Donnerstag, 25. April 2013

iPhone rettet leben

Aus dem Tagesanzeiger


«Ohne diese App wäre er gestorben»

Aktualisiert um 11:46 36 Kommentare
Passwörter sollten geheim sein, so die Regel. Ein 43-jähriger Schweizer hat sich nicht daran gehalten – eine Nachlässigkeit, die ihm das Leben gerettet hat.
Ein 43-jähriger Mann aus der Ostschweiz verdankt der App «Mein iPhone suchen» sein Leben. Er war am Mittwochabend zu Besuch bei Bekannten in Herisau, die er nach 22 Uhr mit seinem Auto wieder verliess. Zu Hause kam er aber nicht an. Als seine Frau ihn telefonisch auf seinem iPhone zu erreichen versuchte, brach die Verbindung Sekunden später wieder zusammen. Zusammen mit Bekannten machte sich die Frau auf die Suche nach ihm. Erfolglos.
Liste mit diversen Passwörtern
Daraufhin machten die Bekannten die verzweifelte Frau darauf aufmerksam, dass ihr Mann die App «Mein iPhone suchen» auf seinem Smartphone installiert habe. Im Zimmer des Vermissten lag das zweite iOS-Gerät des Mannes, ein iPad. Wie Gian Andrea Rezzoli, Stv. Chef Kommunikation der Kantonspolizei St. Gallen, auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet sagt, habe ihm der leichtfertige Umgang mit seinen Zugangsdaten das Leben gerettet. Denn nur dank einer im Haus gefundenen Liste mit verschiedenen Passwörtern hätten die Kantonspolizisten die App nutzen können. «Die Beamten haben einfach einen Code nach dem anderen auf dem iPad eingegeben, ein Passwort war dann das richtige», so Rezzoli. Auf dem iPad wurde über die App dann dank GPS-Technologie sichtbar, wo sich das iPhone des Mannes befindet: nur einen Kilometer von seinem Wohnort entfernt.
Nur ein Kilometer vom Wohnort entfernt aufgefunden
Die Kantonspolizei fand den Vermissten in seinem Auto, mit laufendem Motor, auf einem Feldweg. Wegen starker Unterzuckerung war der an einer Diabetes leidende Mann nicht mehr ansprechbar. Dank der sofortigen medizinischen Versorgung kam er aber schnell wieder zu sich. «Ohne die Ortung via App wäre der Vermisste laut Ansicht des ihn untersuchenden Arztes gestorben», so Polizeisprecher Rezzoli.(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 25.04.2013, 09:56 Uhr

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