Samstag, 6. Dezember 2014

Dicke Menschen

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Bericht im Blick:

Vor allem Männer leider darunter: Von der Hüfte abwärts sind sie normal gebaut bis dünn und auch ein Brustbild lässt keinen Verdacht auf Übergewicht aufkommen. Die einzige Problemzone ist der Bauch, genauer das in der Bauchhöhle eingebettete Eingeweidefett.
Wie kriegt man das weg? Wer es mit ausgiebigem Joggen versucht hat, ist hinterher oft noch schlechter dran als zuvor. Zwar geht das Gesamtgewicht zurück, auch der Bauch mag schrumpfen, aber die Proportionen stimmen hinterher noch weniger als zuvor. Hungern bringt dasselbe unansehnliche Ergebnis – und darüber hinaus noch ein zerrüttetes Nervenkostüm bis hin zum Burnout.
Der Grund: Bauchfett ist eine von zwei Strategien, mit denen das Hirn mit Dauerstress umgeht. Die zweite und bessere ist Körperfett, kurz Korpulenz.

Fett kommt vom Dauerstress

Der Lübecker Gehirnforscher Achim Peters erklärt das so: Bei Stress arbeitet das Hirn auf Hochtouren und braucht entsprechend viel Energie, sprich Fett. Bei Dauerstress legt es sich eine Fettreserve an. Je nach Veranlagung ist das entweder Bauchfett oder Körperfett beziehungsweise Unterhautfett, das sich vor allem an den Hüften ansetzt.
Die Variante Bauchfett sieht zwar weniger unsportlich aus, ist aber mit einem chronisch erhöhten Kortisolspiegel verbunden. Das schwächt das Immunsystem und nagt an der Muskelmasse. Deshalb überleben korpulente Menschen  Herzinfarkte oder andere schwere Krankheiten meist besser als die «schlanken» mit dem dicken Bauch.
Wer dem Schmerbauch mit Fasten oder Joggen zu Leibe rücken will, dreht damit bloss den Kortisolspiegel auf einen noch höheren Pegel und schiesst ein Eigentor. Ausserdem ist der Hunger am Ende immer stärker. Achim Peters rät deshalb, dem Cortisol mit Entspannungsübung ein Schnippchen zu schlagen. Sein Favorit: Meditation.

Auf Soja-Produkte und Bier verzichten

Eine zweite Strategie zielt auf ein anderes Hormon: Östrogen. Es regt die Zellen dazu an, Fett einzulagern statt Energie zu verbrennen. Gleichzeitig produzieren Fettzellen – insbesondere die der Bauchorgane – Östrogene. Das führt gemäss dem österreichisch-amerikanischen Fitness-Guru Ori Hofmekler zu einem Teufelskreis, weil wir heute von Östrogenen geradezu umzingelt sind. Man findet sie beispielsweise in fast allen Pestiziden. Tiere werden mit Hormonen gefüttert, Östrogene machen Fleisch weich. Unser Fleisch stammt fast ausschliesslich von weiblichen Tieren, während unsere Vorfahren noch alles verzehrten, was ihnen unter die Keule kam. Ferner stecken in unserer industriellen Nahrung viele östrogen-ähnliche Additive. Zudem enthalten Soja-Produkte und Bier ebenfalls viele pflanzliche Östrogene und auch davon essen wir eine ganze Menge.
Dass uns diese Substanzen fett machen, ist nicht das einzige  Problem. Bei Fischen und Molchen etwa führt der Östrogen-Überschuss unter anderem  dazu, dass sich Männchen in Weibchen oder Zwitter verwandeln. Bei Menschen kann er etwa Krebs begünstigen. Grund genug, eine Gegenstrategie zu entwickeln.
Hofmekler rät zu folgendem: Erstens östrogenhaltige Lebensmittel wie Bier, Soja oder Sojaprodukte meiden. Auch Lakritz steht auf der Verbotsliste. Zweitens folgende Lebensmittel häufig verzehren: Alle Kreuzblütler beziehungsweise Kohl, Sauerkraut, Rotkohl usw. Zwiebeln, Knoblauch, Zitrusfrüchte, Beeren, rote Trauben, Nüsse, Omega-3-Öle, Rohmilch, Honig, Blütenpollen, Oliven und Hafer. (die Liste ist nicht vollständig). Drittens: Reichlich mit Kurkuma, Oregano, Thymian, Rosmarin und Ingwer würzen, beziehungsweise entsprechende Tees trinken. Auch Mariendistel und Löwenzahnwurzeln helfen.


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