Mittwoch, 14. August 2013

Informationen an der Wand

Geniale Anleitung für einen intelligenten Bildschirm - von Cyon den wirklich besten Internet Provider...


Gleich wenn man unser Büro betritt, schweift das Auge auf unser prominentesStatus Board (Blogpost hier), dank welchem wir unsere wichtigsten Kennzahlen immer im Blick haben.
Im Zuge der neuen Büroeinrichtung haben wir auch das Status Board verbessert und eine elegante Lösung gefunden. Unsere Erfahrungen teilen wir gerne in dieser Bastelanleitung.
Dabei geht es um das Drumherum – wer noch keinen Inhalt für ein Status Board hat, findet nebst den in unserem letzten Blogpost erwähnten Geckoboard undDucksboard inzwischen reichlich Alternativen. netnode beispielsweise hat kürzlich eine Liste zusammengestellt.
status-board-overview
Prominenter Blickfänger im Eingangbereich: Das fertige Status Board.

Die Einkaufsliste

  • 1x Raspberry Pi Typ B
    Z.B. bei digitec für CHF 55 oder Amazon für EUR 40.49.
  • 1x WLAN USB Adapter Edimax EW-7811UN
    Z.B. bei Amazon für EUR 10.50.
  • 1x kurzes HDMI-Kabel
    Z.B. bei Amazon für EUR 3.95.
  • 1x kurzes USB-Kabel 2.0 Typ A zu Micro 2.0
    Z.B. bei digitec für CHF 6 oder Amazon für EUR 3.05.
  • 1x schnelle SD-Karte 16 GB
    Z.B. bei Amazon für EUR 11.80.
  • 1x Flachbildfernseher mit USB- und HDMI-Anschluss.
    Wir haben einen 46″ Samsung, der inzwischen bereits nicht mehr im Verkauf ist. Eine Alternative wäre z.B. der Samsung UE46F6500, der bei digitec aktuell CHF 899 kostet.
  • 1x Wandhalterung für den TV.
    Wir haben die B-Tech BTTR110B, welche ebenfalls nicht mehr lieferbar ist. Eine Alternative wäre z.B. die Sanus LL11, die bei digitec CHF 89 oder bei Amazon EUR 61.16 kostet.
  • Optional: 1x Gehäuse für den Raspberry Pi
    Z.B. TEK-BERRY bei Amazon für EUR 8.95.
Je nachdem wo man was einkauft beläuft sich das Total auf ca. CHF 1284 – CHF 1304, von allfälligen Transportkosten abgesehen.

Die Montage

Ein Raspberry Pi ist ein klitzekleiner Computer im Kreditkartenformat und ein wahrer Alleskönner. Dank seiner Grösse kann er mühelos hinter dem Fernseher versteckt werden, wo sich auch gleich alle benötigten Kabel verstauen lassen: Er erhält seinen Strom via USB-Kabel direkt vom Fernseher (womit kein Netzteil mehr nötig ist) und speist über ein HDMI-Kabel mit vollen 1920 x 1080 Pixeln ein Bild zurück auf den Schirm.
Für den Zugang ins Internet sorgt der WLAN USB Adapter, die SD-Karte bietet Platz für ein Betriebssystem und das Gehäuse schützt vor Staub.
status-board-detail-small
Der Raspberry Pi lässt sich unsichtbar hinter dem Bildschirm verstauen.

Die Software

Als Betriebssystem kommt bei uns Raspbian zum Einsatz, eine angepasste Version von Debian. Es gibt ein pfannenfertiges Image zum herunterladen. Wie man das Image auf die SD-Karte kopiert, verrät diese Anleitung.
Will man nach dem Start des Raspberry Pi nun automatisch den Browser Chromium im Vollbildmodus laden und eine bestimmte Website öffnen, reichen ein paar Zeilen in der Konsole (Quelle):
sudo apt-get update && apt-get upgrade -y
sudo apt-get install chromium x11-xserver-utils unclutter
Dann muss noch die Datei “/etc/xdg/lxsession/LXDE/autostart” bearbeitet werden. Bei uns sieht sie so aus:
@lxpanel --profile LXDE
@pcmanfm --desktop --profile LXDE
#@xscreensaver -no-splash
@xset s off
@xset -dpms
@xset s noblank
@chromium --kiosk --incognito https://url-zur-gewuenschten-website.tld

Und los geht’s

Schaltet man nun den Fernseher über die Fernbedienung (oder auch Sprachsteuerung) ein, erhält der Raspberry Pi Strom und beginnt zu booten. Nach rund zwei Minuten ist die gewünschte Website geladen.
Will man sich nicht um das Ausschalten kümmern, gibt es auch einen guten Trick. Tippt man “crontab -e” und fügt folgende Zeile ein, schaltet sich der Raspberry Pi automatisch um 19:00 Uhr aus:
0 19 * * * sudo shutdown -h now
Konfiguriert man nun noch den Fernseher so, dass er sich selbst ausknipst, wenn er kein Signal mehr empfängt, muss man sich nicht einmal mehr um das Ausschalten des Fernsehers kümmern. Eine stromsparende und wartungsfreie Lösung ist geboren.

Fazit

Wir haben das neue Setup nun schon einige Monate im Einsatz und sind wunderbar glücklich damit.
Wer sein eigenes Status Board vorstellen möchte oder sonst noch gute Tipps und Tricks auf Lager hat, kann dafür gerne die Kommentarfunktion nutzen.

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