Mittwoch, 5. Februar 2014

Maturaarbeit zu Jugendlichen in der Kirche

Interessanter Artikel bei ref.ch

Was macht Kirchen für Jugendliche attraktiv?


03.02.2014 16:15
Von: ref.ch News

Die Winterthurer Maturandin Sarah Muffler untersuchte, was Frei- und reformierte Landeskirchen für Jugendliche attraktiv macht. Am Inhalt sollen beide Kirchen nichts ändern, die Form wäre aber vor allem bei den Landeskirchen zu überdenken.


Sarah Muffler hat in ihrer 30-seitigenMaturarbeit die Attraktivität der Freikirchen und der reformierten Landeskirche nach verschiedenen Faktoren untersucht. Dazu hat sie eine Online-Umfrage mit 93 Jugendlichen zwischen 13 und 19 Jahren durchgeführt. 25 waren Mitglied einer Freikirche, 59 Mitglied der reformierten Kirche und je fünf Ex-Mitglieder einer Frei- oder Landeskirche. 
Bei den Predigern haben die jungen Freikirchler deutlich weniger Mühe als die Landeskirchler. «Die Pfarrer der Landeskirchen würde ihre Predigt schlicht zu langweilig für Jugendliche gestalten», heisst es. Aktuelle Themen würden vernachlässigt, die Predigt sei oft monoton und humorlos. Bei den Freikirchen würden dagegen «Offenheit, Humor und spürbare Begeisterung» gelobt.
Landeskirche: Kritik erwünscht
Während in der freikirchlichen Predigt Kritik an der Bibel generell unerwünscht ist, ist sie bei der landeskirchlichen Predigt ausdrücklich gefragt: 88 Prozent der Befragten möchten, dass die reformierte Pfarrerin die Bibel hinterfragt. Bei den jungen Landeskirchenmitgliedern stösst gemäss Muffler zudem die ablehnende Haltung der Freikirchen gegenüber Homosexualität oder Sex vor der Ehe auf.
Bei der Form der Gottesdienste schneiden die Freikirchen klar besser ab. Während bei ihnen die Musik und die Stimmung hoch im Kurs ist, wird eine «kalte Atmosphäre» bei den Landeskirchen kritisiert, bei der man sich nicht wohl fühle. Aber: «Freikirche- und Landeskirchengänger haben dieselben Ansprüche an Musik und Stimmung. Doch nur die Freikirchen erfüllen diese Wünsche ihrer jugendlichen Mitglieder.» Gemäss der Umfrage wären die Landeskirchenmitglieder mit der Form von freikirchlichen Gottesdiensten glücklicher. Sie sei ein grosser Schwachpunkt der reformierten Kirche.
Die Autorin Sarah Muffler besucht die Kantonsschule Rychenberg in Winterthur und hat 2013 am Theologielager «Campus Kappel» teilgenommen.   

Kirche, Jugend, Junge Erwachsene

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