Sonntag, 23. November 2014

Hausfrau oder Hausmann

Alltag einer Hausfrau oder Hausmann....

gesehen bei Heftig

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Dies ist eine Geschichte, wie sie nur das Leben schreiben kann. Und wie sie sich millionenfach in unserer Welt abspielt. 
Nach einem ganz normalen Tag im Büro kommt ein Ehemann und Vater von drei Kindern erschöpft nach Hause. Doch was er dort sieht, lässt ihn augenblicklich zur Salzsäule erstarren. Denn in seinem geliebten Familiennest hat offensichtlich eine Bombe eingeschlagen und es regieren Chaos und Verwüstung: Die drei Kinder toben in Schlafanzügen im Vorgarten und bewerfen sich mit Matschepampe. Um sie herum liegen Unmengen an leeren Trinkpäckchen und Hamburger-Schachteln. Die Tür des kleinen Zweitwagens vor der Garage steht sperrangelweit offen, wie übrigens der Eingang zum Haus ebenso. Vom treuen Familienhund fehlt jegliche Spur...
Der Mann bahnt sich vorsichtig seinen Weg durch den Abfall, Richtung Haustür. Es wurde noch schlimmer: Das Wohnzimmer sah aus wie ein Trümmerfeld. Die teure Designerlampe wurde zur Wurfschleuder umfunktioniert und lag zerstückelt auf dem Boden. Der kleine Perser-Teppich, der sonst immer am Eingang lag, war mit irgendeiner glibbrigen Masse an die Wand gekleistert. Der Fernseher plärrte auf voller Lautstärke die Abenteuer von Roadrunner und dem Koyoten ("Meep-Meeeeeep") und vom Fußboden sah man rein gar nichts mehr. Überall nur Spielkram, Lolli-Papier, Puppenkleider und zerfledderte Ausmalbücher. Und das war nur der Aufgalopp!
Ein Blick in die Küche und das Fiasko nahm seinen Lauf: In der Spüle türmte sich der Abwasch wie das Matterhorn. Auf dem Tisch konnte man wunderbar erkennen, was das Frühstücksmenü bereit hielt (hoffentlich wirklich Müsli...). Die Kühlschranktür stand sehr einladend offen und überall waren kleine Spuren von Hundefutter verteilt. Achja, dann knirschte etwas unter seinem Fuß: Seine Lieblingstasse war in 1000 Teile zersprungen und lag in einem kleinen Berg von Spielsand. Auch das noch...
Schnell hechtete er zur Treppe und über weitere Spielsachen und Kleidungsfetzen fand er schließlich den Weg ins Schlafzimmer. "Irgendwo muss doch meine Frau sein", dachte er schon leicht verzweifelt. "Um Himmels Willen, wenn ihr etwas passiert ist?!? Hier stimmt doch so einiges nicht!"
Er zuckte kurz zusammen, als er in etwas matschig-feuchtes trat. Es war eine Pfütze vor dem Badezimmer, denn das Waschbecken lief über. Klopapierfetzen, wohin das Augen reichte. Überall Handtücher, um den Ozean zu stoppen. Eine Duschgel-Flasche schwamm obenauf und kleine Seifenblasen bildeten sich. Der Spiegel war mit Zahnpasta dekoriert. Dort stand: "Home sweet Home!".
Nun hielt ihn nichts mehr auf. Er rannte Hals über Kopf ins Schlafzimmer und fand, wonach er suchte: Seine Frau lag in aller Seelenruhe im Ehebett, noch immer in ihrem Lieblings-Schlafshirt und las lächelnd ein Buch. Sie schaute kurz auf, als ihr Gatte schnaufend ins Zimmer kam und fragte ganz beiläufig: "Na, Schatz! Wie war so dein Tag?" Er traute seinen Ohren kaum und konnte nur noch matt entgegnen: "Was...ist...hier...passiert...?"
Sie lächelte unbeirrt weiter und sagte: "Weißt du, sonst fragst du mich ja abends immer nur, was ich eigentlich so den lieben langen Tag gemacht habe. Du erinnerst dich?" Er konnte nur noch ein leises und schuldbewusstes "Ja..." stammeln. "Tja, mein Schatz. Und heute habe ich es einfach mal NICHT gemacht. Und, merkst du was?"

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