Sonntag, 29. Dezember 2019

Packophobie

Artikel der das gut Beschreibt in taz.de

Erinnern Sie sich noch an das Kinderspiel „Ich packe meinen Koffer und nehme mit …“? Ich packe meinen Koffer und nehme mit: mein Fahrrad. Ich packe meinen Koffer und nehme mit: mein Fahrrad und ein Nudelholz. Ich packe meinen Koffer und nehme mit: mein Fahrrad, ein Nudelholz und meine Mama.
Niemals, wirklich niemals hat irgendjemand aufgezählt, dass er sieben Unterhosen mitnimmt, drei Paar Schuhe und Rei in der Tube. Für vernünftige Entscheidungen hatte man ja schließlich Mama auf die Liste gesetzt.
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Und dann ist man erwachsen und das Spiel bitterer Ernst. Wer nämlich denkt, beim Kofferpacken gehe es nur ums Kofferpacken, der irrt. Es geht um nichts weniger als das ganze Leben. Wenn jemand einen Koffer packt, dann muss er sich sehr quälen, schrieb schon Matthias Claudius, jedenfalls so ähnlich.

Klappe zu, Alltag tot

Während der Koffer mit offenem Maul vor einem liegt, führt er einem vor Augen, was man alles versäumt hat zu erledigen. Hätte man mal die Löcher im T-Shirt geflickt und den Kleiderschrank ausgemistet, und wollte man nicht eigentlich nach dem letzten Urlaub notieren, was man angezogen hatte und was nicht? Stattdessen stopft man dem Koffer wahllos irgendwas in die Fresse, nur damit er endlich aufhört, so hämisch zu grinsen. Klappe zu, Alltag tot.
Die Versäumnisse in der Vergangenheit sind das eine. Das andere ist die Unfähigkeit, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden. Denn die Packophobie, die unerklärlicherweise noch nicht im Krankheitskatalog der WHO steht, ist nicht etwa ein Ableger des euphorisch angehauchten Reisefiebers, sondern gehört wie die Angst vor dem Einkaufen ohne Zutatenliste aus dem Kochrezept zur Kairophobie, also der Angst davor, Entscheidungen zu treffen.
Woher soll man bitte im Vorfeld wissen, was man im Urlaub brauchen wird? Das Wetter ist unberechenbar, die Anlässe, die sich am Zielort bieten, sind es auch, und vielleicht wacht man eines Morgens auf und denkt: Verdammt, ich habe eine unbändige Lust, heute das rote Fransenkleid anzuziehen, aber ICH HABE ES JA IM LETZTEN MOMENT WIEDER IN DEN SCHRANK GELEGT! Dafür hat man vier T-Shirts dabei, die alle nicht zu der kurzen Hose passen, geschweige denn zu irgendwelchen Schuhen.

Packophobie

Von der Packophobie sind viele Menschen betroffen, doch nur wenige sprechen darüber; zu groß ist die Scham. Wie soll man auch glaubhaft versichern, dass man ein Unternehmen leiten kann, wenn man schon an der Entscheidung scheitert, ob man den braunen oder den schwarzen Gürtel mit in den Urlaub nimmt? Am Ende ist der eine ein Entscheidungsträger, der andere trägt einfach nur einen Koffer.
Die einzige Therapie, die bei Packophobie hilft, ist das Spiel aus der Kindheit. Ich packe meinen Koffer und nehme mit: meine Unzulänglichkeit. Der entkommt man sowieso nicht, und im Urlaub hat man endlich mal Zeit, sich damit auseinanderzusetzen. Gute Reise!

Artikel in focus.de

Jeder Mensch kann lernen, seine unnötigen Ängste und Unsicherheiten zu beherrschen. Wirksame Behandlungen gibt es genügend.
Sandra Borgmann* steht in Tränen aufgelöst vor ihrem Koffer. Sie zittert. Jedes Mal bevor die erfolgreiche Unternehmensberaterin auf Reisen geht, spielt sich beim Packen des Koffers das gleiche Drama ab. „Es klingt verrückt, aber ich habe irrsinnige Angst, etwas Überlebenswichtiges zu vergessen“, erklärt sie ihre Gemütslage nach solchen Momenten.

Für den Psychotherapeuten Harry Siegmund klang Sandra Borgmanns Problem ganz und gar nicht verrückt, als sie ihn in seiner Praxis in der Hamburger Innenstadt aufsuchte. „Die Klientin versteht durchaus, dass es nicht um Leben und Tod geht, nur weil sie die Nagelfeile vergessen hat“, erklärt der Psychologe. Doch im Moment der Panik nützt das Wissen nichts. Die 48-Jährige suchte einen neuen Weg, um sich von ihrem Problem zu befreien.

...

17 Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum leiden regelmäßig an unbegründeten Ängsten, davon geht Borwin Bandelow, Präsident der Gesellschaft für Angstforschung, aus. Nach Depression und Alkoholismus sind Angststörungen die häufigste psychische Erkrankung. Frauen sind öfter betroffen als Männer. Interessanterweise sucht das starke Geschlecht eher einen Therapeuten auf – weil die Kluft zwischen dem eigenen Rollenverständnis und dem unangenehmen Gefühl der Schwäche besonders groß ist.

„Angststörungen lassen sich ausgesprochen gut behandeln“, sagt Angelika Erhardt-Lehmann, Leiterin der Angstambulanz des Münchner Max-Planck-Instituts für Psychiatrie, und macht allen Mut, die sich seit Jahren mit ihren geheimen Blockaden herumschlagen. Die Erfolge sind deutlich besser als bei anderen psychischen Problemen. Neben der klassischen Verhaltenstherapie können Patienten heute auch ungewöhnliche Abkürzungen nehmen: mit einer SOS-Checkliste trainieren oder sogar über die Bewegung der Augen Heilung erzielen.

Eine Variante dieser Methode namens Wingwave hat der Psychologe auch bei Sandra Borgmann eingesetzt. In der Therapiesitzung musste sich Borgmann in die Situation beim Kofferpacken hineinversetzen. Siegmund sprach mit ihr darüber und testete währenddessen die Muskelspannung ihrer Hand. So stellte er fest, welche biografischen Erlebnisse Borgmann am meisten belasten. Aus dem Gespräch ging hervor, dass sie als Vierjährige mit ihrer Mutter überstürzt vor dem gewalttätigen Vater ins Ausland flüchten musste.

Dann bat Siegmund seine Patientin, mit ihren Augen seinem Zeigefinger zu folgen. Vor ihrem Gesicht bewegte er ihn hin und her. Ziemlich schnell, von links nach rechts und von rechts nach links. Immer wieder, zu jedem Gedanken, der ihr Angst macht. Dieser zentrale Teil des Coachings, das sogenannte Winken, erinnert an die Zauberhandlung eines Schamanen. Doch die Methode ist erfolgreich und wissenschaftlich bewiesen. Sie leitet sich von der sogenannten EMDR-Methode ab und simuliert im Wachzustand die Augenbewegungen von REM-Phasen, die normalerweise im Traumschlaf ablaufen. Schlechte Erinnerungen sollen im Gehirn dadurch verarbeitet werden.

Bei Borgmann begann sich schon nach wenigen Sitzungen der Knoten zu lösen. „Der Gedanke an die nächste Reise löst in mir nicht länger Panik aus, sondern Vorfreude“, sagt sie heute. Psychologen von der Universität Hamburg konnten mit dieser Methode auch Prüfungsangst mit zwei Stunden Wingwave-Coaching lindern.

Wingwave Methode



Blockaden Angst Phobie Phobien Packen Abschliessen

Donnerstag, 26. Dezember 2019

Klapp

Schulinfo App

Hersteller Info

Einfache Kommunikation, die klappt

Kommunikation in der Schule und eine gute Partnerschaft mit den Eltern spielen im Schulalltag eine wichtige Rolle, und tragen wesentlich zum Erfolg der Schule bei.
Ziel von Klapp ist es, Schulen ein einfaches Kommunikationsmittel zu Verfügung zu stellen, um deren Vorteile auszuschöpfen, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren. Auf diese Weise unterstützt Klapp die Zusammenarbeit an der Schule und die Partnerschaft mit den Eltern mit einer flexiblen, digitalen Lösung, welche es Ihnen ermöglicht, gewinnbringend eine angenehme Kommunikation zu pflegen.

Info Kommunikation Schule Eltern

Mac OS Mail später versenden

Es gibt viele Gründe, warum man ein Mail später verschicken will, z.B. wenn man Nachts oder Sonntags arbeitet und das niemand angeht, wann man arbeitet.

Dabei bin ich auf Sparks gestossen, dass sich anpreist, auch sonst mit den Mails aufzuräumen. Die App ist gratis und ich probiere das gerne mal aus. (Kurzinfo bei tchgdns.de)

Diese App gibt es auch für iPhone und iPad und synchronisiert sich dann damit. Das wäre wirklich genial, wenn die Inbox, dort gleich aussehen würde.

Spark unterstützt keine Regeln, das ist für mich fast ein Killerkriterium. Ich habe viele Postfächer, mit verschiedenen Inhalte.

Andere App und Lösungen um ein Mail später zu senden sind teilweise recht abenteuerlich aber gut gemeint.

event name -> subject
location -> attachment
attendees -> recipients
notes field -> message text
url field -> sender email

Interessantes Video zu Mail



  • Mail Inbox nie permanent offen lassen: Sich nicht von Mail diktieren lassen
  • Pro Tag nur 3-5x die Mail App anschauen
  • Mail nur 1x lesen und dann entscheiden
  1. Innert 2 Minuten erledigen
  2. Delegieren
  3. Wiedervorlage machen: Wann brauche ich diese Mail später
  • Dann ist die Inbox immer auf 0
Email Mail zeitversetzt Senden

Mittwoch, 25. Dezember 2019

Samstag, 21. Dezember 2019

Positiv Denken....

Zwölf Schritte um sich den Tag zu versauen

1. Schritt:  
Such dir etwas Negatives und klammere dich daran.

2. Schritt:  
Mach aus einigen Mücken eben so viele Elefanten.

3. Schritt:  
Geh positiven, glücklichen Menschen aus dem Weg.

4. Schritt:  
Sprich mit negativen Menschen darüber, wie unfair und ungerecht die Welt ist.

5. Schritt:  
Beeil dich in Hast zu kommen, möglichst bei etwas Unwichtigem.

6. Schritt:  
Lies nichts Lustiges, hör auch nicht hin bei so etwas. Vor allem: Nicht lachen, nichts ist lustig!

7. Schritt:  
Überlege lieber, wie Alles sein könnte, wenn das Leben nur nicht so gemein wäre.

8. Schritt:  
Ruf jemanden an, der dich mal verletzt hat und versuche dich zu rächen.

9. Schritt:  
Such dir etwas, was dich runterzieht, dann such dir Leute, die dir dabei helfen.

10. Schritt:  
Such dir einen Grund für Selbstmitleid, einen ganz sicheren Grund.

11. Schritt:  
Wenn du dich schlecht fühlst, sprich nicht darüber, behalt es für dich.

12. Schritt:  
Schieb die Schuld für deine Probleme auf jemand anderes, ganz gleich wer das ist.

Original aus: Recoverylink - AA jokes 12 steps to ruin your day

Positiv, negativ 

Montag, 16. Dezember 2019

Foto Retusche

Unglaublich, was heute aus Fotos gemacht werden kann - Urheberrecht und Fake News....

Früher war das Foto ein Beweis - heute kann dem Foto nicht mehr trauen...

Foto Photo Retusche Retouche Fake News

Industrie Frauenfeld

Frauenfeld (und Umgebung) hatte viele grosse und wichtige Industrien, leider sind einige davon eingegangen.



Frauenfeld Industrie

Autismus

Autismus - im Film und real





Autismus Asperger Spektrum Störung

Prokrastination

Prokrastination (lateinisch procrastinare „vertagen“; Zusammensetzung aus pro „für“ und crastinum „Morgen“), auch „extremes Aufschieben“, ist eine pathologische Störung, die durch ein unnötiges Vertagen des Beginns oder durch Unterbrechen von Aufgaben gekennzeichnet ist, sodass ein Fertigstellen nicht oder nur unter Druck zustande kommt. Das Gegenteil der Prokrastination ist die Präkrastination (Wikipedia)

21 Tipps im Umgang mit Prokrastination





Prokrastination - Aufschieben - Verdrängen

Heilpädagogik

Kurse der HfH - Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik

HRU Heilpädagogik

Grenzen der Integration

Artikel und Informationen der HfH - Hochschule für Heilpädagogik in Zürich

Integration Inklusion Normal Behinderung Beeinträchtigung

Gleichgeschlechtliche Orientierung aus Sicht der Bibel

Zwei ganz gegensätzliche Positionen vertreten diese beiden Professoren zum Thema

Homosexualität - Ehe für alle - Gleichgeschlechtliche Orientierung - Schwul und lesbisch sein.

Prof. Dr. Siegfried Zimmer



Prof. Dr. Christian Stettler



Dazu der Artikel in der NZZ 
Ehre deinen Vater, auch wenn er schwul ist? Ein prominenter Freikirchler im Gespräch mit seinem Vater, der sich geoutet hat. Marc Jost kämpft mit seiner Evangelischen Allianz gegen mehr Rechte für Homosexuelle. Sein Vater Samuel lebt mit seinem Mann in eingetragener Partnerschaft. Wie geht das zusammen? Ein Gespräch mit Vater und Sohn über unterdrückte Gefühle, biblische Gebote und Sünde.

Homosexualität - Ehe für alle - Gleichgeschlechtliche Orientierung - Schwul und lesbisch

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Achtung vor Apple OS Catalina

Das neue Betriebssystem von Apple für MacBook Pro heisst Catalina und arbeitet nur noch mit 64 Bit Anwendungen. Bei mir sind rund 1/3 aller Anwendungen, App, Programme, Software NICHT 64 Bit fähig.

Darunter auch Druckertreiber, Filmschnittprogramme aber auch die ganze Adobe Creative Suite Version 6 (die letzte ohne Abo) und viel mehr. Das alles läuft dann einfach nicht mehr. Radikal. Nicht mehr drucken, filmschneiden und Bildbearbeiten oder viele Stunden und viel Geld ausgeben.

Hier gibt es einige Infos dazu:

Meine Empfehlung: Wenn man schon eine Zeit mit Mac arbeitet: Hände weg davon. Ja nicht auf Update klicken. Unbedingt vorher das System regelmässig clonen, für den Fall, dass am aus versehen doch ein Update macht.

Möglich ist Catalina für Anwender, die nur Office nutzen oder sich nach und nach in Mac einarbeiten, dann die Programm auf dieser Basis kaufen.

Catalina

Escape Room für Zuhause

Escape Room sind In und überall anzutreffen. Kosten meist 30-40 Fr. pro Person, bei 5 Personen also doch etwas Geld für 1 Stunde Abendteuer.

Man kann neu auch zu Hause einen eigenen Escape Room aufbauen. Nur der Aufwand ist riesig. Mindestens 4 Stunden braucht es, um nach eine Vorlage einen solchen Raum und Spiel aufzubauen.

Es gibt noch eine kleine Einsteiger Variante von 7 Minuten. Die finde ich genial und hat auch recht gut funktioniert.

Escape Room Adventure Room

Auslandschweizer

Wir haben als Familie früher gerne die Sendung Uf und devo angeschaut. Etwas Fernweh geteilt. Die Frage ist dann, was ist aus diesen Auswanderer geworden? Aber eigentlich messen nur wir daheimgebliebenen die Auswanderer an deren "Erfolg" im Ausland und vergessen, dass auch ein Auswandern auf Zeit eine wichtige Erfahrung sein kann.

Auswanderer in Mexiko haben sich dort ein Hotel aufgebaut
Bericht im Blick
Ihre eigene Website

Dann gibt es auch die ganz andere Seite der Auswanderung - in Chile haben Auswanderer vor 100 Jahren Länder vom Staat bekommen, die den Mapuche gehört haben...



Auswanderung Chile Mexiko

Binationale Beziehungen

Informationen für Beziehung zwischen verschiedenen Kulturen - binationale Beziehungen

www.frabina.ch
frabina bietet Einzel-, Paar- und Familienberatungen an - Face-to-Face, telefonisch und neu auch Online.
Das Zusammenleben zwischen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Kultur ist manchmal herausfordernd oder kann Fragen aufwerfen. frabina unterstützt Sie dabei, Lösungen für Ihre Lebenssituation zu finden.

www.binational.ch
Dort fand ich folgende Infos:

Was ist bei binationalen Paaren anders?
Für das Zusammenleben eines binationalen Paares müssen oft viele rechtliche, soziale, kulturelle und finanzielle Hürden überwunden werden.

Eine binationale Beziehung kann - wenn sie über Landesgrenzen oder gar Kontinente hinaus besteht - nicht ihren "natürlichen" Verlauf nehmen und sich den Bedürfnissen des Paares entsprechend entwickeln, indem das erste Stadium der Verliebtheit einfach unbeschwert gelebt und genossen werden kann. Aus aufenthaltsrechtlichen Gründen muss ein binationales Paar schon nach kurzer Zeit der Bekanntschaft über eine Eheschliessung nachdenken, weil ein Zusammenleben in der Schweiz ohne Heirat oft nicht möglich ist, EU-Bürger und Bürgerinnen einmal ausgenommen. Mit anderen Worten fehlt oft die Zeit, um sich kennenzulernen, sich mit dem sozialen und kulturellen Hintergrund des Partners, der Partnerin auseinandersetzen oder Zeit zu haben, um sich in der Schweiz einzuleben. D.h. das Paar muss neben dem Beziehungsaufbau auch grosse Integrationsarbeit leisten. Zudem sind binationale Paare häufig mit Vorbehalten oder Vorurteilen des sozialen Umfeldes konfrontiert, welche sich belastend auf die Beziehungsentwicklung auswirken.

Die Suche nach einer neuen Heimat
Das Leben in einer binationalen Beziehung bedeutet meist für die Frau oder für den Mann das Verlassen des Heimatlandes, der Familie und der vertrauten Umgebung und Kultur. In einem fremden Land muss er oder sie sich zurechtfinden und sich ein neues soziales Umfeld aufbauen.
Die Integration im neuen Aufenthaltsland ist abhängig von vielen Faktoren. Nicht alle können vom Paar beeinflusst werden. So kann es zum Beispiel für den Ausländer oder die Ausländerin schwierig sein, eine Arbeit zu finden, die den beruflichen Qualifikationen entspricht. Neben dieser Belastung können finanzielle Probleme die Folge und eine weitere Herausforderung für die Partnerschaft sein. Werte und Haltungen oder die Religion beeinflussen die Integration im neuen Wohnland ebenso wie das Fehlen von Kenntnissen der Umgebungssprache.
Auch wenn sich die Beziehung und der Integrationsprozess gut entwickeln, kann für den Ausländer oder die Ausländerin Heimweh ein Thema sein. Das Festhalten an und das Pflegen von sozialen Kontakten zur Familie im Heimatland können das Heimweh manchmal lindern. Unter Umständen kann Heimweh ein binationales Paar aber auch während der ganzen Dauer der Beziehung begleiten.

Die Rolle der Verwandtschaft
Auch in einer binationalen Partnerschaft empfiehlt es sich, die Verwandtschaft des Partners und der Partnerin vor der Eheschliessung kennen zu lernen und sich darüber auszutauschen, welche Bedeutung diese in der Partnerschaft haben wird. Die Bedeutung der Verwandtschaft und die Pflichten gegenüber dieser können in verschiedenen Ländern unterschiedlich sein. Sie sind aber auch abhängig von anderen Faktoren wie gesellschaftlicher Stellung, sozialem Milieu oder Geschlechtszugehörigkeit und werden von verschiedenen Personen unterschiedlich gehandhabt. Und letztlich hat jede Familie auch ihre eigenen "kulturellen Regeln", sei es nun in der Schweiz oder im Ausland.

Mehrsprachigkeit als Chance
Oft kommunizieren binationale Paare in einer Sprache, die mindestens eine von beiden Personen nicht in allen Feinheiten beherrscht. Entsprechend schwierig ist es gerade im emotionalen Bereich, sich zu verständigen und zu verstehen. Wenn die Paarsprache für beide eine Fremdsprache ist, kann von vergleichbaren Voraussetzungen ausgegangen werden. Wenn aber eine Person in ihrer Muttersprache spricht, entsteht ein Ungleichgewicht, das die Kommunikation belasten kann. Missverständnisse, die aus sprachlichen Schwierigkeiten entstehen, werden nicht immer als solche erkannt.
Andererseits bietet sich dem Paar durch die Mehrsprachigkeit die Chance, eine Fremdsprache im alltäglichen Kontext zu lernen und gemeinsamen Kindern die Möglichkeit zu geben, mehrsprachig aufzuwachsen - unter dem Gesichtspunkt der fortschreitenden Globalisierung ein unschätzbarer Vorteil für die zukünftige Generation.

Sprache und Kultur
Sprache ist aber nur einer von vielen Faktoren, der die zwischenmenschliche Kommunikation beeinflusst. Um den Partner oder die Partnerin wirklich zu verstehen, reicht es nicht, seine oder ihre Sprache zu sprechen. Es ist auch wichtig zu wissen, in welchem gesellschaftlichen und kulturellen Kontext etwas gesagt wird, um es bewerten zu können. Dieses Wissen kann helfen, Missverständnissen vorzubeugen und bei Unklarheiten nachzufragen.

Ein Bewusstsein für kulturelle Unterschiede
Jede Gesellschaft, jede Nation, jede Lebensgemeinschaft, jede Familie, jedes Paar und jedes Individuum hat eigene kulturelle Normen und Werte. Schon in der kleinräumigen Schweiz weichen diese gesellschaftlichen Werte und Normen voneinander ab. Trotzdem sind binationale Paare häufiger als andere mit der Frage konfrontiert, wie sie die kulturellen Unterschiede in ihrer Partnerschaft bewältigen. Diese können je nach Herkunftsländern grösser oder kleiner sein. Je besser der Partner das Umfeld der Partnerin kennt und umgekehrt, desto eher werden die beiden auf solche Werte-Differenzen aufmerksam und können nach einem Weg suchen, wie sie im Alltag mit den unterschiedlichen Werten und Normen umgehen wollen.
Wichtige Voraussetzungen für einen gemeinsamen Alltag sind der Wunsch, sich gegenseitig kennenzulernen, Neugierde und gegenseitige Toleranz.

Die Rolle der Religion
Die Religion prägt eine Gesellschaft und das Rechtssystem eines Staates mit. Die Religion ist mitverantwortlich für Werte und Normen, die im Zusammenleben Gültigkeit haben. Dies gilt auch für Menschen, die sich selber als nicht religiös betrachten. Mit Offenheit und Toleranz können in einer Partnerschaft oder Familie verschiedene Religionen ihren Platz haben. Es ist wichtig, der Religion des Partners bzw. der Partnerin mit Offenheit und Interesse zu begegnen und herauszufinden, welchen Einfluss die Religion auf das Alltagsleben und die Partnerschaft haben soll. Wenn ein binationales Paar über gemeinsame Kinder nachdenkt, sollte die Frage der Religion unbedingt mit einbezogen werden. Dazu gehören Überlegungen zur Religionszugehörigkeit gemeinsamer Kinder oder die Frage, welche religiösen Traditionen im Alltag gelebt und gefeiert werden sollen.

Austausch als Bereicherung
Jedes binationale Paar muss in vielen Lebensbereichen individuelle Lösungen für sich finden. Es kann hilfreich sein, Kontakt zu anderen binationalen Paaren zu suchen und Erfahrungen auszutauschen. Die Erkenntnis, dass ein Paar mit schwierigen Situationen nicht allein ist und dass es Lösungen gibt, kann entlastend sein. Entscheidend für eine stabile, tragfähige Partnerschaft ist die Qualität der persönlichen Beziehung. Dazu gehören Kooperationsfähigkeit, das Pflegen von Gemeinsamkeiten, der Umgang mit Differenzen und die Weiterentwicklung der eigenen Lebensweise ebenso wie die Offenheit gegenüber der Lebensweise des Partners oder der Partnerin.
Binationale Paare müssen sich immer wieder mit Vorurteilen der Gesellschaft auseinander setzen. In einem Klima von Offenheit und Toleranz gegenüber neuen Lebensentwürfen hat ein binationales Paar in der Auseinandersetzung mit dem Umfeld aber auch eine einmalige Chance, neue Beziehungswege zu beschreiten.

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Mobile Zahnklinik

Die mobile Zahnklinik ist ein humanitäres Projekt, gegründet vom Schweizer Linienpiloten Andreas Herzog, und aufgebaut innerhalb der Stiftung NOIVA. Sie ermöglicht Menschen in Not an der Grenze zu Syrien eine Zahnbehandlung, damit sie wieder schmerzfrei Essen und Schlafen können. Nach einer erfolgreichen Probephase brauchen wir deine Hilfe, um unseren regulären Betrieb zu starten. 

Geschichte der Entstehung



Stiftung NOIVA
Grüzefeldstrasse 32
CH-8400 Winterthur
Schweiz
+41 (0)52 369 00 73

Hilfswerk Zahn Zahnarzt Zahnklinik Jordanien