Sonntag, 28. September 2014

Lobpreis

Zum Nachdenken - wie Lobpreis eben nicht sein soll


Lobpreis, Worship

Mittwoch, 24. September 2014

Abschiedsrede

Hier eine feinfühlige Verdankung / Abschiedsrede, die zwar so publiziert wurde, ich aber dennoch etwas anonymisiert habe.

"Lieber Max Muster, geschätzte Anwesende
Es ist höchste Zeit, weil gleich sitzt da vorne wahrscheinlich ein Anderer. Es ist meine Aufgabe, deine Arbeit, Max Muster, als Präsident der Amtszeit von zu verdanken und ich möchte Dir und ihnen allen dazu zunächst ein Comic zeigen.

Die Peanuts werden die meisten hier kennen. Das sind kurze Geschichten in vier Bildern, die oft mehr sagen als so manche Predigt von fünf Seiten.

Linus sagt: "Schülersprecher? Ich?", seine Schwester Luzie: "Warum nicht? Ich leite deine Kampagne", Linus: "Ich schaff das nie im Leben… Denk an all die Arbeit… Denk an die Verantwortung…", Luzie: "Denk an die Macht." und Linus: "Ich mach's!!"
Dieser Comic zeigt nicht, wie Max Muster funktioniert und wie er seine Arbeit als Präsident verstanden und gemacht hat, er zeigt ganz genau das Gegenteil.
Max Muster hat sich nie aufgedrängt, höchstens durch sein klares, analytisches Denken.
Er hatte keine riesengrossen Zweifel, dem Amt nicht gewachsen zu sein, denn er konzentrierte sich von Anfang an auf das Wesentliche - auf seine Arbeit, und die ist ganz klar umrissen - ohne Hintergedanken.
Er scheute die Arbeit und die Verantwortung nicht und ihm ging es nie um Macht.
Dieses Amt des Präsidenten ist das höchste Amt in unserem Kanton.
Und wir hatten die letzten vier Jahre einen Präsidenten der ganz und gar den Amtsgeschäften verpflichtet war und null Machtgelüste und Geltungsdrang hatte, nicht mal versteckte - sie sind ja meistens versteckt.
Ich würd dich gerne mit dem König Salomo vergleichen (er hatte ein paar mehr Kinder als du, aber sonst…), König Salomo hat gezeigt, wie gute Macht, wenn schon, aussehen kann: Wenn sie gepaart ist mit Herz und Verstand.
Beides hat Salomo von Gott bekommen und du offensichtlich auch.
Du Max Muster bist Abgesandter seit 1990, so lange gehörst du schon diesem Verein an und du wirst ihr auch weiterhin erhalten bleiben. 
Im Vorstand warst du seit 1998.
Ab 2006 als Vizepräsident zusammen mit dem damaligen Präsidenten Bruno Irgendwas.
Ich erinnere mich noch sehr gut, weil es für mich eine der bewegendsten Zeiten war, dass und vor allem wie Bruno Irgendwas dir gedankt hat, als du in Vertretung für ihn als Vizepräsident eine Versammlung im November 2008 geleitet hast und nicht nur dafür gedankt hat, sondern dass du mit deiner tiefen Freundlichkeit zusammen mit dem Büro ihm Rückhalt gegeben hast in einer Zeit in der er sonst sehr wenig Rückhalt hatte.
Ab 2010 hast du als Präsident geamtet und du hast das mit Nachdruck getan.
Das lässt sich unschwer an der Anzahl Versammlung erkennen, die du präsidiert hast - es waren 15. Acht ordentliche und sieben ausserordentliche.
Zusammen mit der einen, die du als Vize präsidiert hast, sind das also 16 Versammlungen und damit genau 2 Amtszeiten in einer.
Ganz ruhig und souverän und mit zunehmender Lockerheit und erheiternden Bemerkungen hast du die Versammlung geleitet.
Es gibt ja einen ziemlich schrecklichen Witz über Politiker und den mute ich dir und ihnen allen jetzt auch noch zu: Ein Präsident kommt in den Himmel und wird von Petrus begrüsst. Er blickt sich um und sieht eine riesige Zahl von Uhren. Der Präsident fragt Petrus, was das bedeuten soll. "Nun, jede Kirche hat eine Uhr. Wenn die Versammlung eine Fehlentscheidung trifft, rücken die Zeiger ein Stück weiter." Der Präsident schaut noch einmal in die Runde und fragt dann:" Und wo ist die Uhr unserer Kirche?" "Ja", meint Petrus, "die hängt in der Küche als Ventilator!"
Du warst dir nicht zu schade, Max Muster, dich zu entschuldigen, wie gerade eben auch, wenn du meintest, einen kleinen Fehler im Leiten der Versammlung begangen zu haben.
Aber was dich auch auszeichnet: Du hast manchmal während der laufenden Amtsdauer, manchmal später, präzise nachgeforscht und meistens - das muss ich jetzt einfach sagen – war's eben doch richtig, wie du’s gemacht hast.
Mit deiner präzisen Vorbereitung hast du vor allem das Haupttraktandum der ausserordentlichen Versammlung - unsere neue Ordnung - so souverän geleitet.
Du warst als Präsident in dieser Zeit ein Glücksfall für unsere Versammlung, ich könnte besser sagen: ein Segen.
Im Übrigen auch für das Büro - die Zusammenarbeit mit dir war wirklich richtig schön - auch in den letzten Wochen und Monaten. 
Das Vorstand und vor allem auch du hast da einiges einstecken müssen…
Der Dichter Stefan Zweig hat 'mal geschrieben: Es geht nicht um Gewinnen oder Verlieren, sondern um die Haltung.
Das denke ich auch.
Deine Haltung war zu jeder Zeit aufrecht und klar.
In letzter Zeit, wir haben es gehört, waren einige nicht einverstanden, fehlende Transparenz wurde bemängelt.
Seit ich im Vorstand bin, war nie mehr Transparenz. Und in anderen Kirchen ist es auch nicht so. Da haben sich einfach die Bedürfnisse bei uns geändert und über die Gründe dafür lässt sich nur mutmassen.
Ich denke, es ist gut, dass der Präsident nach vier Jahren Amtszeit nicht sofort wieder wählbar ist und dass man aufhören kann, bevor die Wunden zu gross werden.
Aber nun möchte ich dir im Namen von uns allen ganz herzlich danken für die viele Arbeit, die du dir gemacht hast, für die Leitungsverantwortung, die du übernommen hast, für deinen Dienst an unserer Kantonalkirche.
Und ich möchte dir danken für deine Haltung, dein Rückgrat und für viel Menschlichkeit.
Denn ich glaube das vor allem zählt bei Gott.
Und das ist wichtiger als jedes Amt.

Danke Max Muster

Montag, 22. September 2014

BookBook

Statt iBook, eBook, Amazon Book usw. nun einmal ein BookBook.

Wäre genial diesen Film auf die Bibel umzumünzen....



Buch, Bibel, eBook

Sonntag, 21. September 2014

Webcam Compro TN900RW

Kleiner Erfahrungsbericht zur Compro TN900RW
Kamera direkt im Web einbinden
  • Kamera eine feste IP geben (-> Setup -> Network -> Ethernet (wenn mit Kabel) oder -> WLAN), z.B. 192.168.1.99
  • Dann im Router auf diesen IP eine Port 80 Weiterleitung einrichten mit TCP, vgl. Handbuch Seite 9-6
  • Dann von http://www.wieistmeineip.ch die eigene IP im Netz heraussuchen, oder diese mit DynDNS erstellen
  • Dann unter Setup einen User nur Viewer machen und ein Passwort vergeben
  • Sodann kann man mit diesem Befehl direkt auf das Bild zugreifen. (Siehe Anleitung hier)
http://IPADDRESS/snapshot.jpg?user=[USERNAME]&pwd=[PASSWORD]&strm=[CHANNEL]
also z.B.
http://188.99.99.141:80/snapshot.jpg?user=sonne&pwd=mond&strm=4
  • Ich habe nicht herausgefunden was der Channel zu bedeuten hat.
  • Die Website müsste jetzt dieses snapshot.jpg jeweils neu laden. Vielleicht ist es einfache einen iframe zu machen der sich neu lädt?
Für einen Live Stream einbinden braucht es nur eine kleine Anpassung

http://IPADDRESS/mjpeg.cgi?user=[USERNAME]&pwd=[PASSWORD]&strm=[CHANNEL]
also z.B.
http://188.99.99.141:80/mjpeg.cgi?user=sonne&pwd=mond&strm=4

Und schon hat man einen perfekten Live Stream mit der Compro TN900RW.

Mit dem iPhone kann man dann den Live Stream in allen Richtungen verschieben.

Der Benutzer muss angelegt werden (Hinzufügen) und dann nochmals die Seite gespeichert werden.


Steckleiste
Die Compro TN900RW kann auch einen Infrarot Sensor ansteuern. Für was man damit einen Fernsehen ein oder ausschalten soll, weiss ich nicht. Aber man kann damit auch eine Steckleiste und damit Strom für irgendetwas ein- und ausschalten. Leider habe ich diese Steckleiste in der Schweiz nicht gefunden. 
Bei Amazon gibt es diese:


Diese Steckleiste dürfen nicht verwechselt werden mit den Funk-Steckleisten, die es weit aus häufiger gibt.

 Hinweis des Verkäufers www.brack.ch


Ein bisschen wie ein Spielzeug sieht sie schon aus, die kompakte Indoor-Tag-/Nacht-Netzwerkkamera TN900RW von Compro. Doch hat sie einige pfiffige Funktionen eingebaut, weswegen sie es wert ist, hier vorgestellt zu werden. Beispiel gefällig? Welche IP-Cam für unter 300 Franken kann sonst noch Infrarotgeräte steuern oder lässt sich durch Temperaturveränderungen aktivieren?
TN900R+BOX
Wirklich toll an dieser Kamera ist bereits die Installation.  Die Kamera einfach mittels Netzwerkkabel (oder WLAN) mit dem Router verbinden, Netzadapter an den Strom anschliessen. Fürs Smartphone oder Tablet die App «C4Home» herunterladen. Die App starten und ein Benutzerkonto eröffnen. Nun den an der Kamera angebrachten QR-Code damit einscannen. Schon wird die Kamera automatisch von der App erkannt.
Schauen, Schwenken, Zoomen, Sprechen
Nach dem Einloggen könnt Ihr über die App das Livebild der Kamera in 720p-Auflösung betrachten, Standbilder davon speichern, den Liveton hören und selbst sprechen – das Gerät unterstützt Zweiwege-Audiokommunikation. Diese Kamera unterstützt Neigen/Schwenken/Zoomen – selbstverständlich könnt Ihr über Euer Mobilgerät auch den Kamerakopf in die gewünschte Blickrichtung steuern und mit Digitalzoom den gewünschten Bildausschnitt wählen.
Benachrichtigungen aufs Telefon
Die TN900RW unterstützt auch Push-Benachrichtigungen. So erfahrt Ihr sofort, wenn die Kamera etwa Bewegung vor der Linse registriert. Ihr bekommt eine Push-Benachrichtigung auf Euer Mobilgerät und könnt in so einem Fall direkt zum Livebild wechseln oder das Standbild ansehen, das die Kamera nicht nur auf eine microSDHC-Karte, sondern auf Wunsch auch auf Dropbox speichert.
Temperaturaktivierung
Der eingebaute Thermo-Sensor eröffnet spannende neue Möglichkeiten. Ihr könnt zum Beispiel einen Komfort-Temperaturbereich programmieren, innerhalb dessen Grenzen sich Familienmitglieder, Tiere und Pflanzen wohl fühlen. Fällt die Zimmertemperatur darunter oder ist sie höher als die von Euch festgelegte Obergrenze, erhaltet Ihr eine Push-Benachrichtigung von Eurer Kamera.
Universalfernbedienung via Infrarot
Witziges Gimmick: Die Kamera verfügt über einen Infrarotsender. Dadurch könnt Ihr über die Mobilgeräte-App infrarotferngesteuerte Geräte (evt. nicht alle) im Blickfeld der Kamera steuern! Zum Beispiel den Fernseher, den Ventilator oder die Stereoanlage. Die entsprechenden Fernbedienungen der Geräte haltet Ihr an die Kamera, um die universelle Fernbedienung in der C4Home-App anzulernen. Radio auszuschalten vergessen? Ihr könnt das jetzt von unterwegs nachholen.

Video


Im Shop

TN900R+BOXDie Compro IP PTZ Cloud Network Camera TN900RW ist auf Brack.ch für 279.– Franken erhältlich. Nebst der Kamera sind im Lieferumfang ein Handbuch, ein Netzwerkkabel, eine Halterung, ein Montageset und ein WLAN-Adapter für den USB-Anschluss der Kamera enthalten. Die Apps gibt's kostenlos in Googles Play- respektive Apples App Store (siehe unten).

Apps


PS: Das Feature zur Steuerung von IR-Geräten funktioniert hervorragend etwa für Hundehalter. Compro hat nämlich auch einen Tierfütterungsautomaten im Angebot (kann jetzt vorbestellt werden; demnächst ab Lager bei Brack.ch). Näheres im Video:

Desweiteren will Compro zur Steuerung von Lampen und anderen Geräten, die keine Infrarotfernbedienung besitzen, einen IR-aktivierten Steckdosenadapter auf den Markt bringen.

Webcam 

Samstag, 20. September 2014

Donnerstag, 18. September 2014

Chile Patriotismus

Chilenischer Patriotismus - wird hier deutlich und unterscheidet sich stark von anderen Patrioten


Porque los chilenos cantamos asi nuestro himno patrio - Vamos Chile from marvin martini on Vimeo.

Eindrücklich wie hier den Mut zugesprochen wird.



0.43 wieder mein Cousin...

Chile

Bibelstellen

Der hat einen Schnabel... Martin Zingsheim



Komedie, Comedy, Bibel Bibelstellen

Theologiestudierende

 In untenstehender Grafik wird die Entwicklung der Anzahl Theologiestudierender im Vollstu- dium (Bachelor- und Masterstudium, früher Lizentiat) der Fakultäten Basel, Bern und Zürich dargestellt. Quelle: Bundesamt für Statistik.
Aus Magazin Bildungskirche


Wenn man nun bedenkt dass die boomenden Studienjahren um 1985 in ca 35 Jahren pensioniert werden, dann ergibt das ab 2020 ein grosser Bedarf an Pfarrpersonen. Und 2020 ist nicht mehr so lange. 2020 ist ziemlich genau eine Studiengeneration von 5-6 Jahren (inkl Vikariat)

Theologie, Pfarrer Mangel

Montag, 15. September 2014

eBook Kritik

Heute gibt es viele eBooks und jedes PDF lässt sich auf dem Tablet lesen, aber Vorsicht. Hier ein Interview mit Typografie-Experte Ralf Turtschi im Tagi:


Sie sagen, das Lesen am Bildschirm sei eine Qual und unnötig anstrengend. Warum?
Für die Leserlichkeit am Bildschirm gelten andere Voraussetzungen als beim Papier. Die Kontrastverhältnisse und die Lesedistanz verlangen eine bestimmte Textgrösse, es geht aber auch um die Auflösung. Die wird zwar zunehmend besser, neue Screens haben eine ähnlich gute Auflösung wie der Druck. Das Problem ist jedoch, dass die Schriften heute für eine Grösse von zwölf Punkt optimiert sind. Die Grundschrift eines Magazins oder einer Zeitung liegt aber im Bereich von acht bis neun Punkt.
Warum ist das ein Problem?
Je kleiner die Schrift abgebildet wird, des­to grösser muss der Abstand zwischen den Buchstaben sein. Wenn das nicht der Fall ist, laufen die einzelnen Buchstaben bei kleinen Schriftgrössen am Bildschirm optisch zusammen. Ein kleines M kann man beim Lesen kaum von zwei N unterscheiden. Die Unterscheidung der Buchstabenformen und Abstände beeinflusst die Geschwindigkeit beim Lesen.
Werden Schriften nach wie vor für den Druck gestaltet, obwohl immer mehr Texte am Bildschirm konsumiert werden?
Ja. Es gibt zwar Schriften fürs Web, die man gut lesen kann. Die meisten Schriftgestalter zeichnen ihre Schriften aber nach wie vor für den Druck. Die Webentwickler ihrerseits sind häufig Leute mit IT-Hintergrund. Oft ist auch wenig Wissen in Agenturen vorhanden, wie eine Schrift zugerichtet werden muss, damit sie auf dem Bildschirm ­leserlich ist.
Das heisst, es fehlt das Verständnis für das Medium Bildschirm?
Personen, die Texte für den Bildschirm – übrigens auch für Print – aufbereiten, sind sich selten bewusst, wie man optimale Leserlichkeit erreicht. Dabei ist dies uraltes Wissen. Wenn im 18. Jahrhundert die Buchstaben einer Blei­schrift gegossen wurden, skalierte man nicht einfach auf verschiedene Grössen. Die Garamond war für 20 Punkt anders geschnitten als für 6 Punkt, die grössere Buchstabenabstände aufwies. Die Laufweitenkorrektur wurde ganz automatisch berücksichtigt.
Wer mit Büchern aufgewachsen ist, ist das Bildschirmlesen nicht gewohnt. Heute starren Kinder aber schon im Kindergarten auf Displays.
Beim Lesen sind wir alle auf Wortbilder konditioniert. Nachdem wir in der Schule das Lesen gelernt haben, haben wir diese Wortbilder durch Übung tausend- und millionenfach vor Augen. Im Hirn funktioniert ein Wortbild wie ein virtuelles Schlüsselloch. Je besser das erfasste Wortbild in dieses virtuelle Schlüsselloch passt, desto leichter entschlüsseln wir den Inhalt. Da kann man sich durchaus umgewöhnen. Das gelingt aber nicht, wenn die Buchstaben optisch zusammenwachsen und kaum mehr unterscheidbar sind.
E-Books haben gedruckten Büchern etwas voraus: Schriftgrösse oder Zeilenabstand lassen sich einstellen.
Das finde ich grundsätzlich komfortabel. Die Schrift selbst wählen zu können, ist cool. Doch auf den E-Readern finden sich immer die genau gleichen alten Schriften. Zum Beispiel die Palatino aus dem Jahr 1950 und die Times New Roman von 1931. Das kommt mir vor, als würde man heute ein Auto mit eisen­beschlagenen Rädern fahren. Und auch die Helvetica von 1957 ist nicht totzukriegen – es ist etwa so sexy, wie mit einem postgelben VW-Käfer herumzufahren. All diese alten Schriften wie Didot, Courier, Bodoni, Caslon, Futura, Baskerville, Cochin und so weiter wurden nie für den Bildschirm gezeichnet. Sie erfüllen die hohen Ansprüche an die Leserlichkeit auf mobilen Lesegeräten überhaupt nicht.
Was verbessert die Lesbarkeit?
Verschiedene Faktoren, zum Beispiel ist schwarze Schrift auf weissem Hintergrund am besten lesbar. Aber es gibt Gestalter, die es für eine gute Idee halten, eine dünne Helvetica Light noch auszugrauen. Der Leser sitzt dann mit seinem Tablet am Strand im hellen Licht, wo die Schrift auf dem Screen an sich schlecht zu erkennen ist – und mag den Text überhaupt nicht mehr konsumieren. Dabei hat jeder Text den Anspruch, gelesen zu werden, sonst ist er sinnlos.
Die Gestalter und Designer setzen die falschen Prioritäten?
Leserlichkeit muss im Grundtext das erste Ziel sein. Doch mit einer Website oder einer App, die angenehm lesbar ist, sind für Gestalter und Entwickler keine Lorbeeren zu gewinnen. Die holt man mit Buttons, Farben oder Bewegtbildern. Wenn Reiter abgerundet sind, wenn es Schlagschatten und 3-D-Effekte hat, dann finden das alle obergeil.
Ist das die Schuld der Anwender, die nach neuen Funktionen gieren, statt auf leichte Benutzbarkeit zu achten?
Für mich lautet die Frage: Wer gestaltet die Schriften? Früher waren das typophile Leute wie Adrian Frutiger, der sich intensiv mit Leserlichkeit auseinandersetzte und in der Signaletik hundertprozentig sattelfest war. Das waren Schriftsetzer, die das von der Pike auf gelernt hatten. Doch was passiert heute? Durch leistungsfähige Tools kann jeder alles in drei, vier Tagen selbst machen. Heerscharen von Quereinsteigern haben eine Schnellbleiche bekommen und von ­Leserlichkeit noch nie gehört.
Sie geben also Andrew Keen recht? Er hat im Buch «Cult of the Amateur» angeprangert, dass durch die technische Revolution Amateure das Ruder übernehmen.
Ich traue mir nicht zu, das bezüglich der Technik abschliessend zu bewerten. Ich kann aber das Visuelle und das Grafische beurteilen. Und was hier an sogenannten Neuerungen auf uns zukommt, ist grundlegend falsch, katastrophal in meinen Augen.
Zum Beispiel?
Die Benutzeroberfläche von Apple (AAPL 101.63 -0.03%mit der dünnen Schrift und den hauchdünnen Linien: Die sind für Leute mit Sehschwäche eine Zumutung.
Dieses Design wurde aber nicht von einem Amateur gemacht, sondern von Sir Jony Ive, Apples Designguru.
Apple ist eine Firma, die sich mit Produktedesign auskennt. Aber sobald es um Typografie geht, sind das die grössten Dilettanten. Das Schriftangebot ist wie aus dem Brockenhaus: uralte Schriften, sehr viel Ähnliches, nichts, was im Kleinen leserlich wäre. Übrigens sind bei den andern Big Playern die gleichen Probleme vorhanden. Eine tolle Schrift zu gestalten, kostet heute ungefähr 100'000 bis 200'000 Franken. Apple könnte locker zehn tolle und moderne Schriften für die ganze Welt entwickeln und sie meinetwegen «Apple Grotesk» und «Jobs Serif» nennen.
Das würde aber kaum so grosse Wellen werfen wie ein grösseres iPhone oder eine neue Armbanduhr.
Ist es nicht schade, wenn man in einer Entwicklung wie den Apps mittendrin stehen bleibt? Warum nicht Design für mehr Leserlichkeit? Es kommt hinzu, dass die Amerikaner ein anderes typografisches Bewusstsein haben als wir Europäer. Da kann ein Blocksatz auch riesige Löcher haben – sie haben eine viel höhere Schmerzschwelle als wir. (Tages-Anzeiger)

eBook, PDF, Reader

Notfall beim Mac

Was tun, wenn der Mac einmal nicht mehr will. Das kommt bei mir ganz selten vor. Doch gerade neulich hat sich die Festplatte langsam verabschiedet, immer mehr und mehr.

Mein Tipp: Monatliches Carbon Copy Cloner - dann ist das ganze System 1:1 kopiert und die Daten bei Google Drive. Damit hatte ich beim letzten Festplatten Crash eine einfach Hilfe - ich habe nur vergessen die Mail Ordner zu sichern. Da hat mir ein Kollege mit eines dieser Programme ausgeholfen...

Hier ein Betrag von Maclife

Wartungsprogramme für den Mac: Wirklich hilfreiche Apps oder nur teure Placebos?

Nachdem die letzte Woche, aber auch die kommenden Tage und Wochen ganz im Zeichen des iPhone 6 und der Apple Watch standen beziehungsweise weiterhin stehen, geriet der Mac fast schon etwas in Vergessenheit. Ein wichtiges Thema sind Wartungsprogramme für den Mac, die in Foren oft als letzter Ausweg bei Problemen mit dem System empfohlen werden. Aber tun die Programme eigentlich etwas, was der Mac nicht selbst erledigen kann? Schaden die Apps dem System vielleicht sogar? Wir haben einmal eine Auswahl der beliebtesten Tools unter die Lupe genommen.
Geschrieben von 
15.09.2014 - 11:42 Uhr
Apple hat die Tiefen des Systems recht gut vor dem Zugriff des Anwenders abgeschirmt. Als entfernter Verwandter von Linux und UNIXSystemen sollte ein Eingreifen des Nutzers ins Mac OS ohnehin weitgehend überflüssig sein. Wartung für  Ihren Mac – diese Bereiche bearbeiten die Tools: Es sind drei große Bereiche, die von den angebotenen Wartungsprogrammen erreicht werden. Viele holen eine ganze Reihe von Systemkommandos oder im Betriebssystem versteckte Schalter an die Oberfläche. Statt einer langen und kryptischen Zeichenkette, die Sie im Terminal eintragen müssen, genügt dann ein Mausklick, um die gleiche Funktion zu erreichen. Der zweite Bereich umfasst die auf der Festplatte gespeicherten Dateien. Mehr Platz und ein stabileres System verheißen die Programme, die versprechen, Apps vollständig zu entfernen und überflüssige Dateien löschen zu können. Schließlich können auch Systemparameter, die vom Mac überwacht werden, ausgelesen werden. Damit erhält der Anwender die Möglichkeit, bei eventuellen Problemen einzugreifen.

Außer Konkurrenz und hilfreich: TinkerTool

Wenn Sie an der Genius-Bar überhaupt einmal unter der Hand lobende Worte für ein Wartungsprogramm hören werden, dann gehört TinkerTool dazu. Die Software, die Sie ausschließlich über die Seite des Entwicklers beziehen können, greift nicht weiter in das System ein, sondern stellt lediglich ohnehin vorhandene Schlüssel und Werte über eine einheitliche Oberfläche bereit. Wollen Sie zum Beispiel verhindern, dass derMac automatisch auf einem Netzlaufwerk seine„DSStore-Dateien“ anlegt, die Windows-Nutzer nur verwirren: Ein Mausklick genügt! Oder Sie fertigen Screenshots zukünftig ohne Schatten an. Oder Sie schalten das Dashboard vollständig aus. Oder, oder, oder. TinkerTool überwacht keine Systemfunktionen und verspricht keine Optimierung. Dafür arbeitet die Software sehr zuverlässig und kann alle Änderungen auch wieder rückgängig machen.

Cocktail

Cocktail kombiniert auf der einen Seite Schalter und Optionen wie das gerade vorgestellte TinkerTool. Auf der anderen Seite können Sie damit auch eine ganze Reihe von Bordmitteln Ihres Macs ansteuern und interne Werkzeuge starten, zum Beispiel die Netzwerkdiagnose. Zusätzlich erreichen Sie direkt aus dem Programm heraus auch eine ganze Reihe von Optionen der Systemeinstellungen. Wenn Sie alle wichtigen Optionen Ihres Macs unter einer Oberfläche bedienen wollen, haben Sie in Cocktail das passende Programm gefunden. Dank der übersichtlichen Oberfläche können auch weniger erfahrene Nutzer die Software bedienen. Allerdings werden gerade diese User durch die doch eher spärlichen Informationen zu den Funktionen oft im Unklaren gelassen. Ein paar unbedachte Änderungen bei der „Optimierung“ der Netzwerkverbindung können zum Beispiel unter Umständen dazu führen, dass die Verbindung mehr Probleme als vorher bereitet. Hier würden bessere Hinweise und Warnungen der Software gut tun.

CCleaner

CCleaner gibt es in der Windows-Welt bereits seit einigen Jahren. Da war es nur konsequent, auch eine Version für den Mac umzusetzen. Das Programm kann kostenlos heruntergeladen werden. Der Cleaner kümmert sich um Cache-Dateien des Systems und von Anwendungen. Was untersucht werden soll, wählen Sie auf Wunsch manuell unter der sehr  wird optional zunächst ein Probedurchgang gemacht. Mit einem Doppelklick auf einen Eintrag in der Ergebnisliste sehen Sie anschließend, was entfernt werden wird. Erst wenn Sie „Start“ drücken, beginnt der eigentliche Löschvorgang. 
Im Abschnitt „Extras“ ist dann auch die De-Installation von Anwendungen möglich und der Zugriff auf die Startelemente des Benutzerkontos. Gerade Umsteiger aus der Windows-Welt werden sich mit CCleaner sofort heimisch fühlen. Allerdings erfüllen auch die Caches von Anwendungen eine Funktion und sparen letztlich Zeit. Und das gezielte Löschen des Cache oder von Cookies ist auch unmittelbar im Browser möglich. So besteht der Hauptnutzen der Anwendung in der gesparten Zeit, nicht mehrere Programme aufrufen zu müssen.

BORDMITTEL ALS ALTERNATIVE

Natürlich sieht eine grafische Zusammenfassung der Belegung der Festplatten schick aus. Wer aber auf bunte Balken oder ein Tortendiagramm verzichten kann, findet die gleichenInformationen etwas durch Eingabe von du -sh *. Disk Usage (du) kann auf bestimmte Ordner oder das gesamte System angewendet werden. Mit „sh“ fordern Sie eine Zusammenfassungund die Ausgabe in für Menschen lesbarer Form an. Viele andere Funktionen, derer sich die Wartungsprogramme bedienen, können Sie im Zweifel auch direkt auf dem Mac selbst starten, wenn Sie sich die Dienstprogramme einmal genauer ansehen oder das Festplattendienstprogramm starten.

Clean My Mac 2

Die Software gehört zu den Anwendungen, die das System aufräumen und von „Ballast“ befreien wollen. Die Bedienung ist äußerst einfach. Nach dem Programmaufruf untersucht die Software das System automatisch und informiert Sie darüber, wie viel Festplattenplatz wieder gewonnen werden kann. Je nach Alter des Systems erscheint ein teilweise überraschend hoher Wert. In den verschiedenen Rubriken lassen sich die zu löschenden Dateien und Bereiche manuell korrigieren. Entfernt werden Cache-Dateien (System und Browser) und Dateien, die nach einer De-Installation zurückgeblieben sind. Als Ballast sieht die App aber auch die Sprachdateien von Programmen an, die nach den Einstellungen des Systems nicht benötigt werden. Das Programm empfiehlt seinem Anwender, die integrierte Funktion zum De-Installieren von Anwendungen zu verwenden, statt diese über den Papierkorb zu entsorgen.
Dabei sollten dann auch alle Spuren auf dem System entfernt werden. Clean My Mac erledigt die versprochenen Aufgaben. Allerdings ist es durchaus ratsam, nicht zu vorschnell eine Aktion auszuführen, sondern sich anzusehen, was genau entfernt werden soll. Überprüfen Sie immer erst auf neue Updates und spielen sie diese ein, bevor Sie mit dem Programm eine andere App entfernen. Denn beim Löschen einer App können auch Systemkomponenten entfernt werden, in denen zum Beispiel Lizenzschlüssel gespeichert waren. Allerdings zeigt sich Clean My Mac etwas störrisch, wenn es um die eigene De-Installation geht. So wurde ein im Hintergrund laufender Prozess installiert, den Sie nur entfernen können, wenn Sie die Software über das eigene Installationsprogramm löschen.

Mac Keeper

Nicht zuletzt wegen intensiver Marketingbemühungen hat Mac Keeper in den vergangenen Jahren eine gewisse Bekanntheit erreicht. Auf der Seite des Herstellers laden Sie sich eine kostenlose Testversion auf Ihren Rechner. Die schick gestaltete Oberfläche hat ganz eindeutig den durchschnittlichen Anwender im Blick. Direkt nach dem Start unterzieht das Programm das System einem Test. Wie kaum anders zu erwarten, wird es auch schnell fündig und identifiziert eine ganze Reihe von Problemen. Doch eigentlich ist darunter keines, das wirklich ernst ist, auch wenn die App das anders sieht. Jede Datei im Cache und jede ungenutzte Sprachdatei wird von Mac Keeper als Problem betrachtet. Und im Bereich „Sicherheit“ meldet das Werkzeug gleich zwei gravierende Schwierigkeiten, die sich lediglich durch die Installation zweier Zusatzkomponenten beheben lassen.

Mac Pilot

Mac Pilot bietet Ihnen den Zugriff auf wirklich jeden Hebel und jede Option Ihres Systems. Die verschiedenen Programmbereiche sind über eine baumartige Struktur erreichbar. In der Mitte des Programmfensters sehen Sie stets eine Zusammenfassung der verschiedenen Optionen und damit einen Kompromiss aus den möglichen Einstellungen. Über den Schalter „Advanced“ rufen Sie die Details auf. Dort ist zu jedem Eintrag auch eine kurze, englischsprachige Erläuterung vorhanden. Lobenswert: Die Entwickler verstecken vor Ihnen nicht die genutzten Systemschalter, sondern verraten Ihnen das Terminalkommando, mit dem Sie den gleichen Effekt erzielen könnten.
Bei dermaßen vielen Optionen ist Vorsicht besser als Nachsicht. Lesen Sie sich die Beschreibung also aufmerksam durch und machen Sie von der durchdachten Funktion Gebrauch, Wiederherstellungszeitpunkte zu definieren. Damit kehren Sie gezielt zu einem bestimmten Zustand zurück. Zusätzlich integriert Mac Pilot auch einige Werkzeuge, mit denen Sie zum Beispiel die Receipts (Quittungen) des Systems erreichen. Wenn Sie sich diese ansehen, können Sie eine App manuell vollständig vom System entfernen.

Techtool Pro

Mit einem Preis von knapp 90 Euro gehört Techtool Pro in der Version 7 zu den teuersten Apps in diesem Parcours. Dafür sind im Programm auch Funktionen enthalten, die Sie so bei keinem anderen Werkzeug finden. Dies beginnt etwa mit Tests der Hardware Ihres Macs. Techtool unterzieht sowohl die Chips des Arbeitsspeichers als auch der Grafikkarte einem ausführlichen Test. Werden hier Probleme festgestellt, könnten sich damit Systemabstürze erklären lassen. Der Werkzeugkasten umfasst darüber hinaus Anwendungen, mit deren Hilfe Sie die Festplatte des Systems klonen, freien Platz optimieren, Dateien shreddern oder auch wiederherstellen können.
Oder wollen Sie die Anzeige kalibrieren? Auch das ist mit der Software möglich. Wertvoll sind auch die beiden Bestandteile, mit denen Sie zum einen eine Rettungspartition anlegen, die neben einer Kopie Ihres Systems auch bereits Techtool enthält. Die zweite Komponente klinkt sich in die Systemeinstellungen ein und überwacht den Rechner auf Fehler, die ein Eingreifen notwendig machen könnten, wie zum Beispiel Rückmeldungen der Festplattendiagnose. Mit Techtool Pro verändern Sie nichts an der Optik des Systems oder erreichen versteckte Schalter. Sie erhalten aber ein professionelles Diagnosewerkzeug an die Hand, mit dem sich etwa schwerwiegender Probleme mit der Festplatte beheben lassen.

START FREIGEBEN

Bei den meisten Werkzeugen wird Sie Mavericks daran hindern, das Programm unmittelbar zu starten. Sie erhalten die Fehlermeldung, dass der Entwickler nicht verifiziert ist. Bestätigen Sie den Hinweis und öffnen Sie den Ordner mit den Programmen im Finder. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Programmnamen und wählen Sie „Öffnen“. Sie erhalten noch einmal einen Hinweis, können die App aber hier mit „Öffnen“ starten. Danach funktioniert der Start auch direkt.

Yasu

Das kleine Programm laden Sie sich direkt unter www.yasuapp.net auf Ihren Mac. Der einzige Zweck der App ist das Löschen von Cache-Dateien, Log-Dateien sowie das Starten von Wartungsskripten des Macs. Außerdem wird auf Wunsch auch die Reparatur von Zugriffsrechten der Festplatten angestoßen. Sind die Aufgaben erledigt, startet das System neu. Einfacher kann ein Wartungstool wohl nicht sein.

Fazit

Wunder vollbringt keines der vorgestellten Programme. Ihr Einsatz kann aber durchaus sinnvoll sein, wenn Sie auch die verborgenen Schalter und Optionen Ihres Macs erreichen wollen. Je stärker sich die Entwickler auf wenige Funktionen fokussiert haben, desto überzeugender verrichten die Werkzeuge ihren Dienst. Als Beispiel seien hier TinkerTool, Yasu und Techtool Pro genannt, deren Einsatz durchaus nützlich ist.