Freitag, 14. April 2017

Marketing Saas Fee

Interessanter Artikel im Blick über das Dumping Angebot von Saas Fee . Saisonkarte für 222 Fr.

  • 99'999 Saison Karten wurden verkauft
  • Bei einem Tageskartenpreis von 72 Fr. ist die Karte in 3 Tagen amortisiert 
  • Interessant wäre zu wissen wie viele jemand im Durchschnitt gefahren ist.
  • Bei einer Woche lohnt sich das natürlich 5 Tage 320 Fr. und 6 Tage 365 Fr.
  • 4'000'000 Fr. alleine für Projekt und Marketing/Werbung
  • 16'000'000 Fr. Gewinn
  • Interessant vor allem für abgelegenen Orte, von Zürich braucht man doch 3-4 Stunden und wird dann wohl übernachten und 2 Tage fahren.


Dumping-Preis, volles Risiko? Sass Fee bot die WinterCard, einen Saisonpass für nur 222 statt 1050 Franken an. Die Aktion sorgte für Gesprächsstoff im ganzen Land.
Pierin Vincenz, Adolf Ogi, Schweiz Tourismus-Direktor Jürg Schmid: Alle hatten sie eine Meinung zur 222-Franken-Aktion – sie reichten von frech-mutig bis dummdreist.
Aber Saas Fee sicherte sich ab: Der Preis sollte nur zustandekommen wenn sich innert fünf Wochen 99’999 Gäste für die Karte registrieren. Am 23. November 2016 war klar: Die grösste Crowdfunding-Aktion Europas kommt zustande. Das Wintermärchen war geschafft!
Vier Millionen Initiierungs- und Marketing-Kosten musste Saas Fee aufwerfen, 16 Millionen Franken spülte die Aktion den Bergbahnen in die Kassen, gar 30 Millionen Wertschöpfung – beinahe doppelt so viel – generierte der Hammer-Deal für die gesamte Destination.

Auch Gastronomie und Hotellerie profitierte 

Die Bilanz: Fast 50 Prozent mehr Ersteintritte registrierten die Saastal Bergbahnen AG vergangene Saison. Zum Vergleich: Schweizweit stiegen die Ersteintritte der Bergbahnen um drei Prozent. Aber auch die Ankünfte in der Destination Saas-Fee/Saastal stiegen um 20 Prozent und die Logiernächte um 11 Prozent. Das zeigt: Die Gäste kommen häufiger, bleiben dafür kürzer. Die Aktion war somit nicht nur für die Bergbahnen ein Hit, auch Gastronomie und Hotellerie profitierten – der Tourismus-Standort generell.
«Seit über 10 Jahren konnten wir nicht mehr so viele Gäste im Skigebiet Saas-Fee begrüssen wie während den Weihnachtsfesttagen 2016», freut sich Rainer Flaig, Delegierter des Verwaltungsrates der Saastal Bergbahnen AG.
Es kam sogar soweit, dass zwischen Weihnachten und Neujahr das Parkhaus vor dem autofreien Saas Fee komplett überfüllt war, Gäste mussten bereits in Saas Balen ihr Auto stehen lassen – und wurden dann kostenlos mit dem Postauto nach Saas Fee kutschiert.
Überfülltes Parkhaus – überfüllte Pisten? Bergbahnen-Chef Rainer Flaig beruhigt: “Auf den 110 Pistenkilometern mit einer Förderkapazität von knapp 30'000 Personen pro Stunde und zwischen den 18 Viertausender-Bergen verteilten sich die Besucher gut.”
Mehr Gäste kamen dank der Aktion auch aus dem Deutschschweizer Mittelland. Solche, die früher nicht nach Saas Fee reisten – da zu weit weg. Und viele kamen wieder: Weil der günstige Saisonpass bereits im Sack war, blieb die Verlockung gross, ein weiteres Wochenende in Saas Fee auf den Skiern zu verbringen.

Weiteres Ski-Gebiet

Also alles ein voller Erfolg? Sicher ist: Auch für die nächste Saison will Saas Fee den Hammer-Deal wieder perfekt machen: Registrieren sich bis am 22. April 77’777 Personen für eine WinterCard, kommt erneut der Preis von 222 Franken zustande. Und diesmal gibts noch ein weiteres Ski-Gebiet dazu: Saas Grund schloss sich nach der Erfolgs-Aktion ebenfalls an.
Die WinterCard werde sich zu einer Lifestyle-Karte entwickeln, so Tourismus-Direktor Pascal Schär. Es soll künftig eine WinterCard Premium für 299 Franken geben, oder eine Wintercard VIP für 399 Franken. Details will Schär noch nicht verraten. Allerdings dürfen bereits heute Besitzer der WinterCard an zwei Tagen in der Woche eine Stunde früher als die anderen Gäste ins Ski-Gebiet hoch.
Die Destination Saas Fee will und kann sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen und muss innovativ bleiben – denn die Bergbahnen brauchen das Geld. Grosse Investitionen stehen an, zwanzig Millionen Franken frisches Geld brauchen die Saaser. Der geplante Neubau der Hannigbahn kostet rund 10 bis 12 Mio., Beschneiungsanlagen müssen für fünf Millionen erneuert, die Berggastronomie ebenfalls für fünf Millionen erneuert werden.
Aber vorher gibts noch eine letzte Gelegenheit auf die Piste zu gehen: An Karfreitag herrscht in Saas Fee perfektes Ski-Wetter mit hervorragenden Schneeverhälnissen. Und die Pisten sind noch alle offen.

Keine Kommentare: