Freitag, 10. August 2012

Kreuz - Symbol der Christenheit

Aus den Wegworten der City-Kirche - immer wieder eine Quelle

Unzufrieden mit einem Gott am Kreuz?

"Jesus Christus ist mir fremd! Ich verstehe nicht, dass er sich hat kreuzigen lassen. Er hätte doch genug Macht und andere Möglichkeiten gehabt." Das berichtet mir ein Mann, der endlich ein Gespräch darüber mit einem Vertreter der Kirche gewagt hat.

Mir kommt dazu ein Ausschnitt aus dem Buch "Oskar und die Dame in Rosa" in den Sinn:
""Wollen wir nicht den lieben Gott besuchen?"
Ach, haben Sie seine Adresse rausgekriegt?
"Ich glaube, er ist in der Kapelle."
Ich habe natürlich einen Riesenschreck bekommen, als ich dich dort hängen sah, als ich dich in diesem Zustand gesehen habe, fast nackt, ganz mager an deinem Kreuz, überall Wunden, die Stirn voller Blut durch die Dornen, und der Kopf, der dir nicht mal mehr gerade auf den Schultern sass. Das hat mich an mich selbst erinnert. Ich war empört. Wär ich der liebe Gott, wie du, ich hätte mir das nicht gefallen lassen.
"Oma Rosa, im Ernst: Sie als Catcherin, Sie als ehemaliger Superchamp, Sie werden doch so einem nicht vertrauen!"
"Warum nicht, Oskar? Würdest du dich eher einem Gott anvertrauen, wenn du einen Bodybuilder vor dir hättest, mit wohlgeformten Fleischpaketen, prallen Muskeln, eingeölter Haut, kahl geschoren und im vorteilhaften Tanga?"
"Ähm…"
"Denk nach, Oskar. Wem fühlst du dich näher? Einem Gott, der nichts fühlt, oder einem Gott der Schmerzen hat?"
"Einem, der Schmerzen hat, natürlich. (…)""
(Eric-Emmanuel Schmitt, Oskar und die Dame in Rosa. © Ammann Verlag, Zürich 2003, S. 63f.)

Was macht für Sie Jesus vertrauenswürdig?

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