Montag, 30. Mai 2011

Peruanische Küche II

Ein anderes Restaurant, dank dem Tagi entdeckt:
(Mein Favorit ist immer noch Los Incas in Genf)



EINE ERLEUCHTUNG

Von Michael Lütscher. Aktualisiert am 25.05.2011
Die peruanische Küche gilt als die beste Südamerikas. Dieses neue Restaurant wird dem Ruf gerecht.
Pachamac-Wirtin Cecilia Zapata stammt aus der gleichnamigen Stadt an Perus Küste.
Pachamac-Wirtin Cecilia Zapata stammt aus der gleichnamigen Stadt an Perus Küste.

Pachacamac

Adresse:Reitergasse 6
8004 Zürich
Telefon:044 241 32 11
Url:http://www.pachacamacrestaurant.com
Öffnungszeiten:Di–Fr 12–14.30 und 18–24, Sa 12–23, So (Buffet) 12–16 Uhr

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Profil

Preise
Moderat
Ambiente
Feierlich/gehoben
Restaurantarten
Restaurant
Restaurant-Küche
Lateinamerikanisch


Ein peruanischer Bekannter beschreibt die Küche seiner Heimat derart sinnlich, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft. Doch was dann im Pachacamac aufgetischt wird, übertrifft die Schilderungen noch.

Das fängt beim Pisco Sour (15 Fr.) an, einem Cocktail aus Flüssigem und Schaum, der mit Weinbrand, Zitronensaft und Eiweiss gemixt wird. Die Degustationsplatte (35 Fr.) danach ist schon visuell ein Genuss. Die Causitas genannten Bällchen mit violetten und weissen Krönchen scheinen aus einer Edelconfiserie zu stammen. Es handelt sich dabei um Kügelchen aus Kartoffelmus, auf denen Häubchen aus Thon-, Tintenfisch- und Pouletmousse thronen. Mundet hervorragend. In einem Schälchen daneben lockt unter anderem das peruanische Nationalgericht Cebiche (oder Ceviche), jene in Limettensaft und mit Chili marinierten Meerfischstückchen.

Was man hier isst, macht glücklich und erleuchtet. Cebiche (als Hauptgang 35 Fr.) sind lediglich das Tor zu einem veritablen Küchenparadies. Der Reichtum erklärt sich sowohl aus der Geschichte als auch der Topografie des Landes. Peru liegt am Pazifik, es umfasst eine Art Hochebene und reicht bis weit in die Anden und darüber hinaus in den Regenwald.Von der Fischvielfalt im Meer über ungezählte Kartoffelsorten bis zu Gemüse und Früchten: Aus der Breite seines Nahrungsangebotes hat das Land eine Küche entwickelt, die zu den besten der Welt zählt. Geflügel wird verwendet und das Fleisch von Lamas, das man hier durch Rind ersetzt. In Peru gelten gebratene Meerschweinchen als Delikatesse; damit wird man im Pachacamac jedoch nicht konfrontiert.

In Peru existieren etliche Regionalküchen sowie jene der diversen Ethnien, wie etwa die Chifa genannte chinesische Küche. «Wir bieten in erster Linie Spezialitäten von der Küste an», sagt Pachacamac-Wirtin Cecilia Zapata. Sie stammt aus einer grossen Familie, die einst ein Restaurant in Pachacamac betrieb, einem Ort an der Küste, der für seine Inka-Tempelruinen berühmt ist. Seit vier Jahren gibt es ein Pachacamac in Genf, seit vier Monaten eines in Zürich.

Neben den Gerichten von der Küste stehen auch solche aus anderen Regionen auf der Karte. Das Gericht Aji de Gallina (22 Fr.) mit seinen in sämiger Chili-Rahm-Sauce angerichteten Hühnerbruststreifen kommt als gelber Teich im weissen Suppenteller auf den Tisch. Das geschnetzelte Rindfleisch Lomo Saltado (28 Fr.) mit Tomaten und Zwiebeln ist mit Aji Amarillo gewürzt, also gelbem Chili. Probieren sollte man unbedingt auch Olluquito con Carne (23 Fr.), eine der höchst apart und aromatisch schmeckenden peruanischen Kartoffelsorten mit Fleisch. Zu den Speisen trinkt man am besten peruanisches Bier, etwa Cusqueña, oder aber das fruchtig-süsse Inka Kola.

Hauptgänge 22–35 Franken

Peru peruanisch Essen Restaurant

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