Mittwoch, 30. Januar 2013

LEGO Digital Designer für Mac

Wieder einmal einen tollen Hinweis von Apfelblog.ch


Lego Digital Designer
Nicht wenige Erwachsene, wie meine Wenigkeit, sind immer noch von LEGO fasziniert. Das gemeine an LEGO ist ja, dass die Konstruktionen immer raffinierter werden und noch cooler. Demnächst kann LEGO Mindstorms sogar mit dem iPhone, bzw. iOS interagieren... Aber auch schon das ganz traditionelle zusammenbauen von Klötzchen zieht mich in den Bann.
Falls man es sich aber nicht zugestehen kann ein Bauset zu kaufen, welches nach getaner Arbeit höchstwahrscheinlich eh nur in einer Ecke der Wohnung Staub fängt, der sollte sich mal den LEGO Digital Designer anschauen. Ein kostenloses Programm von Lego welches man sich auf den Mac laden kann. Mittels einer 3D-Ansicht kann man sich nun ein Wunschgebilde zusammenbauen mit Zugriff auf die unendlichen LEGO-Bauteile. Es gibt kaum Grenzen. Ohne Probleme kann man sich also am heimischen Mac den Lego VW T1 Campingbus nachbauen oder selber Neues kreieren.
Lego Digital Designer - Steve Jobs
Leider hat LEGO das DESIGN byME Programm eingestellt. Denn damit hat man sich das selber erstellte Gebilde als Bausatz nach Hause schicken lassen können. Aufgrund des hohen Einzelaufwandes waren die Boxen auch nicht ganz günstig, was wahrscheinlich auch das Ende des Dienstes herbeigeführt hat. Man kann sich aber alle verbauten Einzelteile noch bestellen, allerdings mit einem etwas höheren Aufwand, denn die Bauteilliste lässt sich nicht in den Pick a Brick Shop importieren.
Wer jedoch was richtig cooles baut, das gut dokumentiert auf LEGO Cuusoo und dazu noch 10'000 Stimmen für das LEGO-Konstrukt sammelt, dem sei Gewiss, dass die Baupläne von den LEGO Ingenieuren unter die Lupe genommen werden. Sollte LEGO gefallen was sie sehen, so wird euer Modell in die Produktion aufgenommen.
Der LEGO Digital Designer ist das perfekte Programm für LEGO-Fans und für verregnete Tage um Stunden für ein neues Modell zu investieren. Hat jemand von euch schon mal selber etwas kreiert und der Öffentlichkeit vorgestellt?
via appstorm

Dienstag, 29. Januar 2013

Versöhnung


Versöhnungslitanei

In der Nacht vom 14./15. November 1940 zerstörte ein deutscher Bombenangriff die englische Stadt Coventry, die damit zum Zeichen eines sinnlosen und mörderischen Vernichtungswillens wurde. Nach dem Krieg wurde sie Ausgangspunkt einer weltweiten Versöhnungsbewegung mit dem Symbol des aus drei Nägeln der zerstörten Kathedrale gebildeten "Nagelkreuzes". Die Ruine der Kathedrale wurde zum Begegnungszentrum. Hier wird jeden Freitagmittag die 1959 formulierte Versöhnungslitanei gebetet:


"Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes,
den sie bei Gott haben sollten." (Röm 3,23)Wir alle haben gesündigt und mangeln des Ruhmes,
den wir bei Gott haben sollten.

Darum laßt uns beten:
Vater, vergib!
Den Haß, der Rasse von Rasse trennt,
Volk von Volk, Klasse von Klasse:

Vater, vergib!
Das habsüchtige Streben der Menschen und Völker,
zu besitzen, was nicht ihr eigen ist:

Vater, vergib!
Die Besitzgier, die die Arbeit der Menschen ausnutzt
und die Erde verwüstet:

Vater, vergib!
Unseren Neid auf das Wohlergehen und Glück der anderen:

Vater, vergib!
Unsere mangelnde Teilnahme an der Not der Heimatlosen und Flüchtlinge:

Vater, vergib!
Den Rausch, der Leib und Leben zugrunde richtet:

Vater, vergib!
Den Hochmut, der uns verleitet,
auf uns selbst zu vertrauen und nicht auf dich:

Vater, vergib!
Lehre uns, o Herr, zu vergeben und uns vergeben zu lassen,
dass wir miteinander und mit dir in Frieden leben.

Darum bitten wir um Christi willen.
"Seid untereinander freundlich und herzlich und vergebt einem dem anderen, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus." (Eph 4,32)

vgl Wikipedia Versöhnungslitanei aus Coventry, in: EG Rheinland 879.

Jimdo mit Ablaufzeit

Ich habe hier schon etliches zu Jimdo geschrieben, ich bin nach wie vor vom Angebot überzeugt. Es gibt aber immer mal wieder etwas komisch ist. So z.B. die Tatsache, dass eine Website nach 1/2 Jahr passiv geschaltet wird.

Es kann doch durchaus sein, dass es Websites von Projekten gibt, die sehr statisch bzw. eher den Charakter eines Archivs haben. So die Website unseres Klassentreffens, dass nur so alle 10 Jahre stattfindet. Dass ich nun diese Website alle 6 Monate anpassen muss, ist eigenartig.

Hier das Mail von Jimdo:

Jimdo Logo


Möchtest du deine Webseite behalten?

Erinnerst du dich noch an deine Webseite Beispielwebsite? Seit einem halben Jahr hast du deine Webseite nicht mehr besucht. Das finden wir sehr schade!

Jetzt Webseite reaktivierenWenn du deine Webseite behalten möchtest, log dich bitte wieder ein.
Bitte melde dich in den nächsten Tagen auf deiner Webseite an. Andernfalls würden wir deine Webseite inaktivieren. Vielen Dank für dein Verständnis.

Meine Webseite behalten ►


Hattest du Probleme?
Wir helfen dir gerne!
Hattest du vielleicht Schwierigkeiten mit deiner Webseite und wusstest nicht weiter? Dein Jimdo-Team ist für dich da!

Passwort vergessen? 
Klicke bei der Anmeldung einfach auf "Passwort vergessen" und dir wird ein neues Passwort zugeschickt.

Sonntag, 27. Januar 2013

Alternativen zu Jimdo

Ich habe hier schon einiges über Jimdo geschrieben. Ein geniales Website Baukasten System. Einiges gefällt mir aber nicht so ganz, deshalb hier auch einmal eine Auflistung von alternativen Baukausten Homepage zu Jimdo.

Was mir bei Jimdo noch fehlt:

  • Unterschiedlichere Layouts: Viele Layouts gleichen sich im Stil. Mir fehlt ein Layout mit 1200 pixel Breite, Navigation links (und nicht irgendwo oben) und vor allem, dass man Absätze Zeitgebunden einfügen, bzw. wieder verschwinden lassen kann. 
Hier einige Informationen
Jimdo, Website, Homepage, Internet, Webdesign

Montag, 21. Januar 2013

Taizé Dynamik des Provisorischen

Bericht zu Taizé aus jesus.ch


Wie viele Jogurt Becher es dafür wohl gebraucht hat...

EINFACHHEIT, FREUDE UND BARMHERZIGKEIT

Taizé und die «Dynamik des Provisorischen»


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DER GLOCKENTURM VON TAIZÉ.
Vor fünf Jahren wurde Frère Roger ermordet, der Gründer der Communauté Taizé. Wie lebt die Gemeinschaft ohne ihren charismatischen Leiter?
«Kritische Stimmen gegenüber Taizé hat es von Anfang an gegeben», erzählt Martin Gadient (59), Gemeindeleiter in Menzingen, Kanton Zug. Er ist regelmässig in Taizé zu Gast. «Nicht wenige Jugendseelsorger haben sich bereits in den 70er Jahren die Frage gestellt, ob Taizé ohne Frère Roger überleben könne. Das mag auch an der generell kritischen Einstellung 'demokratieverliebter' Schweizer gegenüber Charismatikern liegen», fügt er hinzu.
Heutzutage kommen jährlich etwa 200.000 Jugendliche in die Gemeinschaft in den Hügeln des Burgund. Das «Kommen und Gehen in Taizé ohne Beitrittszwang» nennt Margrit Mason als einen Gründe für diese regen Besuche. Die 66jährige aus dem schweizerischen Euthal ist regelmässig in Taizé zu Gast und hat viele Jahre Reisen zu europäischen Jugendtreffen organisiert. Die Spiritualität von Taizé hat sich in Form von Musik und Gottesdienstgestaltung überall auf der Welt verbreitet.

Einfachheit, Freude und Barmherzigkeit

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FRÈRE ROGER
Die Werte der Gründergeneration leben weiter - nicht zuletzt des starken ökumenischen Akzents. Insgesamt sei Taizé von Anfang an auf die «Dynamik des Provisorischen» ausgerichtet gewesen, erzählt Frère David, 37 Jahre. Er dient in Taizé als Ökonom und Medienbeauftragter. Man reagiere konkret auf die Herausforderungen in der Situation, ohne unnötig viele Regeln oder einem Verhaltenskodex.
Prior ist derzeit Frère Alois (55) aus Stuttgart. Nach seinen Worten verstehe sich die Gemeinschaft als Familie, in der man auch Konflikte austragen müsse, und zwar auf der Grundlage dessen, was einen trotz ungelöster Konflikte verbinde. «Wenn sich Probleme aufdrängen, kann man sie bereden; man kann damit leben. Dann löst sich vieles von selbst», erzählt Mason.

Früh eingeleiteter Wechsel

Hat sich konkret also nichts verändert? Schwester Alicia (39), meint, es sei noch zu früh, um grössere Veränderungen festzustellen. Sie gehört zum Orden von St. André, der die Communauté unterstützt. Da Frère Alois noch jung sei, fänden nun mehr Auslandsreisen und internationale Treffen statt, sagt sie. Andere ergänzen, dass die letzten 15 Jahre eher taizézentriert waren; für mehr oder anderes war Frère Roger zu alt.
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ANDACHT IM EMPFANGSPAVILLON (BILD 2006).
Schon längere Zeit vor seinem Tod im Jahr 2005 hatte er seine Nachfolge vorbereitet. Im Einvernehmen mit den Brüdern hatte Frère Roger bereits 1998 Frère Alois zu seinem Nachfolger bestimmt. Der Wechsel war damit ein gemeinsamer Schritt. «Frère Alois hat die Führungsaufgabe nahtlos übernommen im Wissen, dass er von der Bruderschaft getragen wird», sagt Mason.

«Vertrauen bleibt verletzlich»

Dennoch ist der Verlust der Gründerfigur spürbar: «Er fehlt uns sehr», sagt Frère Alois. «Sein Dasein hat den richtigen Ton angegeben: Die Art, wie wir miteinander umgegangen sind, wurde durch seine Anwesenheit wesentlich beeinflusst.» Der gewaltsame Tod hat die Bruderschaft nicht von der Grundausrichtung auf «eine Pilgerschaft des Vertrauens» abgebracht: «Vertrauen bleibt verletzlich, enttäuschbar», sagt er. Trotzdem sei es für Frère Roger eine wohlüberlegte und entschiedene Haltung gewesen.
Dankbar ist der Leiter, weil im gemeinschaftlichen Leben dennoch mehr Kontinuität zu sehen sei als Bruch. «Nicht einen Tag kamen uns Zweifel, ob wir als Gemeinschaft zusammenbleiben könnten», erzählt er. Dies führt er vor allem auf Frère Rogers Vorbild an Bescheidenheit zurück: «Er wollte, dass wir wie Johannes der Täufer stets von uns selbst weg auf Christus zeigen.» Das mag auch der Grund sein, wieso in Taizé von Anfang an ein Kult um Frère Roger vermieden wurde, vermutet ein Volontär.

Neuauflage von Frère Rogers Schriften

Zoom
GEMEINSCHAFT INMITTEN DER LIEBLICHEN HÜGEL DES BURGUNDS.
Und wie geht es weiter? Für Jugendliche, die Frère Roger noch nicht kennen, wurden kürzlich die «Quellen von Taizé» aus dem Jahr 1953 neu aufgelegt. Aktuell überlegen die Brüder, auf welche Weise auch seine übrigen vergriffenen Schriften herauszugeben seien. «Die Tagebücher», meint Frère Alois, «sind in ihren Aussagen oft sehr zeitgebunden».
An seinem Todestag konnte Frère Roger einen Satz nicht mehr zu Ende führen. Er begann mit: «Elargir ...», «Ausweiten ...». Dieses Wort inspiriert nun die Brüder zum Weitergehen und führte bereits zu vermehrten internationalen Treffen und zum interkonfessionellen Austausch. Frère David: «Ich hoffe, wir lassen uns auch weiterhin vom leisen Säuseln des Heiligen Geistes führen. Ich wünsche mir, dass wir uns jeden Tag aufs neue die Frage stellen, wie wir heute auf den Anruf Christi antworten sollen.»
Autor: Mateja Zupancic
Bearbeitung Livenet
Datum: 26.05.2010
Quelle: Kipa

Donnerstag, 17. Januar 2013

Advent


Adventlich leben,
um bereit zu sein für das,
was manchmal so überraschend in unser Leben tritt,
was uns anrührt und bewegt,
was uns angeht und persönlich meint.

Adventlich leben,
um hellwach zu sein für das,
was es neu zu erkennen gilt in dieser Zeit
der seltenen oder verloren gegangenen Visionen,
die aber Gottes Zeit mit uns und für uns ist.

Adventlich leben,
um ganz Ohr zu sein für jene,
die uns von ihrem Kummer und ihrer Mühsal
ihrer Hoffnung und ihren Nöten, ihrer Sehnsucht
und ihrer Enttäuschung erzählen wollen.

Adventlich leben,
um ganz da zu sein für den,
der neu ankommen will in mir persönlich
als menschenfreundlicher Gott,
als vertrauenswürdiger und liebevoller Freund.

Adventlich leben,
um wartend zu wachen
und wachsam zu warten auf den,
der sich mir neu zuwenden will,
im Geheimnis seiner Menschwerdung.
Paul Weismantel

Advent, Zitat, Weihnachten,

Sonntag, 13. Januar 2013

Reichtum Armut

Kontrastreicher geht es kaum...

Wohnen in Hamilton Scotts Singapor (Film ist keine Fiktion... )



und

Leben in Peru Carabayllo, vgl. meinen Blogeintrag



Reichtum Armut



Samstag, 12. Januar 2013

Anspiel Gottesdienst

Kurze kleine Theaterstücke, Sketch für Gottesdienste


GoSpecial Theaterstücke

Das Team um Fabian Vogt verfährt nach dem gleichen Prinzip wie das Vorbild von Willow Creek: Auf der Internetseite stehen nur die Inhaltsangaben der Theaterstücke; für 10 Euro kann man sich das komplette Stück schicken lassen (für 20 Euro gibt es die komplette Gottesdienstkonzeption dazu, inklusive Predigt).
Meine Meinung: Im Direktvergleich mit Willow Creek kommt das GoSpecial-Team gut weg. Die Anspiele sind genauso witzig, aber peppiger und "deutscher" als das amerikanische Vorbild.

Willow Creek Theaterstücke
http://www.willowcreek.de
Willow Creek ist inzwischen ein Synonym für moderne, ansprechende Gottesdienste und hat die deutsche Theaterlandschaft inzwischen schon stark geprägt. Auf der Internetseite von Willow Creek kann man sich Theaterstücke kaufen. Die Stücke sind deutsch übersetzt, dauern ca. 5-10 Minuten und kosten 12,50 Euro.
Auf der Internetseite steht jeweils eine ausführliche Inhaltsbeschreibung sowie Vorschläge für Predigttitel, bei Bestellung bekommt man das komplette Stück geliefert.
Was muss man zu Willow Creek noch sagen? Die Stücke sind klasse und professionell. Manchmal vielleicht etwas amerikanisch, sogar kitschig. Aber sie sind absolut super zur Hinleitung auf die Predigt, enthalten selbst keine Message, sondern brechen das Eis und werfen Fragen auf.

Anspiele von Bob Snook
http://www.bobsnook.org
Der unermüdliche Amerikaner Bob Snook schreibt und schreibt und schreibt... Im Moment hat er über 1000 Stücke auf seiner Page gesammelt, und es werden immer mehr! Viele seiner Stücke sind Adaptationen biblischer Geschichten oder greifen aktuelle politische Themen auf.
Sehr übersichtlich nach Stichworten geordnet! Die meisten Sketche sind vom Aufwand her minimal und schlicht gehalten. Alle Stücke sind kostenlos und dürfen von jedem verwendet werden, darauf besteht Bob Snook ausdrücklich.
Eine gute Adresse, wenn man ein Stück sucht und wenig Aufwand betreiben will. Ich finde die Ansätze der meisten Stücke sehr kreativ und seinen Stil lustig.
Natürlich ist sein Stil mitunter sehr amerikanisch, und die politischen Bezüge sind auch auf die USA gemünzt, aber man kann seine Stücke auch locker adaptieren. In unserer Datenbank stehen einige Übersetzungen von Bob Snook-Anspielen.

Dramatix
http://www.dramatix.org
Eine englischsprachige Anspieldatenbank mit über 1000 Stücken. Übersichtlich sortiert und mit einer Suchfunktion. Die Stücke stammen von den verschiedensten, meist amerikanischen, Autoren und sind meistens kostenlos.
Die meisten Stücke sind qualitativ sehr gut, in unserer Drama-Ministry-Datenbank sind einige übersetzte Stücke von Dramatix. Es gibt zu fast allen Themen Stücke, die man entweder direkt übernehmen oder zumindest als Inspiration nutzen kann. Natürlich muss man die Stücke teilweise etwas "eindeutschen", weil sie vom Stil her sehr amerikanisch sind. Aber trotzdem eine super Ressource für Theatergruppen!

Webcam Zeitraffer

Eine Webcam macht Bilder in einem Zeitinterval. Um diese dann nachträglich sehen zu können, braucht es ein Script.




Facebook

Treffender, kritischer und nachdenklicher Artikel zu Facebook & Co aus der Standard.at


Fieses Facebook, böse Tweets: Kommunikationsparadies Internet? Mitnichten!

ANDREA MARIA DUSL, 5. Jänner 2013, 10:15



Falls sie diesen Text nicht in der Gutenbergwelt lesen, auf der lachsfarbenen Analog-Holzausgabe, dann scrollen sie nach unten. Zu den Postings. In das (superlativus impossibilis) asozialste Netzwerk auf diesem Globus. Hier kann sich sogar der Höllenfürst noch ein Scheibchen Bosheit runterschneiden. Es soll Autoren geben, die Online-Kommentare zu ihren Texten schon mal gelesen haben. Möglicherweise. Ein Mal. Ein einziges Mal. Denn dann sind sie gewiss geheilt aus dem brodelnden Sumpf der Niedertracht gestiegen. Weinend. Bereuend. Niedergeschmettert. Niemand, der bei Trost ist, tut sich die Schmach einer Kommentarlektüre ein zweites Mal an. Es sei denn, wer anderer hätte geschrieben.
Ein Kommentärchen, ein Analyserl, ein Bombengschichterl. Haha! Gehen Sie davon aus, dass die besten Kräfte des Landes hier nicht nur mitlesen, sondern im Schutze halblustiger Pseudonyme auch Häme abladen. Gegenhäme und Metahäme.
Bisher hat sich nur ein winziges Grüpplein erdreistet, sich den Beleidigungen, Griffen und Untergriffen entgegenzuwerfen. Ausgerechnet die austeilfreudigen Brüder Scheuch klagten STANDARD-Poster. Dass Kurt und Uwe nicht nur einstecken, sondern auch mitschreiben, darf indes vermutet werden.
"Aber Facebook ist doch okay!", höre ich. "Da kann man sich aussuchen, wer mitliest!" Das stimmt, und es stimmt auch wieder nicht. Zuckerberg liest immer mit. Und die Bookfacer können sich nicht aussuchen, dass er nicht mitliest. Und wenn Zuckerberg mitliest, und das tut er, dann lesen auch noch andere mit. Echelon. Die NSA, der Mossad, die Freimaurer, die Bilderberger, die Autoren des Maya-Kalenders. "Schon, schon", höre ich dann, "aber ich habe nichts zu verbergen!" Der Beweis wird angetreten. Katzenfotos stehen am Beginn jeder Offenbarungsoffensive.
Katze am Tisch, Katze im Bett, Katze am Computer. Katze, Katze, Katze. So beginnt es. Wer keine Katzen hat, hat Kinder. Kinder klagen nicht. Nicht auf das Recht am eigenen Bild. Früher gingen die intimen Momente im Leben einer Kleinfamilie nur durch die Hände des lokalen Fotogeschäftsinhabers. Heute sind die ersten Schritte ins Menschenleben auf Facebook dokumentiert. Sie gehen dort übrigens nie wieder raus. Eine ganze Alterskohorte startet ihre Reise in die große weite Welt der Sichtbarkeit mit der ewig währenden Verfügbarkeit sämtlicher ihrer Kinderbilder.

Mit dem Wohnzimmerwolf

Katzen also. Kinder. Hunde. Dürfen Hunde im Alltag alles, so dürfen sie auf Facebook noch mehr. Manche Hundebesitzer haben die Grenzen zwischen sich und dem Tier aufgehoben. Die Facebook-Profile mit Bildern von Rassehunden und Promenadenkötern sind Legion. Manche Hunde leihen Herrchen oder Frauchen nicht nur das Gesicht, manche Hunde haben gar eigene Facebook-Accounts. Der Stoffwechsel ist das Hauptthema der caninen Freunde, dicht gefolgt von Berichten über Ausflüge ins Dickicht und romanhaften Erzählungen vom Spiel mit dem Stöckchen oder den Begegnungen mit einem anderen Wohnzimmerwolf.
War's das? Geht's jetzt wieder gegen die Hunde? Nein, sage ich. Hunde sind soziale Wesen, also haben sie jede Berechtigung, sich in einem asozialen Netzwerk zu tummeln.Wer keine Katze hat, keinen Hund und auch kein Kind, hat doch wohl eine Küche. Und von dieser ein Bild. Wie gut, dass die Küchen dieses Planeten auf Facebook archiviert werden! Viel Besucherleid bleibt der Menschheit durch diese Warnbilder erspart.
Facebook war nicht das erste asoziale Netzwerk. Und es ist beileibe nicht das einzige. Aber Facebook ist das prototypische asoziale Netzwerk. Es wurde von einem Bummelstudenten zwar nicht erfunden, aber immerhin, so gehen die gerichtsanhängigen Gerüchte, drei anderen Bummelstudenten abgeluchst. Facebook hat das Asoziale also schon in den Genen. Schon facemash.com, so hieß der Vorgänger von Facebook, im Oktober 2003 vom Harvard-Kommilitonen Mark Zuckerberg ins Netz gestellt, hatte das zentrale Asset, ohne das ein asoziales Netzwerk nicht auskommt: Ein Bewertungssystem. Die Klientel von Zuckerbergs erster Kommunikationsplattform, gossipsüchtige Jungstudiosi und heimlich mitlesendes Lehrpersonal wurden auf der Seite aufgefordert, die Attraktivität von zwei zufällig ausgewählten Personen des Campus anhand von Fotos zu bewerten.
Zuckerbergs Anfängerpech: Er hatte keine Erlaubnis zur Veröffentlichung privater Bilder eingeholt, politisch korrekte Proteste waren die Folge, die Seite musste vom Netz genommen werden. Aua. Juristische Lapsus dieser Art sollten Zuckerberg später nicht wieder unterlaufen. Facebook ist durch ein üppiges Regelwerk aus Haftungsausschlüssen weitgehend gegen Userkritik immunisiert. Die wenigen Prozesse bezahlt das Imperium aus der Portokasse.
Das zentrale asoziale Netzwerk explodierte - nicht trotz, sondern wegen seiner Permeabilität für kleinere und größere Gemeinheiten - von einem kleinen Campus-Experiment zu einer weltumspannenden Freundschaftbörse mit mittlerweile einer knappen Milliarde Mitgliedern.

Ein simpler Deal

Kein Schelm, wer denkt, dass die Plattform massiv vom Data-Mining lebt, vom Abbau des Internet-Rohstoffes Information. Der Deal ist simpel. Gib mir deine Daten, und ich gebe dir deine Freunde. Und dann? Dann machst du mit deinen Freunden, was Freunde mit Freunden so tun. Vor ihrem Rücken tust du ihnen schön, hinter ihrem Rücken richtest du sie aus. Du bombardierst sie mit Einladungen zu Mafiakriegen, Pokerturnieren, lässt sie teilhaben am strategischen Aufbau virtueller Bauernhöfe und digitaler Aquarien. Oder du fügst sie sinnlosen Gruppen hinzu, markierst sie in Bildern fremder Deppen und warnst sie im Weltuntergangston vor dem Datenkraken Facebook und dessen molochhaftem Wesen.
Geize nicht mit der Publikation von Sonnenuntergängen, lautet der Rat an den Facebook-Novizen, nicht mit der Veröffentlichung deiner braungebrannten Fußspitzen vor dem Weltmeer oder der frisch gebackenen Spinatlasagne im selbstgekneteten Römertopf. Sei ganz Künstlerin, ganz Künstler, schieb den Facebook-Deinen rüber, wenn du am Weltschmerz leidest, an einem logorrhoischem Schub oder dich eins fühlst mit dem Universum. Auf einschlägigen Seiten - Gleichgesinnte posten sie täglich - gibt es zu jeder Seelenbefindlichkeit einen passenden Konfuzius-Spruch. Schreibe den nicht bloß hin, sondern mach daraus ein Bild. Ein Schriftbild. Deine Freundinnen und Freunde werden es dir danken und die Erkenntnis zum Tag mit ihresgleichen teilen.
Spare, so lautet eine weitere Erkenntnis aus dem Arsenal der Unnötigkeiten, nicht mit Geburtstagswünschen. Gratuliere besonders den unbekannten unter deinen Freunden, gib ihnen Kraft und Liebe und poste dazu dein Lieblingslied. Youtube ist eine nie versiegende Quelle der Inspiration. Zu jedem Schmerz gibt es passende Mucke. Wenn du traurig bist, lass es alle wissen. Vielleicht trauert jemand mit. Oder poste eine Rose zur Aufhellung deiner dunklen Seele oder das Bild eines Sonnenuntergangs. Vielleicht einen Engel. Oder ein schönes Motorrad. Wenn dir Ungemach über die Leber reitet, schreie es hinaus. Alle werden dich hören. Schrei:
Facebook unser im Netz!
Gelikt werde dein Name.
Dein Reich ist schon da.
Dein Wille geschehe,
wie im Netz, so auch offline.
Unsere tägliche Timeline
gib uns heute.
Und vergib uns unsere
Kommentare,
wie auch wir vergeben
den von uns Geblockten.
Und führe uns nicht in
die Sperrung,
sondern erlöse uns von
den Datenschützern.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Zuckerberg. Amen.
Aber gib acht. Nicht alles ist erlaubt in Facebookhausen. Salman Rushdie etwa wurde hinausgeworfen von der Zuckerbergwacht. Nicht wegen satanischen Verseschmiedens, sondern wegen des Verdachts des Nicht-Rushdie-Seins. Er solle bitte, so wurde ihm beschieden, eine Kopie seines Reisepasses senden, um zu beweisen, dass er wirklich Rushdie sei. Nach erfolgreicher Identifikation werde er wieder Zugang zu seinem Profil bekommen.

Rushdies Shitstorm

Der Dichter tat, wie ihm geheißen, und flugs war die Welt wieder in Ordnung. Für Facebook. Salman Rushdie hieß nun Ahmed Rushdie. So wie das im Pass stand. Ahmed stand dort als erster Name, rechtfertigte sich das Facebook-Salzamt, Salman nur als zweiter. Um seine Identität wiederzubekommen, entfachte Rushdie einen Shitstorm aufTwitter, dem Kurzmeldedienst. Shitstorm. Auch so ein Wort aus Asocialville.
HC Strache, bürgerlich als Heinz-Christian unterwegs, ist noch nicht über die Vornamenfrage gestolpert. Kickls Golem gilt als Österreichs zweiterfolgreichster Facebooker. Er rangiert weit abgeschlagen hinter "Kann dieser seelenlose Ziegelstein mehr Freunde haben als H.C. Strache?" Nicht weniger als 123.170 Facebook-Mitgliedern "gefällt" der blauäugige Dreibierbesteller, 11.964 "sprechen darüber".
Am Diskurs über Straches einschlägige Durchsagen beteiligen sich allerdings nicht virtuelle Hunderttausendschaften, wie sein User-Profil vollmundig verkündet, sondern nur mehr eine Bekenneranzahl im dreistelligen Bereich. Dass unter den tatsächlichen Fans des freiheitlichen Klubchefs regelmäßig die derbe Keule des Rassismus und des Antisemitismus ausgepackt wird, tut Straches Facebook-Karriere keinen Abbruch. Auch Karikaturen im Stürmer-Stil gehen locker durch die Zuckerberg-Zensur. Experten wundert dies wenig, denn haarig wird es für einen Facebook-Poster nur bei einem einzigen Thema: der weiblichen Brust. Hier kennen die halbautomatischen Tugendwächter keinen Pardon. Wer auf Facebook Nippel und Brust postet und sei es im Rahmen eines Kunstwerkes, ist gesperrt, so schnell kann er gar nicht schauen.
Sensible Naturen mit Hang zu Ruhe und Genauigkeit, Spielunlust und Kurzgefasstheit haben Facebook längst verlassen. Oder sind dem Gesichtsbuch-Netzwerk gar nicht erst beigetreten. Gibt es doch für sie längst eine Alternative. Friedlich piepst sie aus dem Wald: Twitter. Die Presseagentur für den Privatmenschen. "Just setting up my Twtr", lautete der erste Tweet, am 21. März 2006 von Twitter-Mitgründer Jack Dorsey in die Welt gepiepst.
Mit der maximal twitterbaren Anzahl von 140 Zeichen kam der Weckruf locker aus. Das Konzept von Twitter klingt wie die Wegbeschreibung ins Social Paradise. 14= Zeichen Text, längers geht sich nicht aus. Odr mss krtv abgek wrdn. Wichtige Worte werden mit einem #Hashtag markiert, einer vorangestellten Raute. Andere @Twitteranten bezeichnet man im Text mit dem Klammeraffen.
Die Kommunikation auf Twitter funktioniert denkbar einfach. Jeder kann sich zum Follower eines anderen Twitterer machen, jeder kann jedem folgen. Andere Tweets können retweetet und beantwortet werden. Links gezwitschert. Sogar Bilder kann der moderne Tschilper mittlerweile twittern/tweeten. Das Wording holpert noch. Und auch die Fähigkeit, Unflat und Beleidigungen in 140 Zeichen Kürze unterzubringen. Hier diskriminiert das Medium die Langtexter und Rummeiner. Twitter ist fest in der Hand von Journos, Pressesprechern, Werbetextern. Als Adelsprädikat gilt eine hohe Ration aus Gefolgten und Followern. Twitter-Nobles sind Multiplikatoren, sie folgen überschaubar wenigen anderen, haben aber eine vergleichsweise hohe Gefolgschaft.
Österreichs Twitterkönig Armin Wolf (@ArminWolf) etwa folgt nur 313 anderen, handverlesenen Twitterern. Seine, bisweilen im Minutentakt hinausgeschossenen Sachverhaltsdarstellungen haben mittlerweile 68.243 Follower abonniert. Tendenz steigend.
Auch die Revolutionärin und der Revolutionär haben Twitter zum Medium ihrer Wahl erklärt. Die Proteste nach den iranischen Präsidentschaftswahlen 2009 und die Arabischer-Frühling-Revolutionen im Maghreb verschafften sich über Twitter Gehör vor der Welt. Die Geheimdienste lasen selbstverständlich mit. Oder twitterten fest Falschmeldungen.
Noch vor den heimischen Politikern trieben sich ihre Fakes auf Twitter herum. Legendäre Figuren wie @WernerFailmanntwitterten unangenehme satirische Wahrheiten. Der echte Werner Faymann ist mittlerweile ebenfalls auf Twitter, wird aber gerne auch als falscher Fuffziger angesehen. Neu in der Ösi-Twitteria ist der Kanadaheimkehrer und Interview-Aktionist Frank Stronach. Im Themenkreis (a)soziale Medien, so heißt es in der Twitteria, wird er und sein Team (@TeamStronach_at) vom Kommunikationshaudegen Rudi Fußi (@rudifussi) betreut. Insider behaupten, auch der Stronach-Satire-Account @Franksagt - nach eigener Urkunde "Entrepreneur, Neopolitiker, sportbegeistert. Was? Wolln S' streiten mit mir?" werde textlich und inhaltlich von Rudi Fußi betreut.
Man weiß nicht, wer sich mehr gefreut hätte über die polemische Dimension solcher Doppelfunktion: Metternich oder Nestroy. @Franksagt sagt jedenfalls über Rudi Fußi nur Gutes: "A g'scheiter Bursch, macht bei mir die Media mit die Socialisten." Otto und Paula Normalverbraucher sind für Metakommunikationen dieser Qualität und Verquastheit nicht erreichbar und bleiben daheim. Im guten alten Facebook. In der Milliarden-Einwohner-Schrebergartensiedlung.

Der Otto nervt

Otto (das ist der mit der Sonnenbrille) postet jetzt mal die Bilder vom Hotelpool und vom Grillabend auf Fuerteventura. Sind schon seit Sommer in der Kamera. Paula (mit Prosecco-Becher bei der Betriebsfeier) lädt jetzt den Kater Murli rauf, wie er auf der Waschmaschine schlunzt. Und dann den schönen Spruch von Lao-Tse-tung (oder so) und den Witz mit dem Affen und der Banane. Ach ja und dann muss Paula der Hilde schnell erzählen, am besten im Facebook-Chat, wie ihr der Otto grad sehr auf den Wecker geht und dass sie schon daran gedacht hat, ihn rauszuhauen. Zickezacke raus.
Es genüge schon, dass er ihr zu Hause auf den Nerv ginge, sie müsse ihn nicht auch noch auf Facebook zum Freund haben. Den eigenen Mann hat man nicht als Freund, das sei pervers, meine zu diesem Thema die Ilse. Andererseits, hier besinnt sich Paula wieder des Eingemachten, könnte sie dann nicht sehen, wen aller der Otto als Freundin hat. Und was die da so für Bilder hochladen von sich. Wer ist diese eine, diese Susi? Kennt man die? Bissl alt schaut die aus für so einen Bikini. So schaut ma nicht aus. Das ist die Trixi, sagt dann die Hilde, mit der bin ich gut, die ist okay, sie is ein bisserl deppert und ja, die Bikini gehn gar nicht mit dem Gwicht, aber bitte, das ist halt die Trixi. Sie schneidet genial die Haare, soll ich mal fragen? (Andrea Maria Dusl, DER STANDARD, Album, 5./6.1.2013)
Facebook Social Media, Twitter

Dienstag, 8. Januar 2013

Max RAM für Mac

Speicher, RAM

Schwierig ist, weil es 4 unterschiedliche Bezeichnung gibt

  1. Modell Nummer mit A..... beginnen: z.B. A1234
  2. Modell Indenfizierung: MacBookProX.Y, z.B. MacBookPro7.1 (steht so auf dem Systembericht)
  3. Und dann gibt es noch die Bezeichnung nach Ausgabe: Late 2010, Mid 2009 usw.
  4. und nicht zuletzte noch die Identifikation über die Serienummer.

Hier finden sich weitere Infos
RAM ram Arbeitsspeicher Mac Nummer

Sozialdiakon / in SDM

Die Ausbildung zum Diakon ist nicht mehr einheitlich, seit es das Diakonenhaus Greifensee nicht mehr gibt.

  • Heute kann am TDS Theologisch-Diakonische Seminar Aaarau eine Ausbilung zum Sozialdiakon gemacht werden. 
  • Eine weitere Möglichkeit ist die doppelte Qualifikation über einen pädagogischen Beruf (z.B. Sozialpädagoge) und einem CAS Diakonie - Soziale Arbeit in der Kirche. Dieser Lehrgang wird von der Zürcher Landeskirche angeboten.
Diakon, Diakonin, SDM, sozialdiakonische Mitarbeiterin, Sozialdiakon

Montag, 7. Januar 2013

Gottesdienst für Männer

Es ist ja schon eigenartig, dass es überhaupt eigenartig anmutet, Gottesdienste für Männer anzubieten.... Dazu habe ich letzter Zeit immer mal wieder etwas gelesen und mache auch bei den Vater-Kind Wochenende die wunderbare und beeindruckende Erfahrung, dass eine ganz besondere Atmosphäre entsteht, wenn Väter / Männer im kirchlichen Kontext unter sich beisammen sind

Bericht von Dienstagsmail

Gottesdienste speziell für Männer

Männergottesdienste in der Kirche in Rheinfelden

Eine Männerbewegung ergattert allmählich ihren Platz in der Gleichstellungslandschaft, schreibt die Aargauer Zeitung «Der Sonntag». Ein Mosaikstein in diesem Angebot ist auch ein Männergottesdienst, der in der katholischen Kirche in Rheinfelden schon einige Male stattfand. Initiator ist Priester Florian Piller. Seine Überzeugung: «Der Kirchenalltag ist vorwiegend auf Frauen ausgerichtet.» An entsprechenden Beispielen mangelt es dem Geistlichen nicht: Der Religionsunterricht werde fast ausschliesslich von Frauen erteilt. In Gottesdiensten werde dem Thema Familie viel mehr Zeit eingeräumt als der Arbeitswelt. Schliesslich wirke die Rhetorik der Kirche mit ihren «Lasst uns-Floskeln» auf Männer eher abschreckend. Die Folge: Männer im Alter zwischen 30 und 50 Jahren hätten sich mehrheitlich von der Kirche abgewandt. «Im Unterschied zu gleichaltrigen Frauen erscheinen sie kaum mehr im Gottesdienst.»
Aus Gesprächen mit Männern weiss Priester Piller jedoch: «Auch Männer haben ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Spiritualität. Auch Männer würden sich zahlreiche existenzielle Fragen stellen: «Wie mit dem Druck der Ernährerrolle umgehen? Was tun, wenn Versagensängste den Schlaf rauben? Wie gleichzeitig attraktiver Liebhaber und fürsorglicher Vater sein?» Kurz: «Wer wäre da nicht zumindest ab und zu überfordert?» Der Männergottesdienst nimmt sich genau diesen Fragen an.
Piller wählt spezifische Bibel- und Textstellen aus, die sich mit dem Thema Männlichkeit befassen. Ausserdem wurden in der Kapelle Bilder von Männern ausgebreitet, die die Gottesdienstbesucher zu Überlegungen anregten, welchem Männerbild sie selbst entsprechen wollen. Schliesslich wurde die harte männliche Schale – wie sie von Herbert Grönemeyer besungen wird – mittels Livemusik angesprochen. Auch da orientiert man sich selbstverständlich am männlichen Groove.
Der US-Autor David Murrow hat seine Erfahrungen dazu im Buch «Warum Männer nicht zum Gottesdienst gehen» (Verlag cap-books) zusammengefasst: «Gott hat Männer für Abenteuer, Leistung und Herausforderung geschaffen, die in der Kirche fast nicht zu finden sind.» Männer aber wollen Realität, nicht Ritual. Vorbild ist Jesus: Wo immer er auch hinging, sorgte er für Aufruhr und Unannehmlichkeiten. Männer werden durch Erfahrungen verändert, nicht unbedingt durch das, was man ihnen erzählt. Und Männer folgen nicht Programmen – sie folgen Männern.
Herzlich, Markus Baumgartner

Männer, Kirche

Sonntag, 6. Januar 2013

Drucker für Smartphone

Gelesen bei Cultofandroid.com: Statt einen einfachen iPhone Drucker zu erfinden....


Polaroid Opening New Stores Dedicated To Printing Your Smartphone Snaps

The Polaroid Fotobar in Delray Beach, Florida.
The Polaroid Fotobar in Delray Beach, Florida.
I can’t remember the last time I picked up a proper camera and took a photograph; every picture I take these days is on a smartphone. The problem with that is, I usually end up transferring them to my Mac, and then that’s where they stay. Forever. Making good quality prints isn’t as easy as it should be.
Polaroid is hoping to change that. The company has announced that is to open a bunch of new Fotobar stores across the United States that are dedicated to printing your smartphone snaps. You can pop in, upload your pictures, edit them, and then print them.
The first Fotobar store will open in Delray Beach, Florida, in February, and at least nine will follow in New York, Boston, Las Vegas, and elsewhere. The Fotobar service began online back in October, and allowed users to upload their snaps from phones and social services like Instagram, then have them printed and sent to them.
So why do we need physical stores?
Well, Fotobar stores obviously allow you to get your hands on your prints there and then. But most importantly, they’ll employ “Phototenders” who can help you perfect your shots to get that “classic Polaroid experience.” It’s great if you have no idea what you’re doing when it comes to photo editing, but you want to ensure your shots look great before you print them.
Will you use Polaroid’s new Fotobars?

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Drucken, iPhone, Smartphone, Selphy