Donnerstag, 7. Dezember 2017

Filmen mit Smartphone

"Handys" können immer mehr und nun kann man mit ihnen auch wirklich gute Filme machen. Ein Smartphone ist immer dabei und ein iPhone SE oder iPhone 6+ gibt es mit 32 GB Occasion schon um 200-250 Fr. Eine Anschaffung, die sch ja amortisiert, weil es ja nicht nur eine Kamera ist, die nur für Ferien aus dem Schrank genommen wird.

Bericht vom Tagesanzeiger

Darauf müssen Sie beim Smartphone-Filmen achten

Stativ benutzen: Judith Steiner empfiehlt, mit einem Stativ zu arbeiten. «Für das iPhone gibt es entsprechende Adapter. Weil Smartphones so leicht sind, verwackeln die Bilder noch mehr als bei anderen Kameras», sagt die Videoexpertin. Ein häufiger Fehler: Die Finger verdecken die Linse oder das Mikrofon.

Quer filmen: «Filmen Sie nie im Hochformat, gewöhnen Sie sich an, quer zu drehen. Video ist ein Längsformat, oder haben sie im Kino mal was anderes gesehen?» Hochformatige Videos können später nicht in Schnittprogrammen zusammengefügt werden.

Mikrofon-Einsatz: Wo der Ton wichtig ist – zum Beispiel bei Interviews – empfiehlt Steiner den Einsatz von externen Mikrofonen. Für das iPhone gibt es entsprechende Hardware, die man direkt über die Kopfhörerbuchse anschliesst. Für Android fehlt derzeit eine solch komfortable Lösung.

Störgeräusche verhindern: «Schalten Sie beim iPhone den Flugmodus ein, da sonst Störgeräusche auf der Aufnahme entstehen können. Diese rühren von den Funkwellen, die das Handy ausstrahlt», sagt Judith Steiner.

Speicherplatz: Beim iPhone 4S kann man nur in HD aufnehmen. Diese hochauflösenden Aufnahmen benötigen viel Platz. Wer oft filmt, sollte Modelle mit grossem Speicher wie 32 GB und mehr kaufen oder nur wenig Musik, Podcasts etc. auf dem Smartphone haben. Achtung – das Apple-Telefon stellt die Filmaufnahmen nach einer Stunde automatisch ab. Bei sehr langen Aufnahmen kann es zu Qualitätsschwankungen kommen. Bild und Ton können asynchron sein, laut Steiner ein typisches Smartphone-Problem. Gewisse Schnittprogramme haben Mühe damit, FCP X kann Bild und Ton synchronisieren und behebt das Problem.

Zooms und Schwenk: Keine Zooms und Schwenks aufnehmen! Diese Kamerabewegungen sind verglichen mit unserem Sehvermögen unnatürlich. Und meistens sehr langatmig (was den Film langweilig macht). Steiner: «Denken Sie in Bildern: Kamera hinstellen, Aufnahmeknopf drücken, zehn Sekunden laufen lassen, stoppen. Kamera neu positionieren, dasselbe nochmals.» Mal nah ran, dann weit weg. Danach werden die Shots zusammengeschnitten. Also: Der Schnitt macht den Film.

5 mal 5 als Idee für einen kurzen Clip: Fünf Bilder nacheinander, die je fünf Sekunden dauern. So kann der Filmer eine Stimmung an einem Ort auf spannende Art wiedergeben.

Auf Lichtverhältnisse achten: Bei Tagaufnahmen darf man nicht im Gegenlicht filmen, die Sonne sollte sich im Rücken des Filmers befinden, das Tageslicht muss auf das Gesicht des Protagonisten fallen.

Videos vom Smartphone auf den Computer bringen: Mit dem iPhone kann man die Aufnahmen zum Beispiel via USB mit iPhoto oder einem anderen Bildprogramm synchronisieren. Bei Android zieht man über USB einfach das Video auf die Festplatte oder kabellos beispielsweise mit Airdroid. Je nach Smartphone und Schnittprogramm müssen manchmal die Videodateien vor dem Schnitt noch konvertiert werden.

Nächster Artikel im Tagesanzeiger mit Hinweis auf die Film Schule Smovie Film mit Tageskurse für 600 Fr.



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Hinweise

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