Mittwoch, 22. Januar 2014

Smartphone Exzess

Der Gebrauch von Smartphones nimmt skurrile Züge an, das merke ich selber und muss mich auch selber an der Nase nehmen. Gibt es dazu Netiquetten?




(http://eetiquette.de/de/).

Wir haben zehn Leitlinien aus der digitalen Welt für CIOs ausgewählt:
  • Stelle von Anfang an klar, was Du von einer Korrespondenz erwartest.
  • Die Phrase "von meinem Mobiltelefon gesendet" lässt Empfänger großzügiger über knappe Ausdrucksformen und Rechtschreibfehler hinwegsehen.
  • E-Maile nicht als wärst Du ein Roboter. Versuche stets, etwas menschliche Wärme einzubringen.
  • Google ab und zu Deinen Namen, um Deine digitalen Klone zu kennen.
  • Wenn Deine Freundschaftsanfrage nicht akzeptiert wird, akzeptiere es einfach.
  • Brülle in der Öffentlichkeit nicht in Dein Handy. Halte Gespräche kurz und schleiche nicht herum wie der Tiger im Käfig.
  • Lege Dein Handy in Restaurants immer mit dem Display nach unten auf den Tisch. Sobald eine Tischdecke aufliegt, sollte das Telefon in der Tasche bleiben.
  • Nicke zur Bestätigung, anstatt häufig "Ja" zu sagen - so bleibt während einer Videokonferenz die Stimmübertragung eher klar und flüssig.
  • Die erste "kostenfreie" Stunde Wi-Fi in einem Café kostet einen Cappuccino und einen Muffin. Die zweite Stunde nur noch einen Schokokeks.
  • Schalte Dein Handy überall dort aus, wo es unangebracht wäre, ein schreiendes Kind mitzubringen.
Die "101 Leitlinien für die digitale Welt" hat das Creative Center der Telekom Laboratories zusammen mit der TU Berlin, dem Royal College of Art in London und der Deutschen Knigge Gesellschaft erstellt. Mehrere Workshops mit Teilnehmern aus mehr als 12 Nationen haben das Creation Center der Telekom Laboratories beim Erstellen der eEtiquette unterstützt.

101 Benimmregeln Für den Umgang Miteinander in der Digitalen Welt

  1. Nutzt Du einen neuen Kommunikationskanal, beobachte zuerst und erkunde die grundlegenden Verhaltensregeln.
  2. Beantworte alle persönlichen E-Mails innerhalb eines angemessenen Zeitraums.
  3. Stelle von Anfang an klar, was Du von einer Korrespondenz erwartest.
  4. Halte Mails kurz und sachlich. Wenn Du jedoch eine lange E-Mail schreibst, erwarte keine Antwort in ähnlichem Umfang.
  5. Sollte Deine E-Mail einem Epos gleichen, gestehe dies aus Achtung gegenüber geduldigen Lesern ein.
  6. Sorge dafür, dass Fragen leicht zu beantworten sind. Beantworte jede davon einzeln.
  7. Förmliche E-Mails mit Rechtschreibfehlern machen einen schlechten Eindruck. Jedoch lässt Dich ein Fehler in einer informellen E-Mail menschlicher erschneien.
  8. Ignoriere Rechtschreibfehler anderer, es sei denn, Dein Name wurde falsch geschrieben.
  9. Nutze die "Copy & Paste"-Funktion, um Namen anderer nicht versehentlich falsch zu schreiben.
  10. Die Phrase "von meinem Mobiltelefon gesendet", lässt Empfänger großzügiger über knappe Ausdrucksformen und Rechtschreibfehler hinwegsehen.
  11. Das Schicken von großen Dateianhängen ist wie Reisen mit Übergewicht. Es bremst und blockiert gerne das System.
  12. Beim ersten Kontakt sollten korrekte Anrede und Grußformel verwendet werden. Danach gerne lockerer formulieren.
  13. DIGITALER SCHRIFTVERKEHR IN GROSSBUCHSTABEN IST MIT SCHREIEN GLEICHZUSETZEN UND ZUDEM NUR SCHWER LESBAR.
  14. e-mails die in kleinbuchstaben, und mit falscher zeichensetzung verfasst sind lassen dich ungebildet oder faul erscheinen
  15. Bestätige den Empfang wichtiger E-Mails, wenn Du zur Beantwortung etwas mehr Zeit benötigen wirst.
  16. Entschuldige Dich immer für eine verspätete Antwort.
  17. Abwesenheitsmitteilungen sind nützlich, weil sie Erwartungen klarstellen. Halte sie kurz und gib für wichtige Anliegen eine weitere Kontaktmöglichkeit an.
  18. E-Maile nicht als wärst Du ein Roboter. Versuche stets, etwas menschliche Wärme einzubringen.
  19. Lass das E-Mailen nicht ausarten. Setze Dir für das Checken Deiner Mails morgens, mittags und abends ein Zeitlimit.
  20. Solltest Du Dein Büro mit andern teilen, bedenke Deine Lautstärke beim Tippen. Es gilt dabei nicht, ein Maschinengewehr zu imitieren.
  21. Starre nicht auf fremde Bildschirme. Verhalte dich wie auf einem FKK-Strand: Persönliches geht Dich nichts an.
  22. Heimlich E-Mails, SMS oder MMS anderer zu lesen, ist wie unter deren Bett zu stöbern.
  23. Tritt einen Schritt zurück und schau weg, wenn andere an Computern oder Geldautomaten Passwörter eingeben.
  24. Unterschätze die Macht der Feder nicht. Eine handschriftliche Dankesnotiz bedeutet mehr als eine schnell getippte Nachricht.
  25. Mit einem kurzen Telefonanruf lässt sich eine endlose Kette frustrierender E-Mails umgehen.
  26. Wer ständig mitteilt, dass er beschäftigt ist, erzeugt den gegenteiligen Eindruck.
  27. Hunger und Ermüdung sind keine interessanten Statusmitteilungen. Teile Deinen Anhängern nur relevante Dinge mit.
  28. Ja, man darf auf Twitter auch Leuten "folgen", die man nicht persönlich kennt.
  29. Sich für fehlgeleitete Inhalte zu entschuldigen, verschlimmert die Situation nur. Denke einfach nach, bevor Du etwas veröffentlichst.
  30. Entferne unansehnliche Mitteilungen und anstößige Kommentare von Deiner sozialen Netzwerkpräsenz.
  31. Online sein, heißt nicht unbedingt erreichbar zu sein. Platze nicht unhöflich mit einem Videoanruf herein. Klopfe einfach vorher per Chat an.
  32. Wenn sich Dein Erreichbarkeitsstatus nie verändert, werden ihn andere nicht respektieren. Setze den Status entsprechend deiner Situation oder bleibe offline.
  33. Halte Dich elegant aus online geführten Kommentarkriegen heraus.
  34. Google ab und zu Deinen Namen, um Deine Google-Klone kennenzulernen.
  35. Wenn Deine Freundesanfrage nicht akzeptiert wird, akzeptiere es einfach.
  36. Wenn Du zufällig ein fremdes Passwort erfährst, rate der Person besser dieses zu ändern.
  37. Wikipedia löst nicht alle Meinungsverschiedenheiten. Verwende es in Maßen.
  38. Halte mindestens drei Meter Abstand zu anderen Menschen, wenn Du in der Öffentlichkeit mit dem Handy telefonierst.
  39. Brülle in der Öffentlichkeit nicht in Dein Handy, halte Gespräche kurz und schleiche nicht herum wie ein Tiger im Käfig.
  40. Es ist OK, während des Essens eine SMS zu verschicken, solange dies alle am Tisch tun. Verwechsle jedoch nicht die Gabel mit dem Handy.
  41. Führe in fremden Wohnungen keine langen Telefonate und entschuldige Dich für Deine schlechten Manieren.
  42. Entschuldige Dich, bevor Du mitten in einer Unterhaltung einen dringenden Anruf entgegen nimmst.
  43. Solange Du in Gesellschaft bist, solltest Du nie länger mit Deinem Telefon spielen als Du für einen Gang auf die Toilette benötigen würdest.
  44. Telefoniere nie in einer öffentlichen Toilette. Eine rauschende Toilettenspülung verrät alles.
  45. Lege Dein Handy in Restaurants immer mit dem Display nach unten auf den Tisch. Sobald eine Tischdecke ausliegt, sollte das Telefon in der Tasche bleiben.
  46. Schalte Dein Handy in Flugzeugen, Krankenhäusern und Teilchenbeschleunigern aus, um elektronische Hochleistungsgeräte nicht zu stören.
  47. Rufe zurück, wenn Du den Anruf eines bekannten Kontaktes verpasst oder nicht annehmen kannst. Falls Du die Nummer nicht erkennst, lass es sein.
  48. Wenn die Verbindung eines Gesprächs unterbrochen wird, sollte der Initiator des Anrufs zurückrufen. Nicht beide gleichzeitig.
  49. Klingel niemals jemanden um eines Rückrufes Willen an, es sei denn es handelt sich um vereinbartes Signal.
  50. Melde Dich mit Deinem vollständigen Namen, wenn Dich ein unbekannter Teilnehmer anruft.
  51. Du besitzt Dein Handy, um in Kontakt zu bleiben. Es verärgert andere, wenn Du nie erreichbar bist.
  52. Verfolge, auf welchen Fotos Du im Netz zu sehen bist. Es ist in Ordnung, Tags von unvorteilhaften Bildern zu entfernen.
  53. Setze Foto-Tags behutsam. Im Zweifel lieber keine.
  54. Behalte Urlaubs-Schnappschüsse, Partyfotos und Bilder mit freiem Oberkörper lieber für Dich.
  55. Verbreite Deine Fotos nicht maßlos und gib nicht mit ihnen an.
  56. Wenn Du in der Öffentlichkeit ein Foto für den Online- Gebrauch schießt, stelle sicher, dass nicht zufällig Fremde in Deinen Bildausschnitt laufen.
  57. Stelle nur Bilder ins Netz, die Deine Mutter freigeben würde.
  58. Stupse ab und an Freunde an, die Du schon lange nicht mehr kontaktiert hast. Ein einfaches ‚Hallo‘ funktioniert besser als eine lange E-Mail.
  59. Versehe eine digitale Freundschaftsanfrage stets mit einer persönlichen Notiz und beziehe dich auf die gemeinsame Verbindung.
  60. Du könntest es bereuen, dich mit nahen Verwandten, Ex-Partnern, Mitarbeitern oder Deinem Chef in sozialen Netzwerken anzufreunden. Überlege gut.
  61. Blocke andere, statt die Freundschaft rückgängig zu machen. Gehe bei der Trennung diskret und vernünftig vor.
  62. Es ist OK, Freundschaften zu beenden. Eine sorgfältige Freundschaftswahl erhöht die Bedeutung der Verbindungen.
  63. Es ist OK, eine Freundschaftsanfrage zu ignorieren.
  64. Überschätze nie Deine digitalen Freunde. Über ein soziales Netzwerk befreundet zu sein heißt nicht, Freunde im realen Leben zu sein.
  65. Beantworte alle persönlichen SMS.
  66. Bei beruflichen E-Mails oder SMS, solltest Du auf die Freizeitplanung der Empfänger Rücksicht nehmen.
  67. Beantworte SMS, in denen es um Logistik und Orte geht, so schnell wie möglich.
  68. Vrgss ncht n Nchrchtn Vkl nd Stzzchn z vrwndn (In anderen Worten: Vergiss nicht, in Nachrichten Vokale und Satzzeichen zu verwenden.)
  69. NDDEW, verwende keine umständlichen Abkürzungen. (Nur damit Du es weißt.)
  70. Schiele während einer Besprechung nicht auf Dein Handy unter dem Tisch um Deine Nachrichten zu lesen - es sei denn Du bist David Copperfield.
  71. Menschen zuerst: Eine reale Person hat gegenüber einem technischen Gerät immer Vorrang und verdient Deine volle Aufmerksamkeit.
  72. Überprüfe Bild- und Tonqualität vor öffentlichen Präsentationen und Videokonferenzen.
  73. Beseitige mögliche Störfaktoren während einer Videokonferenz. Extreme Beleuchtung, Lärm oder Hintergründe können irritieren.
  74. Leite eine Videokonferenz mit nettem Geplauder ein. Vermittele den Gesprächsrahmen über einen kurzen 360º Kameraschwenk.
  75. Richte Deine Webcam auf Augenhöhe ein, wenn Du nicht gerade wie ein Riese oder Zwerg wirken möchtest.
  76. Sprich mit der Kamera, nicht mit Deinem eigenen Bild. Verwechsle es nicht mit Deinen Badezimmerspiegel.
  77. Stelle während einer Videokonferenz Deinem Gegenüber alle vor, die hinter Dir vorbeigehen und sei es Deine Katze.
  78. Nicke zur Bestätigung, anstatt "Ja" zu sagen, damit während einer Videokonferenz die Stimmübertragung klar und flüssig bleibt.
  79. Bewege Dich nicht ständig vor der Webcam, es sei denn Du tanzt gerade für ein Britney Spears Musikvideo vor.
  80. Vermeide Parallelgespräche während einer Videokonferenz.
  81. Schließe eine Videokonferenz mit einem Lächeln. Winken ist erlaubt.
  82. Es ist nicht jedem möglich, seinen Tagesablauf für einen zeitfressenden Spontanchat zu unterbrechen. Begrenze Deine Instant Messages.
  83. Benutze für Dein Onlineprofil ein aktuelles Foto von Dir. Familienfotos, Bilder von Haustieren und Deiner Keniasafari sollten auf Deinem Schreibtisch bleiben.
  84. Die erste 'kostenfreie' Stunde Wifi in einem Cafe kostet einen Cappuccino und einen Muffin. Die zweite Stunde nur noch einen Schokokeks.
  85. Betrachte das Cafe wie ein Zen-Büro. Sei diskret mit Deinem Telefon oder Laptop. Respektiere das Entspannungsbedürfnis anderer Gäste.
  86. Stöbere nicht unerlaubt in fremden iPods oder sogar iPhones herum.
  87. Werde auf den sozialen Netzwerkseiten anderer Nutzer nicht zu persönlich. Schreibe stattdessen eine E-Mail.
  88. Das Googeln von Jobkandidaten ist legitim. Erwähne dies aber auch.
  89. Google deine Verabredung nicht vor dem ersten Rendezvous – lass Dich wenigstens ein paar Tage lang verzaubern.
  90. Aktiviere vor einem Rendezvous den "Romantik-Modus" Deines Handys: schalte es aus.
  91. Nur R2D2 darf eine Beziehung digital beenden.
  92. Wer verheiratet ist und ein zweites Prepaid-Handy besitzt, könnte den Verdacht erwecken, eine Affäre zu haben.
  93. Das Herausgeben deiner Festnetznummer stärkt die Beziehung - es sei denn, es handelt sich um den Pizzamann.
  94. Surfe gemeinsam mit Deinen Kindern im Netz, statt ihre Internetnutzung zu überwachen.
  95. Bezeuge Dein Beileid auf demselben Wege, auf dem Du die traurige Nachricht erhalten hast.
  96. Dein Bildschirm ist nicht immer privater Natur. Nacktheit, Gewalt, oder der neueste Steven Seagal Film könnte nah platzierte Fluggäste kränken.
  97. Headsets sind schon im letzten Jahrhundert aus der Mode gekommen. Hebe Deines für Halloween auf.
  98. Schlage nicht auf Telefone, Computerbildschirme oder Fotokopierer ein. Wenn sie nicht funktionieren‚ kann dies nur auf menschliches Versagen zurück zu führen sein.
  99. Sorge für eine ausgewogenen Medienkonsum und schalte auch mal ab. Vergiss nicht – es gibt ein analoges Leben neben dem digitalen.
  100. Schalte Dein Handy bei Beerdigungen, Hochzeiten, Yogakursen und überall dort aus, wo es unangebracht wäre ein schreiendes Kind mitzubringen.
  101. Digitale Manieren unterscheiden sich von Universum zu Universum. Lade Dir immer die aktuellsten Umgangsformen runter, bevor Du ins Ausland reist.
Netiketten, Netiquetten, Regeln, Smartphone, iPhone

Keine Kommentare: