Freitag, 27. Mai 2016

Auf der Suche nach der Gottesformel

Ein Videoschnipsel auf Facebook von Prof. Harald Lesch: Er ist Professor für Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Lehrbeauftragter für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie München.

Mi 07.10.2009 - 22:15–22:45 ZDF: Auf der Suche nach der Gottesformel (Vgl. sämtliche seiner Sendungen auf Fernsehserien.de)

Alle Sendungen bis 2011 von Harald Lesch sind auf ZDF hier ersichtlich. Leider nicht die älteren Sendungen und damit auch nicht besagte Video. Das Video habe ich aus 3 von 4 Videos des Kanals Starkiller112233 zusammengestellt. (Leider fehlt dort die Sendung 3/4)

Sendung (ohne den 3. von 4 Teilen)

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Nur die Gedanken von Harald Lesch in dieser Sendung

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ZDF schreibt zur Sendung:

Auf der Suche nach der Gottesformel

Wenn Wissenschaft nach dem Glauben forscht

Einst schrieb man unerklärliche Phänomene "höheren Mächten" zu. Der Himmel galt als Hort der Götter. Von dort sandten sie ihre verschlüsselten Botschaften und bestimmten den Lauf der Dinge. Dann eroberten die Naturwissenschaften das Terrain: Die Grenzen der Erkenntnis waren und sind geradezu eine Herausforderung für die Forscher. Lässt sich das bislang Unerklärliche nicht vielleicht doch mit den Methoden der Naturwissenschaften erfassen?  
Betende Frau in Strahlenkreis.
Betende Frau in Strahlenkreis. (Quelle: Getty)
"Abenteuer Forschung" zeigt, mit welchen Methoden Naturwissenschaftler den Grundlagen des Glaubens nachspüren. Professor Harald Lesch nimmt die Ergebnisse und ihre Aussagekraft kritisch unter die Lupe. Derweilen machen sich Wissenschaftler daran, auch noch die letzten Rätsel des Universums bis zum Urknall zu entschlüsseln. 
Der Platz Gottes in der modernen Welt 
Mönch steht neben Globus.
Mönch vor Globus Text 1 (Quelle: ZDF)
In der Geschichte der Menschheit wurden unerklärbare Phänomene in unterschiedlichsten Kulturkreisen meist einer übernatürlichen Kraft zugeschrieben. Doch im Laufe der Zeit lieferten dafür die Naturwissenschaften immer mehr Erklärungen. Im 15. und 16. Jahrhundert gerieten Wissenschaftler in Konflikt mit der katholischen Kirche, die die Deutungshoheit über das Universum beanspruchte.

Doch das neue Bild vom Kosmos war nicht allein das Ergebnis abstrakter Berechnungen. Ihm lagen objektive und nachvollziehbare Beobachtungen zugrunde. Die Erkenntnisse der Astronomen enthüllten eine andere Weltsicht. Im Himmel war kein Platz mehr für Heilige und einen Schöpfer. Haben die Naturwissenschaften mit ihrem Blick in die Tiefe des Weltalls Gott vertrieben, ihn überflüssig gemacht? mehr...
Die Posaunen von Jericho
Naturwissenschaftler versuchen mit verschiedenen Methoden den Grundlagen des Glaubens nachzuspüren. Sogar die Bibel wird auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüft. Archäologen und Materialforscher suchen nach den Ursprüngen von biblischen Erzählungen und stellen die überlieferten Geschichten auf den Prüfstand.  

Ein Beispiel dafür ist die im Alten Testament beschriebene Eroberung Jerichos durch die Israeliten unter ihrem Feldherren Josua. In der Bibel steht, die Posaunen der Priester hätten die Mauern der belagerten Stadt zum Einsturz gebracht. Mithilfe genauer Materialanalysen und Simulationen gehen Wissenschaftler solchen Geschichten auf den Grund und liefern erstaunliche Erkenntnisse. mehr...
Ist Glaube messbar?
Wodurch können Erscheinungen entstehen, wie im Fall der Bernadette Soubirous in Lourdes, wie funktioniert das Gehirn von Nonnen in geistiger Versenkung und was empfinden buddhistische Mönche während ihrer Meditationen?  

Neurophysiologen forschen mit modernsten Techniken nach dem "Sitz" von Religion im Gehirn. Sie suchen nach messbaren Spuren von Glaube und Religiosität. Unterscheidet sich das Gehirn eines Gläubigen von dem eines Nichtgläubigen und wie arbeitet unser Gehirn, während wir glauben? mehr...
Wie Kreationisten die Welt erklären 
Jahrhunderte lang glaubten die Menschen an die biblische Schöpfungsgeschichte. Erst der britische Naturwissenschaftler Charles Darwin stellte diese Auffassung mit seiner Evolutionstheorie infrage. Seitdem schwelt ein Konflikt zwischen Verfechtern der Darwin'schen Evolutionslehre und den Anhängern der biblischen Schöpfungsgeschichte. 

Die Wissenschaft kennt jedoch keinen Stillstand. Sie stellt sich begründeter Kritik und wird, wenn nötig, entsprechend der neuen Erkenntnisse stetig angepasst. Dennoch versuchen manche Menschen auch heute noch naturwissenschaftliche Erkenntnisse mir ihrer religiösen Überzeugung in Einklang zu bringen. Kann das funktionieren? mehr...
Am Anfang war der Urknall 
Blick in das Universum
Universum Text 5 (Quelle: ZDF)
Wo kommen wir her? Wie ist unsere Erde entstanden? Nicht Messungen und Beobachtungen machen den Urknall so rätselhaft, sondern unsere Suche nach dem wirklichen Grund. Der "Big Bang" ist die gängige Theorie zur Entstehung unseres Universums. Der belgische Theologe und Mathematiker Georges Lemaitre, war der Begründer der Urknalltheorie. Doch wie kann die Kirche die Entdeckungen der Wissenschaft mit der biblischen Schöpfungsgeschichte in Einklang bringen? 

Die Grenzen der Erkenntnis werden immer weiter herausgeschoben. Wissenschaftler machen sich heute sogar daran, auch noch die letzten Rätsel zum Urknall zu entschlüsseln. mehr...

Pressetext ZDF

Mainz (ots) - Lassen sich Naturwissenschaften und Religion
vereinbaren? Einst schrieb man unerklärliche Phänomene "höheren
Mächten" zu. Der Himmel galt als Hort der Götter, die den Menschen
verschlüsselte Botschaften sandten und den Lauf der Dinge bestimmten.
Dann eroberten die Naturwissenschaften das Terrain. Die Grenzen der
Erkenntnis waren und sind eine besondere Herausforderung für die
Forscher. Lässt sich das bislang Unerklärliche vielleicht doch mit
den Methoden der Naturwissenschaften erfassen? Am Mittwoch, 7.
Oktober 2009, 22.15 Uhr, geht Prof. Harald Lesch im ZDF-Magazin
"Abenteuer Forschung: Auf der Suche nach der Gottesformel" diesen
Fragen auf den Grund.

Der Konflikt zwischen Verfechtern der Darwin'schen Evolutionslehre
und den Anhängern der biblischen Schöpfungsgeschichte schwelt seit
Jahrhunderten, ohne dass sich ein Konsens abzeichnet. Und Menschen
versuchen bis heute, naturwissenschaftliche Erkenntnisse mit ihrer
religiösen Überzeugung in Einklang zu bringen. Kann das
funktionieren? Und: Worauf gründet sich der Glaube vieler Menschen,
obwohl das naturwissenschaftliche Bild von der Welt doch überwiegend
den Alltag bestimmt?

Prof. Harald Lesch zeigt, mit welchen Methoden
Naturwissenschaftler den Grundlagen des Glaubens nachspüren.
Archäologen und Materialforscher suchen nach den Ursprüngen der Bibel
und stellen die überlieferten Geschichten auf den Prüfstand.
Neurophysiologen forschen mit modernsten Techniken nach dem "Sitz"
von Religion im Gehirn. "Abenteuer Forschung" nimmt die Ergebnisse
und ihre Aussagekraft kritisch unter die Lupe.

Prof. Harald Lesch, Astrophysiker, Naturphilosoph und
Hochschullehrer aus Leidenschaft, stellt seit September 2008 in
"Abenteuer Forschung" im ZDF einmal im Monat aktuelle
Forschungsthemen vor. In der 15. Ausgabe am 4. November 2009, 22.15
Uhr, ergründet die Sendung "Die Wahrheit über Sex: Sind wir Sklaven
der Hormone?"

Fotos sind erhältlich über den ZDF-Bilderdienst, Telefon
06131-706100, und über
http://bilderdienst.zdf.de/presse/abenteuerforschung

Originaltext: ZDF
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/7840
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_7840.rss2

Pressekontakt:
ZDF-Pressestelle
Telefon: 06131 / 70 - 2120
Telefon: 06131 / 70 - 2121

Text von stimme.de

Die Zahl muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Nicht weniger als 95 Prozent der gesamten Menschheit glaubt nach neuesten Erhebungen an irgendwas. Sei's der nette Onkel mit dem weißen Bart, die Wiedergeburt der Seele, Geister aus dem Busch, was auch immer. Ohne den Glauben an übernatürliche Wesen und Phänomene scheinen wir nicht zu können. Dabei herrscht zumindest im Abendland seit ein paar hundert Jahren doch eigentlich ein anderer Diskurs vor, nämlich der der Naturwissenschaften. Wissenschaft und Kirche. Das ist ein mittlerweile mehrfach durchpflügtes Schlachtfeld, in dem Professor Harald Lesch in einer neuen Ausgabe von "Abenteuer Forschung" noch mal ein paar Steine umdreht. Der Naturphilosoph und Astrophysiker von der Uni München ist mit dem Team des ZDF-Wissenschaftsmagazins eine Folge lang "Auf der Suche nach der Gottesformel".

Abenteuer Forschung
Professor Harald Lesch fahndet eine Ausgabe lang nach der "Gottesformel". ZDF / Thomas K. Schumann
Es ist nicht zu viel verraten, wenn man vorwegnimmt, dass auch Professor Lesch am Ende der Sendung den Allmächtigen nicht dingfest machen kann. Spannend und aufschlussreich ist die göttlich-wissenschaftliche Odyssee aber allemal. Und bisweilen auch überraschend. Dass die Bibel kein historisches Buch ist und der dort beschriebene Fall der Stadtmauern von Jericho wohl nicht alleine auf die zerstörerische Kraft von Blasinstrumenten zurückzuführen ist - geschenkt. Exemplarisch aufgerollt wird der Bibelmythos dennoch.

Schon deutlich erstaunlicher ist es, zu erfahren, dass Wissenschaft und Vatikan nicht zu jeder Zeit auf Kriegsfuß standen. Darwin etwa stieß mit seiner Evolutionstheorie in Kirchenkreisen nicht nur auf Widerstand. Und Georges Lemaitre, Begründer der Urknalltheorie, war nicht nur Mathematiker, sondern auch Priester. Dass das Universum auf einen Schlag entstanden sein soll, das gefiel Pabst Pius XII. seinerzeit nicht schlecht. Denn der göttliche Schöpfungsakt ließ sich hier wunderbar dazu denken.

Doch auch die moderne Wissenschaft hat im Zeitalter des Teilchenbeschleunigers den lieben Gott noch nicht zu den Akten gelegt. Hirnforscher haben versucht, den Ort der Religion ausfindig zu machen und sind am sogenannten Schläfenlappen fündig geworden. Bei der Kernspinuntersuchung buddhistischer Betmönche wurde zwar kein transzendentales Wesen sichtbar, aber doch eine interessante Erkenntnis offenbar: Religiosität, und das ist für die Kirche doch eigentlich eine erfreuliche Nachricht, die ist lern- und trainierbar.

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