anmut alles auf, was der Jugend zusteht.

Nähre die Kraft Deines Geistes,
um plötzlichem Unglück gegenüber
gewachsen zu sein.

Viele Ängste entstehen aus Müdigkeit.

Neben einer heilsamen Disziplin
sei freundlich zu Dir selbst.
Deshalb lebe in Frieden mit Gott,
was immer Du Dir unter ihm vorstellst.

Und was immer Deine eigenen Bemühungen und
Absichten sein mögen
halte Frieden mit Deiner Seele in diesem
lärmigen Durcheinander des Lebens.

Mit all ihrem Schein,
ihren Kümmernissen und zerbrochenen Träumen
ist diese Welt dennoch wunderbar.

Sei vorsichtig.

Strebe danach, glücklich zu sein.

Ein lachendes Gesicht verändert die Farbe,
wenn Du dem Ansinnen nicht nachkommst.

Behalte die Weisheit,
im entscheidenden Moment dankend abzulehnen.

Wenn Du Schatten vor Dir siehst,
dann drehe Dich um.
Dann siehst Du wieder genau in die Sonne.

Alles Gute dieser Welt entsteht nur darum
weil eine Person mehr tut, als sie muss!

Dieser Text soll 1692 in der Kirche in Baltimore gefunden worden sein.

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